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	<title>Colorfish on the Road</title>
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	<description>Irgendwo in Nordamerika</description>
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		<title>Tijuana &#8211; Aliso Viejo, Willkommen im Land der (un)begrenzten Möglichkeiten</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 22:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[San Diego]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>30.01. &#8211; 09.02.2012. 202 km. Der Grenzübergang in die Staaten ist wie vermutet mühsamer als alle vorangegangenen. Danach erwartet uns eine andere Welt. Es ist auf den ersten Blick sehr sauber, überall hat es Bike Lanes und alles wirkt so… amerikanisch. Viele Dinge bringen mich zum Staunen. Diverse Shoppingtouren bringen technische Schwierigkeiten mit sich und wir treffen auf sehr nette Gastgeber. Ein interessanter Start.<span id="more-2998"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Tijuana &#8211; Chula Vista &#8211; San Diego* &#8211; Chula Vista* &#8211; San Diego &#8211; Carlsbad* &#8211; Dana Point &#8211; Aliso Viejo*</p>
<p><strong>30.01.2012.</strong> Nach einem letzten mexikanischen Eierfrühstück und einer längeren Verabschiedung von Mario und Team machen wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg in Richtung Grenze.</p>
<div id="attachment_3003" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1777_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3003" title="IMG_1777_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1777_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Abschied von Mario und Team, Abschied von Tijuana</p></div>
<p>Wir werden heute zum ersten Mal bei einem &#8220;richtigen&#8221; Warmshower übernachten, bei Jay und Barbara in San Diego. Jay arbeitet nahe der Grenze und wird uns nach der Arbeit gleich selbst zu seinem Heim führen. Viel einfacher. Darum sind wir relativ spät dran. Wir fahren los, schon bald treffen wir auf eine lange Autoschlange. Wollen die alle über die Grenze? Ja, dies ist die Spur nach San Diego. Wir können noch eine Weile in der danebenliegenden Spur fahren, dann müssen wir uns neben all die Autos zwängen. Aber wir kommen immer mal wieder nebenan vorbei. Dann stehen wir wieder mit im Stau.</p>
<div id="attachment_3012" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/dsc03059_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3012" title="DSC03059_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/dsc03059_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">So schön ist es im Stau</p></div>
<p>Nun, der Señor des Hotels hatte uns den Highway empfohlen, wir wollten den Fussgängerübergang nehmen. Dann stehen wir wieder im Stau. Kein Wunder, wollen wir doch über &#8220;the busiest border crossing of the world&#8221;. Diese Aussage kann ich gut nachvollziehen. Nun fahren wir an ein paar Artesanialäden vorbei, dann geht&#8217;s auf die Barrieren zu. Und schon werden wir rausgepfiffen. Mit den Bikes dürfen wir nicht hier durch, wir müssen durch den Fussgängerzoll. Wir überqueren also die etwa sechs vollen Spuren, sehr zur Freude der Autofahrer. Dann durch das Gate. Hm. Ich stelle mal fest, dass dies schon sehr nach USA aussieht. Die mexikanische Migration sollte eigentlich auf der anderen Seite sein. Ist sie auch. Wir müssen wieder raus. Das war ein Miniaufenthalt in den Staaten. Und jetzt? Wieder über all die vollgequetschten Autospuren, dann über eine Brücke. Dort oben ist die Migration. Aber die falsche. Wir müssen ganz runter, dann um die Kurve und ganz nach hinten. Dort finden wir dann die korrekte Migration. Der dortige Señor schaut uns ziemlich verdutzt an. Ausreisestempel? Bräuchten wir nicht. Wir hätten einfach in die Staaten einreisen können. Wo sollen wir denn nun die Touristcard bezahlen? Bezahlen? Jetzt wird der Señor hellhörig. Klar. Nun gibt&#8217;s auch einen Ausreisestempel. Aber rein theoretisch hätte es keinen gejuckt, wenn wir ohne zu bezahlen ausgereist wären. Aber man will ja nichts riskieren. Vielleicht will ich eines Tages nach Mexiko zurückkehren. Nun müssen wir wieder auf die andere Seite zurück. Diesmal geht&#8217;s einfacher, wir erwischen die Fussgängerbrücke. Aber was ist das? Vorhin waren da fast keine Leute, nun reicht die Fussgängerschlange bis weit nach hinten. Wir haben&#8217;s total verschlampt. Da müssen wir wohl hinten anstehen, da wir schon etwas unfreundlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Schlange da hinten beginne. Dann wohl. Schnell anstehen, da folgt schon die nächste Menschenflut. Wir stehen also wieder im Stau. Doch eigentlich geht das Ganze doch vorwärts. Dann betreten wir zum zweiten Mal die Staaten. Nun geht&#8217;s zügiger vorwärts, dann stauen sich die Menschenmassen wieder.</p>
<div id="attachment_3004" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1780_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3004" title="IMG_1780_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1780_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">So viele Regeln, welcome to the US</p></div>
<p>Bei der Passkontrolle teilen sich die Schlangen. Monika geht durch, ich gehe an einen anderen Schalter. Der Typ fragt, ob ich einen Stempel hätte. &#8220;Nein, aber den bekomme ich ja jetzt.&#8221; Nun fragt er, ob ich ein Visum hätte. &#8220;Nein. Ich reise mit dem Visa Waiver Program ein.&#8221; Nun faselt er etwas davon, dass mein ESTA-Formular nur für Einreisen aus der Luft gelte, nicht für Landeinreisen. Ich müsste zurück, fast nach Mexiko, dort bekäme ich einen Einreisestempel. Wie auch immer. Monika konnte ohne Probleme durch. Dann versuch ich&#8217;s doch einfach auch bei diesem Beamten. Mein Pass wird geprüft, ich darf durch. Ich frage sicherheitshalber noch nach, ob ich keinen Stempel brauche. &#8220;Nein. wozu?&#8221; meint der Beamte. Dies bestätigt auch die Kollegin. Ja gut, nun hoffe ich, dass ich ganz legal in den Staaten bin. 3 Monate können wir hier bleiben. Darum ändert sich das Ziel im Norden etwas. Wir fahren nun nach Inuvik, da wir nicht mehr nach Alaska können. Aber der Einfachheit erzähle ich den Amis, wir fahren nach Alaska&#8230; Nun muss das ganze Gepäck geröntgt werden, dann sind wir draussen, oder eben drinnen. 13 Uhr. Das Ganze hat 2 Stunden gedauert. Eigentlich ganz ok, wenn man die ganzen Umwege bedenkt.</p>
<div id="attachment_3005" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1784_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3005" title="IMG_1784_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1784_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Drüben&quot; wartet schon der Trolley. Ziemlich advanced...</p></div>
<p>Ich werde gleich von einer Amerikanerin angequatscht. Sie findet mich megacool. Ok. Wir essen erst mal was, dann rufe ich Jay an. Er gibt Treffpunkt und Richtung an, denn wir sind trotz so langer Zeit in Tijuana etwas unvorbereitet und ohne Google Map losgefahren. Aber im Fragen haben wir ja Übung. Klappt auch hier. Wir müssen nach Chula Vista. Das ist einfach zu finden. Dort frage ich in einer Tankstelle nach dem genaueren Weg. Die zwei Typen beraten sich auf albanisch? Oder polnisch? Dann meinen sie, dass sie keine Ahnung haben. Willkommen in Amerika. Aber ein richtiger Ami kann mir weiterhelfen. Wir müssen zum Bay Boulevard. Den finden wir, nun aber rechts oder links. Ich winke zwei vorbeifahrende Rennradler ran. Mit seinem iPod versucht einer der beiden den Treffpunkt auszumachen. Das klappt nach einiger Zeit auch, dann fährt uns Jason sogar noch dahin. Sehr nett. Beim Treffpunkt wartet auch schon Jay. Alles klar. Wir fahren gemeinsam eine gute Stunde zu seinem Haus in San Diego. Wow! Cooles Haus! Dort begrüsst uns auch schon seine Frau Barbara. Sie zeigen uns unser Zimmer. Mit bequemem Bett. Super. Barbara hat Kekse gebacken, die sie gleich an die Homeless People verteilen wird. In der Zeit werden wir von Jay zum Abendessen eingeladen. Pizza. Sehr leckere Pizza! Nun, unser erster &#8220;echter&#8221; Warmshower ist supernett und unser Heim ziemlich luxuriös. Die warme Shower ist perfekt und dann dürfen wir auch noch die Waschmaschine benutzen. Ein guter Start in Amerika.</p>
<p><strong>31.01. &#8211; 03.02.2012.</strong> Bei Barbara und Jay können wir nur zwei Nächte bleiben, das war von Anfang an klar. Aber Jay hatte gemeint, dass er uns eine andere Bleibe organisieren kann. Sonst müssten wir nun nach einem neuen Warmshower Ausschau halten, was in so engem Zeitraum schwierig und mühsam sein könnte. Nun warten wir also auf Jays Bescheid. Eigentlich hätten wir viel zu erledigen, doch in dieser Situation wollen wir auch die Bikes noch nicht gleich in die Werkstatt bringen. Aber Jay ruft bald an, bei seinem Arbeitskollegen können wir unterkommen. Cool! Nun fahren wir mit den Bikes doch mal in eine empfohlene Werkstatt. Jays Arbeitskollege wohnt in Chula Vista, doch fragen kann man ja mal. Doch die Jungs sind bis kommenden Montag ausgebucht. Heute ist Dienstag. Uff! Jetzt müsste Internet her. Doch die Bibliothek, wahrscheinlich einer der wenigen Orte, wo in den Staaten noch Internetmaschinen stehen, öffnet erst um 12.30 Uhr. Erneutes Warten ist angesagt, doch dieses kann mit Mittagessen überbrückt werden. Dann können wir in die Bibliothek, nun suchen wir nach Bikeshops in Chula Vista, wo Bill wohnt. Wieder im Haus rufen wir im REI, einem grossen Outdoorshop mit Bikeabteilung an. Ausgebucht bis Samstag. Tja. Zeit für Plan B. Wir bringen die Bikes erst später in den Service und melden uns an. Santa Barbara wäre ein idealer Ort. Dafür müssen wir aber wieder ins Internet, also zurück zur Bibliothek. Alles ganz schön kompliziert hier. Und es wird langsam auch echt nervig. Mit den neuen Daten fahren wir zurück zu Jays Haus. Barbara ist schon daheim. Wir erzählen ihr von unserem eher erfolglosen Tag. Sie greift gleich zum Telefonhörer und ruft bei einem anderen Bikeshop an, wo Jay ein Bike gekauft hat. Dort können wir gleich schnell hin. Super. Machen wir natürlich sofort. Die Jungs können unsere Bikes bis Donnerstag Abend herrichten. Cool! Danke Barbara, dass das Ganze doch noch geklappt hat. Später fahren wir wieder in ein Restaurant. Zum Pizza essen. Bill kommt auch. So lernen wir unseren neuen Gastgeber schon heute kennen. Ein sehr sympathischer Typ.</p>
<p>Am nächsten Tag heisst die Mission &#8220;Rechner kaufen&#8221;. So der Plan. Internetcafes gibt&#8217;s in den Staaten fast keine mehr, ein eigener Laptop wäre sicher von Vorteil. Hier gibt&#8217;s eine telefonische Auskunft zu Busfahrrouten. Dort rufen wir gleich mal an, wir wollen ins Mission- bzw. Fashionvalley. Das geht ganz einfach, in einer guten halben Stunde sind wir in Mission Valley, dort gibt&#8217;s einen Best Buy. Monika will sich dort ein ihr empfohlenes Netbook ansehen. Doch Netbooks gibt&#8217;s keine mehr zu kaufen. Die wurden wohl schon fast ganz von iPad und Konsorten abgelöst. Monika ist etwas überfordert, hat sie doch keine Ahnung von dem ganzen Zeugs. Ich finde schnell die Mac Abteilung. Dort steht mein Wunschobjekt. Das 11&#8243; MacBook Air. Das ist auch gerade noch im Angebot. Ein offizieller Mac-Mensch beantwortet all meine Fragen. Und bald halte ich eine Schachtel und der Hand. Wunderbar. Monika ist mittlerweile einem Nervenzusammenbruch nahe. Nichts funktioniert, das Netbook kannn auch online nirgends einfach bestellt werden. Wir fahren mal weiter ins Fashion-Valley, eine grosse Shopping Mall. Bald laufen wir an einem Microsoft-Laden vorbei. Ich schlage Monika vor, doch dort mal reinzuschauen. Hier wird sie gleich bedient und findet Gefallen an einem MacBook-ähnlichen ASUS. Sie ist nun in guten Händen, ich suche noch den Apple Store auf. Ich brauche noch eine gute Hülle für mein neues Baby. Hier ist im Gegensatz zum Microsoft-Shop die Hölle los. Es wuselt nur so in dem Laden. Ich werde aber gleich bedient, hier arbeiten 300 Leute, und finde ein gute Hülle. Ich will zur Kasse, doch ich kann mit Kreditkarte auch gleich an Ort und Stelle bezahlen. Die Karte wird einfach durchs iPhone des Mitarbeiters geschoben, die Quittung bekomme ich per E-Mail. Ich bin baff. Staune nur noch. 2,5 Jahre Zivilisationsabwesenheit hinterlassen wohl doch ihre Spuren. Was es nicht alles gibt. Nun warten wir noch, bis Monikas Rechner mit all ihrem Zusatzzeugs aufgesetzt ist, dann nichts wie heim. Doch aus Rechnerausprobieren wird nichts, wir ziehen ja noch um. Jay fährt uns zu Bill. Alles wieder zurück nach Chula Vista. Seufz. Jay hatte angetönt, dass Bill ein grosses Haus hätte. So ist es, was für ein Hütte! Echt gross! Wir bekommen unser eigenes Zimmer inklusive Bad. Es wird immer besser.</p>
<p>Bills Lebensgefährtin Twila gibt uns eine genaue Skizze, wie wir zur Otay Ranch kommen. Es folgt der nächste Shoppingtrip. Zum REI, dem Outdoorshop. Unsere Ausrüstung hat in der letzten Zeit ziemlich gelitten, vieles muss ersetzt werden. Das steht heute auf dem Programm. Nach einem fast 4-Meilen Spaziergang sind wir da. Ohne Bike oder Auto ist man wirklich fast aufgeschmissen, denn öffentlicher Verkehr ist hier eher ein Fremdwort. Nun verbringen wir etwa 4,5 Stunden in dem Laden. Eine lange Zeit. Danach sind wir ziemlich kaputt. Nun müssen wir aber noch heimlaufen, da die Busse hier nur etwa alle 1 &#8211; 1,5 Stunden fahren. Amerika ist wirklich ein Autoland. Nach dem langen Fussmarsch zurück laden uns Bill und Twila zum Mexikaner zum Abendessen ein. Auf dem Heimweg fahren wir an dem am Morgen schon gesehenen Swimmingpool vorbei. Bill meint, wir könnten morgen auch schwimmen gehen. Vielleicht etwas kalt. Aber es gäbe da auch ein Jacuzzi. Das hingegen nähmen wir. Nun meint Twila, dass ein solches auch bei ihnen im Garten steht. Wir könnten auch das benutzen. Cool, cool, oder eben hot.</p>
<p>Der letzte Tag hier steht ganz im Zeichen meiner neuen Errungenschaft. Endlich kann ich meinen neuen Mac ein erstes Mal einschalten. Funktioniert alles. Na ja, die Kamera ist ein wenig wankelmütig. Aber in der ganzen Zeit in Internetcafes habe ich mich wohl an PCs gewöhnt. Welch Schande. Ich habe noch etwas Anfangsschwierigkeiten, aber das ändert sich nun hoffentlich schnell wieder…. Und dann gibt es jetzt natürlich noch das Jacuzzi. Ein guter Abschlusstag in San Diego oder eben Chula Vista. Abends fährt uns Bill nach San Diego, die Bikes sind fertig. Als ich nun bezahlen will, funktioniert meine Kreditkarte nicht. Was denn? Wie ich später erfahre, wurde diese wegen Fraudverdacht gesperrt, ich aber nicht informiert, weil meine angegebene Telefonnummer nicht mehr funktioniert&#8230; Aber Monika kann mir aushelfen. Das Ganze dauert eine Weile, doch dann haben wir wieder alles beisammen. Wirklich ein super Service, den wir hier die ganzen Tage bekommen haben. Ganz herzlichen Dank Bill und Twila!</p>
<p><strong>04.02.2012.</strong> Von Twila bekommen wir wieder ein gute Skizze wie wir aus Chula Vista rauskommen. Und es gibt am Morgen einen Kaffee. Guter Start. Dann geht&#8217;s los. Twilas Beschrieb passt wunderbar, ohne Probleme fahren wir nach San Diego rein. Überall hat es Bike Lanes, das ist ziemlich fortgeschritten. Dort ein Deja-vu. Hier fuhren wir am Ankunftstag schon mit Jay durch. Dann erreichen wir San Diego Downtown. Nun geht&#8217;s dem Wasser entlang weiter. Im Hafen steht ein Flugzeugträger und ein riesiges küssendes Paar. Die Statue soll anscheinend Ende Monat demontiert werden.</p>
<div id="attachment_3007" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1788_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3007" title="IMG_1788_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1788_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Einfahrt in San Diego Downtown</p></div>
<div id="attachment_3006" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1790_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3006" title="IMG_1790_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1790_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Matrose küsst Krankenschwester im Tuna Harbour</p></div>
<div id="attachment_3009" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1793_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3009" title="IMG_1793_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1793_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schlussendlich auf dem Highway 101</p></div>
<p>Nun wird&#8217;s schwieriger, aber mit einigen Umwegen und Durchfragen erreichen wir schlussendlich den historischen Highway 101. Heute Samstag ist hier viel los auf den Strassen. Vor allem sportlich. Hunderte von Joggern, die meisten laufen halbnackt durch die Gegend. An dieses Bild muss ich mich noch gewöhnen. Schon in San Diego liefen die meist jungen Frauen und Männer ziemlich offenherzig rum. Mich hatte es noch in zwei Jacken gefroren… Natürlich sind heute auch unglaublich viele Radfahrer unterwegs. Viele fragen natürlich, wohin wir fahren. &#8220;Nach Alaska.&#8221; Da kommt dann meist ein:&#8221;No way, you are kidding&#8221; Wenn die Leute dann auch noch erfahren, dass wir in Argentinien angefangen haben, fallen die meisten wirklich fast vom Sattel. Dann herrscht  Sprachlosigkeit, es folgt ein &#8220;holy shit&#8221; oder Ähnliches und die meisten erklären uns für vollkommen durchgeknallt. Aber immer sind die Leute total beeindruckt. Mag natürlich daran liegen, dass man hier wohl weiss, wo Alaska und Argentinien liegen. In Lateinamerika kannten die Leute vielleicht die Richtung, aber nicht die Distanzen. Wir fahren durch ein Küstenstädtchen nach dem anderen. Surfen ist hier die andere grosse Freizeitbeschäftigung. Die Leute laufen mit Neoprenanzug und Surfboard durch die Strassen. So geht es den ganzen Tag weiter, rauf und runter der Küste entlang. Hier gibt es sogar Züge, die auch wirklich fahren. Schon lange nicht mehr gesehen. Mitte Nachmittag erreichen wir den South Carlsbad State Beach. Dort wollen wir campen. Doch ein Campspot kostet in dem State Park 35 USD, Hiker/Biker-Sites gibt es hier nicht. Wir fahren mal rein, beim ersten Platz mit RV fragen wir, ob wir den Platz teilen dürfen. Die 3 Amis haben kein Problem damit, wir bekommen gleich eine Flasche kaltes Wasser und Geld wollen sie auch keins. Der Platz sei eh schon bezahlt. Nett. So, und nun folgt die letzte kalte Nacht, in Aliso Viejo warten der warme Schlafsack und ein neues Innenzelt. Geniessen wir die Kälte also noch einmal. Aber so schwer fällt dies heute nicht, das nahe Meeresrauschen gibt eine angeneheme akustische Kulisse.</p>
<p><strong>05.02.2012.</strong> Die letzte kalte Nacht ist schlussendlich überhaupt nicht so kalt. Das stört mich nicht wirklich. Gegen 7.30 Uhr fahren wir im ersten Sonnenschein los. Der Küste entlang geht es weiter. Es folgt Oceansinde, dann das Camp Pendelton. Wir können durch das Militärcamp fahren. Ein ganz schöne Fahrt, ziemlich ländlich. Nach dem Camp folgt ein langer Radweg entlang vielen weiteren Stränden. Echt angenehm. In San Clemente schleust uns die vorbildlich ausgeschriebene Bike Route auf ruhigen Quartierstrassen durch das Städtchen. Dann folgt auch schon bald der Doheny Beach und Dana Point. Hier wird uns Monikas Cousine abholen. So sparen wir etwas Zeit. Vreni ist auch schon bald da. Wir laden all unser Gepäck und die Räder in den Van, dann fährt uns Vreni nach Aliso Viejo. Dort warten schon Luis, Vrenis Mann, und die beiden Kinder Lauren und Matthew. Und mein Paket mit dem warmen Schafsack und anderen Dingen. Bald gibt es Kaffee aus einer Jura-Kaffeemaschine, immer noch mein Traum. Dann verbringen wir einen gemütlichen Nachmittag mit der herzlichen Familie.</p>
<p><strong>06. &#8211; 09.02.2012.</strong> Hier können wir also schon wieder ein paar Tage rumhängen. Klar, mit unseren eigenen Laptops verbringen wir den ganzen ersten Tag fast ausschliesslich vor der Röhre. Fast schon etwas degeneriert.</p>
<div id="attachment_3021" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1811_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3021" title="IMG_1811_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/img_1811_b.jpg?w=300&#038;h=236" alt="" width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Die Mac-Welt hat mich wieder</p></div>
<p>Danach werde ich aber doch etwas aktiver. Meine Rohloff braucht einen Ölwechsel und mein neuer Ständer will montiert werden. Das ist schwieriger als erwartet, denn durch die Schweissarbeiten ist die eine Schraube ziemlich blockiert. Aber nach etwas würgen ist auch die draussen. Dann teste ich mal die ganzen Programme auf meinem neuen Mac. iPhoto. Nett. Aber damit kann ich keine effiziente Bildbearbeitung betreiben. Auf dem PC ging das einfacher&#8230; Was nun? Photoshop kaufen. Kompliziert. Ja dann lade ich wohl Gimp herunter. Damit kann ich arbeiten. Dann beschaffe ich mir noch Skype, das macht die Kommunikation mit daheim einfacher. Auf dem Rechner ist also eigentlich alles bereit für die Weiterreise.</p>
<p>Monikas neuer Laptop hat auch so seine Probleme. Die W-Taste steckt manchmal fest und sie kann einen Supportplan nicht registrieren. Vreni fährt uns also in eine nicht ganz so nahe Mall. Dort hat&#8217;s auch gleich einen Apple Store. Ich gehe gleich da vorbei, ich hätte gerne eine funktionierende Kamera. Ich werde gleich gefragt, ob ich ein Appointment hätte. Natürlich nicht. Aber ich kann in 15 Minuten eins haben. Und da habe ich Glück, normalerweise wartet man 3 Stunden. Dann darf ich an die &#8220;Genius Bar&#8221;, wo die Patienten vor Ort betrachtet werden. Die Dame da testet die Kamera, die funktioniert jetzt natürlich. Dann meint sie, ich solle den Rechner doch bei Best Buy zurückgeben, da würde er mir ersetzt werden. Es hat einen in der Nähe, doch ich habe weder Kabel noch Schachtel dabei. Die letztere schleppe ich ja sowieso nicht mehr  mit. Weil ich reise. Da meint die Dame, sie würden mir die Maschine gleich da ersetzen. Auch gut. Das wird gleich gemacht und ich laufe mit einem neuen Rechner aus dem Laden. Auch Monika bekommt ein neues Exemplar. Bei ihr muss wieder alles installiert werden, das dauert. Wieder zu Hause stelle ich den Rechner an, gehe durch den ganzen Anmeldeprozess etc. Dann gibt&#8217;s Kaffee. Wie gesagt, Jura Kaffeemaschine&#8230; Nun will ich die ganzen Programme nochmals downloaden. Aber nun komme ich nicht mehr ins System. Mein Passwort funktioniert nicht mehr. Hilfe! Und falsch kann es auch nicht sein. Tja. Manchmal ist es nicht einfach. Ich rufe in dem Apple Store an, werde mit einer sprechenden Maschine verbunden, dann mit einem wie eine Maschine sprechenden Mitarbeiter, dann lande ich in der Warteschlaufe. Aber schlussendlich habe ich eine menschlich tönende Stimme am Telefon. Mit einigen Warteunterbrüchen setzen wir gemeinsam übers Telefon das Passwort zurück. Dann geht wieder alles. Irgendwie war es ohne eigenen Rechner doch einfacher&#8230; Aber nun funktioniert hoffentlich alles.</p>
<div id="attachment_3022" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/108_0794_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3022" title="108_0794_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/02/108_0794_b.jpg?w=300&#038;h=170" alt="" width="300" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Wir mit Luis und Vreni am gedeckten Tisch</p></div>
<p>Ansonsten werden wir auch hier nach Strich und Faden verwöhnt. Vreni bekocht uns mit leckeren Gerichten und wir schlemmen feine Lindt Pralinés von Monikas Grosi. Fein! Es ist richtig gemütlich hier. Ja, und morgen geht&#8217;s wieder weiter. Langsam sollte der richtige Radlerernst wieder beginnen. Heisst, bis nach San Francisco wollen wir durchfahren. Ob wir das schaffen&#8230;?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/colorfish.wordpress.com/2998/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/colorfish.wordpress.com/2998/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2998&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Tijuana, ein Rückblick mit Aussichten</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 21:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir geniessen die letzten Tage in Tijuana. Nach 2 Jahren und 4 Monaten neigt sich die Zeit in Lateinamerika nun definitv dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt und Ort, um diese Zeit nochmals Revue passierern lassen und in Worte zu fassen. Diese 2 Jahre und 4 Monate werden mir ganz sicher immer in Erinnerung bleiben. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2882&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir geniessen die letzten Tage in Tijuana. Nach 2 Jahren und 4 Monaten neigt sich die Zeit in Lateinamerika nun definitv dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt und Ort, um diese Zeit nochmals Revue passierern lassen und in Worte zu fassen.<span id="more-2882"></span></p>
<p>Diese 2 Jahre und 4 Monate werden mir ganz sicher immer in Erinnerung bleiben. Landschaften, Farbtöne und Gerüche haben sich in mein Gedächtnis geprägt. Andere Kulturen und Menschen haben ihren Weg in mein Herz gefunden. Es gab so viele spannende Details zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln. Ich kann auf so viele tolle Momente und Erlebnisse zurückblicken. Wahnsinn! Klar, es herrschte auch nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen. Es gab auch schlechte Zeiten, Kämpfe mit mir selbst und meiner Umgebung. Aber das Positive herrscht eindeutig vor.</p>
<p>Nach dieser ganzen Zeit werde ich so vieles vermissen. Die Lebensart der Latinos geht zu einem kleinen Teil in einen über. Am faszinierendsten war wohl die Spontanität. Man geht in irgend eine Werkstatt mit irgend einem Problem, es wird sofort erledigt. Oder man versucht es zumindest. In anderen Dingen ist der Latino hingegen oft nicht so fix. Mañana geht&#8217;s auch. Vor allem auf dem Lande war die fast schon naive Ehrlichkeit immer höchst amüsant. Die Leute waren immer sehr neugierig, mal ganz scheu, mal ganz offensiv. Und es ergaben sich viele interessante Gespräche. Ein wichtiger Teil der Reise. Und noch wichtiger daher, die Landessprache zu beherrschen. In diesem Fall war dies sehr einfach und luxuriös. Man kann mit einer einzigen Fremdsprache durch so viele Länder Reisen und wird verstanden und versteht. Meistens zumindest. Dann waren da noch die farbigen, vollgestopften Märkte, das meist laute Getümmel in den Strassen, Knabbereien an jeder Strassenecke oder auch die Einsamkeit abgelegener Strassen. Ich werde aber auch froh sein, als grosse, blonde Person in Zukunft nicht mehr wie ein Leuchtturm aus der Masse zu stechen.</p>
<p>Auf die vielgestellte Frage, welches Land mir denn am besten gefallen habe, kann ich immer noch keine Antwort. Jedes Land hatte sein Highlight oder sogar seine Highlights. Ich werde versuchen, ein, wenn die Entscheidung zu schweirig wird, auch mehrere, rauszupicken (+). Natürlich haben die meisten Länder auch etwas Negatives aufzuweisen. Das wird auch aufgelistet (-). Und dann wären da noch die Vorurteile, Aussagen von anderen Reisenden, Medien, etc., die es zu widerlegen oder zu bestätigen gab (*).</p>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<h3>Südamerika</h3>
<p>Südamerika war landschaftlich extrem vielfältig und und es gab so viel Beeindruckendes zu sehen. Aus dieser Perspektive hat mir Südamerika viel besser gefallen als Mittelamerika. Das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass es da unten meist etwas kühler war. Ich mag die feuchte Hitze nicht besonders. Auf jeden Fall werde ich eines Tages nach Südamerika zurückkehren. Einerseits habe ich gewisse Dinge und Orte immer noch nicht gesehen, zudem würde ich andere gerne wiedererleben und -sehen. A ver.</p>
<p>Nun lasse ich aber meine Gedanken zurückschweifen. Südamerika, Argentinen, Buenos Aires. Wo alles begann&#8230; Nach drei Wochen Sprachaufenthalt in Buenos Aires ging es los in Richtung Norden. Ziel die Cataratas von Iguazu. Mein <a href="http://colorfish.wordpress.com/about/" target="_blank">Traum </a>war eigentlich, die Reise im südlichsten Süden, in Ushuaia, zu beginnen, aber manchmal ändern sich Ideen und Träume. Iguazu erreichten wir dann auch nie, aber die Grenze nach Uruguay&#8230;</p>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Uruguay</strong><br />
+ Die Leute in Uruguay waren unglaublich nett und gastfreundlich. Wir durften uns an Orangenbäumen bedienen, bekamen kiloweise frisch gepflückte Erdbeeren geschenkt und wir wurden in Montevideo rundum betreut, inklusive gratis Wohnen.<br />
- Wenn man von Wind spricht, redet man meistens von Feuerland oder Patagonien. Aber auch Uruguay kann da einiges bieten. Natürlich Gegenwind. Und zwar ziemlich starken und unagenehm heissen. Im November war es zumindest so.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Uruguay ist flach und langweilig.</em></span> Der Norden ist sicher manchmal flach, manchmal aber auch hügleig. Die Route entlang der Küste in Richtung Brasilien ist sehr schön.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Klar könnt ihr mit dem Bike die Sandbank passieren, ist ganz einfach</em></span>. Man glaube nicht alles, was ein Ciclista ohne Gepäck sagt. Es sei denn, man liebt stundenlanges Schieben durch tiefen Sand. Eine bleibende Erfahrung. Oder eben nicht Erfahrung.</p>
<div id="attachment_2988" class="wp-caption alignnone" style="width: 271px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2009-11-16-hola-uruguay-037_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2988" title="" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2009-11-16-hola-uruguay-037_b.jpg?w=261&#038;h=300" alt="" width="261" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Saftiges Orange. Geschenkte Orangen irgendwo nach Salto.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Argentinien</strong><br />
+ Beim Gedanken an Argentinien kommen mir sofort die Gletscher in den Sinn, allen voran der unglaublich beeindruckende <a href="http://colorfish.wordpress.com/2009/12/28/perito-moreno/" target="_blank">Perito Moreno</a>. Einziger Gletscher, der heute noch am Wachsen ist. Die ganze Gegend um El Chaltén ist ein tolles Wandergebiet. Mal hat man Glück mit dem Wetter, mal nicht. Der Fitz Roy zeigte sich, der Cerro Torre wollte nicht hinter der Wolkendecke hervorkommen.<a href="http://colorfish.wordpress.com/2009/12/28/perito-moreno/" target="_blank"><br />
</a></p>
<div id="attachment_2912" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2009-12-28-perito-moreno-174_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2912" title="2009-12-28 Perito Moreno 174_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2009-12-28-perito-moreno-174_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Beeindruckendes Blau. Der Perito Moreno.</p></div>
<div id="attachment_2963" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-01-12-trek-piedras-blancas-mg-021.jpg"><img class="size-medium wp-image-2963" title="2010-01-12 Trek Piedras Blancas MG 021" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-01-12-trek-piedras-blancas-mg-021.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Verhangenes Weiss. Der Fitzroy zeigte sich schlussendlich doch noch.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Chile</strong><br />
+ Mein chilenisches Highlight war die <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/02/13/villa-ohiggins-coyhaique-unterwegs-auf-der-carretera-austral/" target="_blank">Carretera Austral</a>. Eine teilweise sehr anstrengende, aber wunderschöne meist Schotterstrasse in einer <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/03/02/coyhaique-futaleufu/" target="_blank">landschaftlichen Wundertüte</a>. Auch auf dieser Strecke anzutreffen der wunderschöne Lago General Carrera.<br />
- Viele anderen Ciclistas finden die Strecke auch toll. Die Strasse ist voll von ihnen. Das nervt wohl gewisse Autofahrer, sie blochen extra schnell an einem vorbei und stauben einem gewaltig ein. Einer dieser ungeduldigen Kerle ist sogar absichtlich über Fazls Hinterrad gefahren, als dieser nach einem schweren Sturz am Boden lag. Grosses Minus.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Auf der chilenischen Seite Patagoniens, sprich auf der Carretera Austral, regnet es fast immer.</em></span> Mag stimmen, wir bekamen auch einiges an Regen ab, aber der nördliche Teil war sonnig und regenfrei. Andere Ciclistas berichteten von 4 Wochen Dauerregen, andere von keinem einzigen nassen Tropfen. Alles ist möglich auf der Carretera Austral.</p>
<div id="attachment_2914" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-02-03-leave-haydes-place-mg-025_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2914" title="2010-02-03 Leave Haydes Place MG 025_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-02-03-leave-haydes-place-mg-025_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Faszinierendes Türkis. Lebendiges Spiel von Licht und Schatten entlang des Lago General Carera</p></div>
<div id="attachment_2965" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-02-21-leave-amengual-mg-033_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2965" title="2010-02-21 Leave Amengual MG 033_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/2010-02-21-leave-amengual-mg-033_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Variantenreiches Grün. Pflanzenvielfalt auf der Carretera.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Bolivien</strong><br />
+ Der <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/05/26/san-pedro-uyuni-lagunen-schnee-und-sandsturm/" target="_blank">Salar de Uyuni</a> ist ein unglaubliches Erlebnis. So viel strahlendes Weiss auf einmal. Auch die <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/05/26/san-pedro-uyuni-lagunen-schnee-und-sandsturm/" target="_blank">Lagunenroute </a>ist eine schöne, wenn auch anspruchsvolle Strecke. Bei gutem Wetter strahlen die Lagunen in diversen Farben, bei nicht so gutem sieht das ganze eher blass aus.<br />
- Im Busterminal von La Paz wurde mir die Lenkertasche geklaut. Ärgerlich, aber mein Bauchgefühl hatte mich gewarnt. Alles wirklich wichtige hatte ich vorher rausgenommen. Anderen Ciclistas wurden am selben Ort die Hintertaschen gestohlen. Also aufgepasst im La Pazer Busterminal!</p>
<p>* <em><span style="color:#808080;">Bekomme ich in Bolivien die Höhenkrankheit?</span></em> Kann schon sein. Das können u.a. Schlaflosigkeit, Übelkeit oder Kopfschmerzen sein. Einfach sehr langsam aufsteigen und entweder Cocatee trinken oder die Cocablätter kauen. Soll helfen. Und wenn&#8217;s schlimm wird, in tiefere Regionen absteigen.<br />
*<em><span style="color:#808080;">In Bolivien wird es saukalt.</span></em> So ist es, vor allem wenn man in die Höhe geht. Auf der Lagunenroute geht&#8217;s auf fast 5&#8217;000 m.ü.M. Eines Morgens habe ich -7 Grad Celsius im Innenzelt gemessen. Aber mit entsprechender Ausrüstung ist das alles kein Problem.</p>
<div id="attachment_2966" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5877_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2966" title="IMG_5877_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5877_b.jpg?w=300&#038;h=210" alt="" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Sandiges Rot-Weiss-Braun. Auf der Abfahrt zu den Thermas Polques auf der Lagunenroute.</p></div>
<div id="attachment_2915" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6420_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2915" title="IMG_6420_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6420_b.jpg?w=300&#038;h=223" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Strahlendes Weiss. Soweit das Auge reicht auf dem Salar de Uyuni.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Peru</strong><br />
+ Die Cordillieras <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/10/11/cordilliera-blanca-zum-letzten-santa-cruz-und-sie-mag-uns-doch/" target="_blank">Blanca </a>und <a href="http://colorfish.wordpress.com/2010/09/17/cordilliera-huayhuash-total-in-den-bann-gezogen/" target="_blank">Huayhuash</a> sind der absolute Hammer. Ich habe insgesamt 5 Trekkings in diesen wundervollen Bergen gemacht und somit mehr als einen Monat in diesen Bergparadiesen verbracht. Dahin werde ich eines Tages ganz sicher zurückkehren. Natürlich gibt es auch sonst viel Sehenswertes. Machu Picchu habe ich leider verpasst, aber auch das immer noch sehr verwachsene Kuelap hat seinen Reiz. Auch einen Besuch wert ist natürlich die Casa de Ciclistas in Trujillo.<br />
- In Cajamarca versuchte man mich in der Nähe des Mercados zu beklauen. Drei Versuche, dreimal wurde mir ins Gesicht gespuckt, kein einziges Mal mit Erfolg. Aufgepasst vor peruanischen Spuckattacken. Peru hat sehr arme Regionen. Die Leute fragen einem auf der Strasse nach Kohle oder sonstigem. Teilweise etwas lästig, v.a. wenn sie einem nachrennen.</p>
<p>* <em><span style="color:#808080;">In Peru werden Ciclistas mit Steinen oder sonstigen Gegenständen beworfen.</span></em> Ich wurde nie beschossen. Aber ich habe auch nie ungefragt und hinterrücks Fotos der Indigenas gemacht. Das mögen sie wohl überhaupt nicht.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>In Peru sind die Hunde aggressiv und lästig.</em></span> Ja, ziemlich oft. Ich habe mir einen Abwehrstock zugetan. Aber Steinewerfen klappt auch und die beste Lösung ist anhalten. Damit rechen die Sauviecher nicht. Denn meistens wollen sie dem sich bewegenden Ciclista ans Bein.<br />
* <em><span style="color:#808080;">Dein neuer Name ist Gringo.</span></em> Ja, gewöhn dich dran. Ist nicht negativ gemeint.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>In Peru wird man bespuckt. </em></span> Ja, kann vorkommen. Das ganze nennt sich Cusco-Trick. Man wird abgelenkt oder jemand bietet an, zu reinigen. In jedem Fall wird versucht werden, einen zu beklauen. Sich also niemals helfen lassen. Auch alte, unschuldig wirkende Señoras können diesen fiesen Trick anwenden, wie Monika feststellen musste.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Peruaner sind furchtbare Autofahrer.</em></span> Ja, absolut. Der Verkehr in Peru war der schlimmste überhaupt. Die Autofahrer hupen enjem fast das Gehör weg, die Truckfahrer sind ungeduldig, werden aber von den Busfahrern weitaus übertroffen. Vor denen muss man sich vor allem auf engen Strassen in Acht nehmen, sonst wird man in den Strassengraben gestossen.</p>
<div id="attachment_2916" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_8603_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2916" title="IMG_8603_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_8603_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mayestätisches Anthrazit. Bergpanorama auf dem Paso San Antonio.</p></div>
<div id="attachment_2967" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_9741_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2967" title="IMG_9741_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_9741_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mystisches Beige. Gebäudemauern in Kuelap.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Ecuador</strong><br />
+ Die Galapagos sind einer der magischsten Ort dieser Welt. Ich durfte ganze drei Wochen dort verbringen. Eine davon auf der First-Class-Segelyacht <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/03/18/galapagos-hin-und-weg-von-der-beagle/" target="_blank">&#8220;The Beagle&#8221;</a>. Ein wahrgewordener Traum. Relaxtes Bootsleben, glasklares Wasser, interessante Infos und die absolut nicht scheue Tierwelt.<br />
- Busse in Ecuador sind unsicher. Einmal versuchte ein Typ mein Portennaie zu klauen, erfolglos. Ein anderer hatte mehr Glück und entwendete mir Geld und Kreditkarte aus dem Rucksack zwischen meinen Beinen, während ich fernsah.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Ecuador hat extrem steile Strassen.</em></span> Korrekt. Nach Peru ein grosser Unterschied. Die Peruaner kennen das Wort Kurven, die Ecuadorianer anscheinend nicht. Die Strassen führen einfach steil gerade den Hang hinauf. Vor allem nach der Grenzüberquerung in La Balsa war viel Schieben angesagt.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>In Quito wird man mit Babyscheisse beworfen und beim hilfreichen Reinigungsangebot beklaut.</em></span> Wahr. Ist einem Ciclista genauso passiert. Es gibt auch noch die etwas netteren Varianten mit Joghurt, Ketchup oder Mayonnaise.</p>
<div id="attachment_2969" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1098_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2969" title="IMG_1098_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1098_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Urtümliches Grau. Galápago in der Estación Cientifica Charles Darwin.</p></div>
<div id="attachment_2918" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1492_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2918" title="IMG_1492_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1492_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnendes Türkis-Rot. Marine Iguana im Balzkleid.</p></div>
<div id="attachment_2919" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1531_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2919" title="IMG_1531_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1531_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Faules Sandbraun. Seelöwe im Schlummertraum.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Kolumbien<br />
</strong>+ In Kolumbien sind wohl die Kolumbianer selbst das Highlight. Von der Vergangenheit ziemlich gebeutelt, sind die Leute offen, überschwenglich freundlich und vor allem sind sie radverrückt. El Ciclismo ist in Kolumbien Volkssport und Ciclistas werden überall frenetisch begrüsst. Aber natürlich gibt es auch landschaftlich und kuklturell einiges zu sehen. Zwei der eindrücklichsten Bauten: das <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/04/03/pasto-unbedachte-rueckschritte/" target="_blank">Santuario Las Lajas</a> und die <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/04/25/bogota-leyva-honda-kalter-regen-noch-mehr-regen-und-ein-erfrischender-pool/" target="_blank">Salzkathedrale von Zipaquirá</a>.<br />
- Ja, was gibt es denn jetzt Negatives von Kolumbien zu sagen. Fällt mir gerade nichts ein.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Kolumbien ist extrem gefährlich. Die FARC treibt immer noch ihr Unwesen und kidnappt gerne mal einen Touristen.</em></span> Die FARC treibt sich in der Tat immer noch herum, aber das Militär hat landesweit eine sehr hohe Präsenz und sie warnen einem vor den Regionen, die man meiden sollte.</p>
<div id="attachment_2989" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_4368_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2989" title="IMG_4368_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_4368_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Herzliches Bunt. Kolumbianische Gastfreundschaft in Medellín.</p></div>
<div id="attachment_2945" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_3854_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2945" title="IMG_3854_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_3854_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Salziges Grün-Gelb. Die Salzkathedrale von Zipaquirá.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<h2>Mittelamerika</h2>
<p>Mittelamerika war für mich landschaftlich nicht so interessant und vielfältig wie Südamerika. Viel sattes Grün, das ist schön, aber nicht sehr abwechslungsreich. Zudem war es meist heiss und feucht. Nicht mein bevorzugtes Klima. Aber anscheinend das der Magen-Darm-Bugs. Ich wurde sie irgendwie gar nicht mehr richtig los. Natürlich war es auch nicht immer heiss und feucht, in Guatemala z.B. kann es ganz schön bergig werden.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Panama</strong><br />
+ Panama ist das Land, welches mich am meisten überrascht hat. Positiv. Ich hatte keine genauen Erwartungen, aber soviel Herzlichkeit hätte ich nicht erwartet. Zudem war ich fasziniert von den vielen <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/07/04/panama-city-puerto-limon-steile-strassen-mehr-inselleben-bananen-und-costa-rica/" target="_blank">Orchideen </a>am Strassenrand. Und die Islas Bocas del Toro sind auch einen Besuch wert. Unbedingt zu besuchen die <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/07/04/panama-city-puerto-limon-steile-strassen-mehr-inselleben-bananen-und-costa-rica/" target="_blank">Playa de las Estrellas</a>. Eines der beeindruckendsten Bauwerke in Panama ist natürlich der <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/07/04/panama-city-puerto-limon-steile-strassen-mehr-inselleben-bananen-und-costa-rica/" target="_blank">Panamakanal</a>.<br />
- Die allersteilste Strasse haben wir in Panama angetroffen.  Von Cartí an die Hauptstrasse nach Panama. Nicht fahrbahr.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>In Panama riecht es nach Bananen. Sagt Janosch.</em></span> Es hat unglaublich viele Bananenplantagen, man fährt oft fast tagelang an ihnen vorbei. Aber ich habe sie nie gerochen. Es riecht nach Ananas. Auch diese werden hier grossflächig produziert. Und so ein vorbeifahrender Ananaslaster duftet ganz schön fein.</p>
<div id="attachment_2923" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5570_b1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2923" title="IMG_5570_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5570_b1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Leuchtendes Lindgrün. Frauenschuh am Strassenrand.</p></div>
<div id="attachment_2946" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5672.jpg"><img class="size-medium wp-image-2946" title="IMG_5672" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5672.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Punktuelles Orange. Playa de las Estrellas auf den Islas Bocas del Toro.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Costa Rica</strong><br />
+ <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/07/15/puerto-limon-granada-pura-vidaticos-nicas-und-ometepe/" target="_blank">Costa Rica</a> ist sicher eines der grünsten Länder Mittelamerikas. 25% der Landesfläche sind Nationalpark, die Tier- und Pflanzenvielfalt ist enorm. Wir haben das erste Mal Affen in freier Wildbahn gesehen. Und es gab schlussendlich auch wirklich nette Leute da.<br />
- Die Eintritte in die Nationalparks sind horrend teuer, zumindest für einen Langzeitradler. Darum waren wir nie in einem. Und Puerto Limón war wahrscheinlich die Stadt mit den unfreundlichsten Leuten überhaupt.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Costa Rica ist teuer.</em></span> Wahr. Extrem teuer. Vor allem für Langzeitreisende. Darum für uns unter dem Namen Cuesta Rica abgestempelt.</p>
<div id="attachment_2970" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5790_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2970" title="IMG_5790_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5790_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Brüllendes Braun. Brüllaffe gleich über uns.</p></div>
<div id="attachment_2921" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5764_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2921" title="IMG_5764_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_5764_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Machetiertes Grün. Frische Pipa für uns. Gratis.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Nicaragua</strong><br />
+ Auf der Vulkaninsel Ometepe gibt es viel zu sehen. Ebenfalls sehenswert die Kolonialstädte Granada und León sowie der <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/08/03/granada-somoto-es-ist-ein-fluss-entsprungen/" target="_blank">Cañon de Somoto</a>. Dort unbedingt einen Trip durch den Cañon machen. Viel Spass und ein beeindruckender Anblick des Cañons stehen auf dem Plan.<br />
- Die Männer. Die Nicos sind wohl die schlimmsten Latinos überhaupt. Gepfeiffe, Knutschlaute, &#8220;Hey Baby&#8221;- und weit aus anzüglichere Rufe. Die ganze Zeit. Das war wirklich extrem nervig.</p>
<p>* <em><span style="color:#808080;">Nicaragua ist günstig.</span></em> Jein. Die Touristenstädte Granada oder León sind günstig, da herrscht ein grosses Angebot und viel Konkurrenz. Aber z.B. die Unterkünfte auf dem Lande waren teuer und nicht gerade die besten. Das hat mich eher erstaunt. Nicaragua ist ein armes Land, aber waren z.B. Bolivien und Peru massiv viel günstiger.</p>
<div id="attachment_2926" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6141_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2926" title="IMG_6141_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6141_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Erfrischendes Graugrün. Mit Guía und Box durch den Cañon de Somoto.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>El Salavador</strong><br />
+ Die Pazifikseite mit ihren <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/08/07/somoto-antigua-drei-grenzubertitte-und-viel-gluck/" target="_blank">Steilküsten </a>ist toll, stundenlang kann man den grossen Wellen zuschauen. Aber auch die dunkeln Sandstrände sind cool. In El Salvador entdeckten wir die Motels. Günstige, saubere und oft ziemlich luxuriöse Unterkünfte. Mit Sofa und oft einem inbegriffenen Getränk.<br />
- Die Salvadoreños sind etwas besser als die Nicos, aber auch hier wurde überdurchschnittlich viel gepfiffen und geschmatzlautet.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>El Salvador ist extrem gefährlich. Drogenkriminalität oder Gangs (wie die Maras) machen die Gegend unsicher. </em></span>Man kann das glauben, denn jede Tankstelle oder jeder noch so kleine Laden werden von mindestens einem Secutity mit Sturmwaffe bewacht. Wir lernten hier extrem nette Leute kennen und hatten nie irgendwelche Probleme. Aber wir haben auch einen weiten Bogen um San Salvador gemacht.</p>
<div id="attachment_2925" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6303_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2925" title="IMG_6303_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6303_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Feuchtes Schwarz. Der Strand von El Majahual. Ein Surferparadies, taugt aber auch für Fussball.</p></div>
<div><span style="color:#ffffff;">*</span></div>
<div></div>
<div><strong>Honduras<br />
</strong>Wir haben genau 1,5 Tage in <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/08/07/somoto-antigua-drei-grenzubertitte-und-viel-gluck/" target="_blank">Honduras </a>verbracht. Also gibt es sozusagen nichs zu dem Land zu sagen. Nun, die Bomberos in Choluteca waren nett und liessen uns dort übernachten.</div>
<div id="attachment_2973" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6227_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2973" title="IMG_6227_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6227_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gewaschenes Bunt. Waschtag in Honduras.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Guatemala</strong><br />
+ Zu Beginn heiss, in den Bergen frisch. Ein schönes Land, zurückhaltende Leute. Antigua hat mir sehr gefallen, ebenso war eine Halbumrundung des Lago de Atitlán sehenswert. Natürlich darf ein Besuch der gigantischen Mayastätte Tikal nicht fehlen, sowie ein Bad in den natürlichen Pools von Semuc Champey.<br />
- In Guatemala hat es sehr aggressive Hunde. Das erste Mal auf der ganzen Reise hat wirklich eine Töle zugebissen.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Guatemala, vor allem der Norden des Landes ist gefährlich. Die organisierte Drogenkriminalität sowie eine allgemeine Unstabilität des Landes führen zur Unsicherheit der Gegend.</em></span> Das Patrouillenaufgebot auf den Strassen war hoch, auf Nebenstrassen wurden wir manchmal von Einheimischen gewarnt. Diese waren aber auch immer sehr hilfreich und wir hatten nie irgendwelche Probleme.</p>
<div id="attachment_2974" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7149_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2974" title="IMG_7149_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7149_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Überwachsenes Grau. Teilweise ausgegrabene Pyramide in Tikal.</p></div>
<div id="attachment_2924" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6962_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2924" title="IMG_6962_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_6962_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kaltes Türkis in üppigem Grün. Die Pools von Semuc Champey.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Belize<br />
</strong>+ Über <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/09/11/flores-chetumal-flach-heiss-belize/" target="_blank">Belize </a>kann ich nicht allzu viel  sagen. Wir verbrachten gerade mal drei Tage in dem teuren Ländchen. Interessant ist Belize, weil oft Englisch, oder aber eher unverständliches Kreolisch, gesprochen wird und die Bevölkerung zum grossen Teil schwarz ist. Der Aufenthalt in der Crooked Tree Lodge war lohnenswert. Es gab ein superleckes Off-Season Spezialabendessen für hungrige Ciclistas.<br />
- Die Sonne war in Mittelamerika überall sehr stark. Aber in Belize musste ich mich wieder zum Tragen von langärmligen Shirts durchringen.</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>Belize ist flach und eher langweilig.</em></span> Das kommt sicher auf die Route an, aber bei uns war es so. Die vorgelagerten Inseln sollen aber echte Paradiese sein.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Belize ist gefährlich.</em></span> Man sollte auch in Belize die gewohnte Aufmerksamkeit walten lassen. Schlussendlich auch nur ein lateinamerikanisches Land, wo Gringas eine gewisse Aufmerksamkeit erregen.</p>
<div id="attachment_2927" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7320_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2927" title="IMG_7320_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7320_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Verschlungenes  Braun-Weiss. Häuserfassade in Crooked Tree Village.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<h3>Nordamerika</h3>
<p>Mexiko gehört ja rein geopolitisch zu Nordamerika. Rein kulturell sicher nicht. Mexikaner sind ganz eindeutig Latinos. Das grosse Mexiko war landschaftlich sehr abwechslungsreich, vom heissen Yucatan, über das wüstenartige, zentrale Hochland und die steilen Berge in Durango bis zur schönen Baja California. Was der Rest des nördlichen Kontinenten zu bieten hat, werde ich bald erleben. Ich bin gespannt.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p><strong>Mexiko<br />
</strong>+ Mexiko war landschaftlich sehr vielfältig. Und hatte enorm viel zu bieten. Highlights waren sicher: <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/09/29/chetumal-palenque-grosse-mayarunde-auf-yucatan/" target="_blank">Baden im karibischen Meer auf Yucatán, geheimnissvolle Cenotes und unzählige interesssante Mayastätten</a>. Auch im zentralen Hochland gab es einige schöne Täler und Berge und die <a href="http://colorfish.wordpress.com/2011/12/29/mazatlan-santa-rosalia-und-taglich-grusst-das-blasetier/" target="_blank">Baja California</a> gehört <a href="http://colorfish.wordpress.com/2012/01/14/santa-rosalia-san-felipe-coco-gringos-und-die-wuste/" target="_blank">sicher auch</a> zu den <a href="http://colorfish.wordpress.com/2012/01/14/santa-rosalia-san-felipe-coco-gringos-und-die-wuste/" target="_blank">Musts</a>. Zudem sind die Mexikaner extrem gastfreundliche und nette Menschen.<br />
- Mexikaner trinken gerne. Vor allem an Wochenenden. Da landet schon mal ein Betrunkener auf dem eigenen Tisch und die Anmachen werden etwas unangenehm. Der eine oder andere Grüsel entblösst sich auch schon mal. Der Verkehr auf der Baja California ist furchtbar. Vor allem die Truckfahrer erweisen den Ciclists null Respekt. Ich wurde mehrmals fast von der Strasse gefegt, einmal sogar angerammt. Also, Vorsicht auf den Strassen der Baja!</p>
<p>* <span style="color:#808080;"><em>In Mexiko herrscht Drogenkrieg. Mexiko ist das gefährlichste Reiseland Lateinamerikas.</em></span> Nein, auf keinen Fall. Hört man von einem Land immer nur die negativen Schlagzeilen, kann man sich kein Bild davon machen. Es sei denn, man besucht es. Klar, einige Regionen sind sicher zu meiden, aber daran kann man sich halten.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Der Machismo in Mexiko ist der schlimmste in ganz Lateinamerika.</em></span> Nein. An die nicaraguensichen Machos kommt kein anderer Latino ran. Das Gepfeiffe und die Anmachen halten sich in Mexiko in normalen Grenzen.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Mexikaner sind die schlimmsten Autofahrer.</em></span>  Die Mexikaner sind überhaupt nicht so schlimm. Eigentlich waren sie auf den Strassen immer sehr respektvoll, allen voran die Truckfahrer. Dies gilt nicht für die Baja. Auch in Städten werden Handzeichen nicht einfach ingnoriert, sondern wahrgenommen. Und als Fussgänger ist man sowieso der König. Alle Autos halten, wenn man einfach so in die Strasse läuft.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Trinken ist in Mexiko Volkssport. An Wochenenden sollte man die Strassen mit dem Fahrrad meiden.</em></span> Kann ich nicht bestätigen. Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle. Ausser ein paar Grüseln am Strassenrand vielleicht. Wir sind aber oft auf Cuotas gefahren. Dort wagen sich die Betrunkenen vielleicht nicht drauf.<br />
* <span style="color:#808080;"><em>Gewöhne dich an deinen neuen Namen &#8220;Gringo&#8221;.</em></span> Ich glaube, ein kleiner Knirps hatte mich mal so genannt. Sonst habe ich den Namen nie gehört.  Oder vielleicht bin ich von Peru her auch schon abgehärtet. Da wird einem alle paar Meter &#8220;Gringo&#8221; nachgerufen.</p>
<div id="attachment_2975" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7842_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2975" title="IMG_7842_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7842_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Historisches Grau. Templo de Kukulcán in Chichén Itzá.</p></div>
<div id="attachment_2937" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7691_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2937" title="IMG_7691_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_7691_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kristallklares Blau. Der Grand Cenote in Yucatan.</p></div>
<div id="attachment_2939" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1333_b1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2939" title="IMG_1333_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1333_b1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Stacheliges Grün. Kakteencamp auf der Baja California.</p></div>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p>Nun, das war es also. Abschliessend kann ich nur sagen, dass sich Reisen in lateinamerikanische Länder absolut lohnen. Wenn man die nötige Vernunft und Vorsicht walten lässt und nicht gerade mit umgehängter Kamera durch eine Grossstadt läuft (machen doch ziemlich viele Gringos), dann wird man auch nicht überall gleich ausgeraubt. Auf der Strasse hatten wir nie irgendwelche Probleme, mag Glück gewesen sein oder nicht. Man hörte da von anderen Ciclistas auch anderes. Aber ich kann Lateinamerika wärmstens weiterempfehlen, vor allem per Bicicleta.</p>
<p>Und wie man sieht, herrscht rein farblich Grün eindeutig vor, wohl gefolgt von den Naturtönen Grau, Braun oder Beige. Wen wundert&#8217;s wenn man sich die meiste Zeit draussen in der Natur bewegt und von dieseer in den Bann gezogen wird&#8230;</p>
<p><span style="color:#ffffff;">*</span></p>
<p>Zum Schluss darf natürlich der Ausblick auf das Kommende nicht fehlen. Amerika. Strukturprobleme, schlechte Politik und ein arrogantes und oberflächliches Volk. Nun, nur schon die Amerikaner, die wir bis jetzt kennengelernt haben, zeigen etwas anderes. Dass die Leute offen und hilfsbereit sind. Und sehr nett. Das Volk entspricht vielleicht nicht dem grossen Bild der Politiker. Ich bin gespannt, was da jenseits des Tortillavorhanges auf uns zukommen wird. Der Grenzübertritt in die Staaten wird emotional sicher weitaus bewegender sein als alles vorher Dagewesene. Und was man so hört, auch der komplizierteste. Denn in Lateinamerika hatten wir an keiner Grenze irgendwelche Probleme und es ging auch immer realtiv schnell und unkompliziert. Jetzt wird alles anders&#8230; kompliziert und teuer. A ver. Vielleicht lassen sich auch hier sämtliche Vorurteile widerlegen. Und vielleicht verschwindet auch Lateinamerika nicht ganz so schnell. Wenn man den Aussagen glaubt, dass in L.A. täglich mehr Tortillas hergestellt werden als in ganz Mexiko. Nun aber heisst es definitv:<br />
<strong>Adios Latinoamérica, adios queridos Amigos, que les vaya bien! </strong></p>
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		<title>San Felipe &#8211; Tijuana, ein letztes bisschen Lateinamerika</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 02:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Ensenada]]></category>
		<category><![CDATA[Tijuana]]></category>

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		<description><![CDATA[16.01. &#8211; 29.01.2012. 382 km. Nach San Felipe gilt es nochmals ein paar Berge zu überqueren, bis wir schliesslich wieder am Pazifik, in Ensenada, landen. Dort verbringen wir ein paar Tage in der Casa del Ciclista, bevor wir die letzten Kilometer nach Tijuana in Angriff nehmen. Und dort endet nun wohl der Abschnitt Lateinamerika.  Route: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2873&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>16.01. &#8211; 29.01.2012. 382 km. Nach San Felipe gilt es nochmals ein paar Berge zu überqueren, bis wir schliesslich wieder am Pazifik, in Ensenada, landen. Dort verbringen wir ein paar Tage in der Casa del Ciclista, bevor wir die letzten Kilometer nach Tijuana in Angriff nehmen. Und dort endet nun wohl der Abschnitt Lateinamerika. <span id="more-2873"></span></p>
<p><strong>Route</strong>: San Felipe &#8211; El Chinero &#8211; San Matías &#8211; Valle de la Trinidad* &#8211; Ojos Negros &#8211; Ensenada* &#8211; Rosarito &#8211; Tijuana*</p>
<p><strong>16.01.2012.</strong> Heute heisst es also wieder ernst. Nach 4 gemütlichen Tagen mit kulinarischem Müssiggang. Als wir um 6 Uhr aufstehen, geistet Mark über uns auch schon umher. Ich gehe mal in die Küche, werde gleich von drei Hunden freudig angefallen, und mache Kaffee. So eine Kaffeemaschine ist schon Gold wert. Der Kaffee ist gerade durch, als Mark reinschaut. Er will uns Frühstück machen. Migas. Eier mit Tortillastücken. Hört sich viel besser an als Granola. So setzten wir uns etwas später an seien Openair-Theke zu Migas, Kaffee und Orangensaft. Gutes Frühstück. Und jetzt wieder ins Bett? Nein, gegen 8.30 Uhr sind wir startklar. Mark begleitet uns noch eine Weile per Bike. Ich verabschiede mich von den drei Hunden. Chloe werde ich vermissen. Dann fahren wir zu dritt los. Heute ist der Himmel strahlend blau, nach zwei grauen Tage inklusive Regen. Auf der Mex 5 geht&#8217;s raus aus San Felipe, dann flach und geradeaus weiter. Hier hat die Strasse nun einen breiten Seitentreifen. Es hat wenig Wind, und der kommt von hinten. Nach guten 20 km verabschiedet sich Mark. Meetings rufen. Wir düsen weiter, kommen gut voran. Obwohl der Wind nun mal von links, mal von rechts und dann wieder von vorn kommt. Ich überfahre meinen Kilometer 20&#8217;000.</p>
<div id="attachment_2898" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1718_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2898" title="IMG_1718_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1718_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">20&#039;000 km, eigentlich gar nicht so viel...</p></div>
<p>Nach gut 50 km erreichen wir gegen 11.30 Uhr den Militärposten bie El Chinero. Der eine Militär will in meine Hintertasche schauen. Gut. Ich moniere ab, er fingert ein wenig in der Tasche rum, ich moniere wieder auf. Netterweise füllt mir der Militär auch noch den 4-Liter-Ortliebsack mit Wasser. Gemäss dem gleichen Militär sind es 20 km bis San Matías. Ich glaube wohl eher nicht&#8230; Wir biegen nun nach links auf die Mex 3 in Richtung Ensenada ab. Wir haben leichten Rückenwind, doch bald kehrt der Wind zu starkem Gegenwind. Schon saufies, Zack berichtete hier von Gegenwind für ihn. Tja, wen überrascht&#8217;s? Wind. Macht was er will. Die Strasse steigt leicht an und mit dem Gegenwind kommen wir nicht mehr so schnell voran. Windgeschützt machen wir Mittagspause. Mit edlem Futter. Tortillas mit Resten des gestern gekochten Linsencurrys und zum Desert gibt&#8217;s einen Brownie. Und Marks Brownies sind einfach fantastisch! Nicht übel. Dann geht der Kampf gegen den Wind weiter. Immer noch leicht aufwärts. Und plötzlich höre ich ein &#8220;Hello Ladies&#8221; neben mir. Mark, wer sonst. Es scheint ihm wirklich langweilig zu sein. Er bringt uns Wasser. Nett. Und er fährt mal weiter, um die Lage zu erkunden, kommt wieder zurück. Wir füllen Wasser auf, dann fährt Mark nochmals vor. Er will uns das restliche Wasser deponieren. Als er wiederkommt, hat er uns einen perfekten Campplatz gefunden. In einer Grube. Dort wartet auch das Wasser. Super. Wir verabschieden uns nochmals und nun lässt er seine Vöglein fliegen. Vielen Dank für alles, Mark! So übel sind die Texaner nicht. Einige zumindest. Wir fahren zur beschrieben Grube. Ein guter Platz. Wir entfernen Stacheln und einen Scheisshaufen. Gruben dienen halt immer als Klos. Aber es ist nicht schlimm hier. Dann stellen wir das Zelt auf.</p>
<div id="attachment_2879" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1721_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2879" title="IMG_1721_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1721_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Häschen in der Grube</p></div>
<p>Und obwohl wir ein einer Grube hocken, rüttelt der Wind gnadenlos am Zelt. Und zwar noch lange nach Dunkelheistseinbruch. Sausiech. Kalter Sausiech.</p>
<p><strong>17.01.2012</strong>. Die Nacht in der Grube ist kalt. Ich friere leicht, trotz Kleidervollmontur. So ist aufstehen um 5 Uhr wie immer etwas andauernd und wir erst gegen 7.20 Uhr auf der Strasse. Nun wärmt die Sonne leicht und siehe da, der Wind kommt leicht von hinten. Es geht noch eine Weile rauf, dann folgt eine längere, sanfte Abfahrt. Danach geht es wieder leicht rauf. Wir passieren einen Ejido mit 2 Bretterbuden. Bei der zweiten hat es ein Schild &#8220;A Y Soda fria&#8221;. Ob es auch heissen Kaffee gibt? Ich frage den anwesenden Señor. Er überlegt kurz, dann meint er&#8221; ja&#8221;. So sind doch die Mexikaner. Immer flexibel. Bald stehen zwei dampfende Tassen bereit. Frisch auf dem Holofen gebraut. Ein guter Kaffee. Danach beginnt eine lange Steigung. Mit Rückenwind kommen wir gut voran. Die Strasse führt vorbei an Steinbergen, Kakteen und Büschen in den verschiedensten Grüntönen. Und es hat fast keinen Verkehr. Stehe ich still, höre ich nur Bienengesumme und Vogelzwitschern. Nicht mal der Wind ist hörbar. Richtig entspannend. Am höchsten Punkt befindet sich das Dorf San Matías. Wir fragen, ob es im nächsten Dorf Valle de la Trinidad auch eine Tienda gibt. Gibt es und das Dorf folge in 20 km. Das stimmt für einmal auch mit der Karte überein. Wir fahren nun in ein Hochtal, es geht flach und teilweise leicht runter weiter. Wir sausen durch die Gegend. Die wird immer grüner. Felder, Wiesen, Gras, Bäume. Eine total schräge Ansicht. Das ist so überhaupt nicht mehr Baja California. Sieht eher aus wie die Schweiz.</p>
<div id="attachment_2899" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1726_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2899" title="IMG_1726_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1726_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es wird grüner und grüner</p></div>
<p>Wie immer dreht der Wind gegen Mittag die Richtung. Scheint hier das Windmuster zu sein. Am Vormittag leichter Wind aus Osten, am Nachmittag stärkerer Wind aus Westen. Gegen 13 Uhr erreichen wir Valle de la Trinidad. Zeit für Eier. Aber das Restaurant ist zu. Es folgt das Minihotel &#8220;Bellavista&#8221;. Ich frage mal nach dem Preis. Wenn die Nacht wieder so kalt wird, eine Option. Zudem kommen wir nach der Mittagspause nicht mehr allzu weit. Das Zimmer kostet 250 Pesos, wir bleiben. Wir haben ja in der letzten Zeit wenig Geld ausgegeben. Dafür streichen wir Eier und geniessen  Sonne und unsere Tortillas. Dann bleibt Zeit für eine kleine Siesta. Cool. Später wollen wir unter die heisse Dusche. Doch da kommt nur laukaltes Wasser. Der Señor checkt den Boiler, der funktioniert. Dann will er mal sehen und verschwindet. Ohne wieder aufzutauschen. Ich suche ihn, finde ihn in seinem Auto. Ganz schuldig blickt er drein, denn er hat keine Ahnung, was zu tun ist. Immerhin hadle ich einen 50 Pesos Rabatt aus. Später findet der Señor raus, dass ein kürzlich hier gewesener Handwerker die Wasseranschlüsse falsch angeschlossen hat. Nun, wir duschen heute kalt. Und fragen später nach einer weiteren Wolldecke. Der Señor wundert sich langsam über uns, denn er meint, es werde in der Nacht nicht kalt&#8230; Nun, mit Leintuch, drei Wolldecken und einem fetten Bettüberwurf ist mir gerade warm genug.</p>
<p><strong>18.01.2012</strong>. Wenigstens müssen wir im Hotelzimmer nicht so früh aufstehen. Aber auch um 6 Uhr ist es noch saukalt. Draussen noch kälter. Immerhin scheint bei Abfahrt um 7.15 Uhr die Sonne. Ein bisschen Wärme. Der nächste Wärmeschub kommt von der folgenden, längeren Steigung. Es wird bergiger, danach fahren wir in ein nächstes Hochtal runter. Auch hier alles grün. Am Strassenrand nun einige Häuser. Bei einem namenlosen Ejido eine geschlossene Loncheria. Kein Kaffee. Schade. Dann eine Agavenplantage, aber kein Restaurant.</p>
<div id="attachment_2900" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1733_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2900" title="IMG_1733_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1733_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier oben wird produziert</p></div>
<p>Wir machen Pause. Tja, und wie das so ist, 2 km später folgt das Dorf Héroes de la Independencia, mit offenem Restaurant. Wir trinken trotzdem noch eien Kaffee und ich tanke Kochwasser auf. Dann geht&#8217;s rauf und runter weiter druch das Tal. Es folgt nochmals eine bergige Steigung, danach geht&#8217;s durch die gleiche grüne Steinlandschaft lange sanft runter. Eine coole Bajada. Im Talgrund wieder alles grün mit Feldern. Das sieht einfach so surreal aus. Bei Km 37 der Mx 3 folgt der Abzweig nach Ojos Negros, gleich danach ein Militärposten. Die Jungs lassen uns bald durch. Jetzt schon im Blickfeld eine Pemex. Dort dürfen wir auch unser Zelt aufschlagen. Scheint, dass unser Klogrubencamp das letzte Wildcamp auf der Baja war. Nicht gerade ein krönender Abschluss. Und nun geniessen wir also eines unserer letzten Pemex-Camps. Die Zeit in Mexiko naht langsam aber sicher dem Ende&#8230; Tja, das passt wohl auch dem Reissverschluss des Innenzeltes nicht. Er will nicht zugehgen. Nach 15 Minuten rumwürgen und mit Hilfe von ein paar Sicherheistsnadeln ist das Loch dann doch mehr oder weniger zu. Nun, in den Staaten kann ich en neues Innenzelt in Empfang nehmen. Hillebeg ersetzt mir dieses zu einem supergünstigen Preis. Aber bis dahin sind Nerven gefragt.</p>
<p><strong>19.01.2012.</strong> Und es wird wieder saukalt in der Nacht. Ich friere die ganze Nacht durch. Äusserst unangenehm. Ich vergrabe meine Hände so tief , dass ich um 6 Uhr nicht einmal den Wecker der Uhr höre. Na ja, um 6.20 Uhr schäle ich mich auch so in die Kälte. 4 Grad im Zelt. Nicht warm. Im Bidon am Rad draussen dickes Eis. Aber der Vorteil von etwas späterem Aufstehen ist, dass die Sonne bald etwas zu wÄrmen beginnt. Dazu gibt&#8217;s im Tankstellenshop einen heissen Kaffee und eine frische Tortilla. Dann beginnt der Radlertag mit einer kurzen Steigung,. Danach geht&#8217;s nochmals lange runter, bevor eine lange Steigung folgt. Die Landschaft altbekannt, es könnte sich hier auch um einen Schweizer Pass handeln. Nun, schaut man genauer hin, sieht man natürlich andere Pflanzen. Oder hat jemand schon mal einen Kakatus auf dem Julier gesehen? Dann beginnt die lange Abfahrt in Richtung Ensenada. Und schon von weit oben sieht man den Smog der Grossstadt.</p>
<div id="attachment_2901" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1746.jpg"><img class="size-medium wp-image-2901" title="IMG_1746" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1746.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Netter Ausblick</p></div>
<p>Und da wollen wir wirklich runter? Scheint so. Der Verkehr nimmt rapide zu, dann befinden wir uns auch schon im Grossstadtgetümmel. Wir sind zurück in der Zivilisation. Oxxo, Mc Donalds, Subway und Shopping Malls en masse. Auf der Hauptachse der Stadt müssen wir nun noch 10 km nach Süden fahren. Die Casa del Ciclist von Geradro liegt weit ausserhalb. Gerardo wohnt nicht hier, aber die Señora Delia empfängt uns freundlich und zeigt uns das Haus. Ein herzlicher Empfang. Die Casa del Cilcista in Ensenada ist dem brasilianischen Ciclista <a href="http://www.valdonabike.com/" target="_blank">Valdo </a>gewidmet. Der ältere Herr war mit seinem Liegevelo für den Frieden auf Weltumrundung. Leider ist er in Chapala einem Herzinfarkt erlegen. Aber sein Traum war es, einmal eine Casa de Ciclistas in Brasilien zu haben. Gerardo hat diesen Traum nun wahrgemacht, in Ensenada.</p>
<div id="attachment_2902" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1752_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2902" title="IMG_1752_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1752_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Valdos Place</p></div>
<p>Für uns gibt es nun erstmal Mittagessen, Mikrowelleneier und Tortillas, dann wage ich mich unter die kalte Dusche. Brrr. Sonst ist die Casa ideal gelegen, Internet und grosser Supermercado gleich um die Ecke. Wie auch diverse Tacostände. Bei einem gibt&#8217;s abends als Grossstadteinstand 4 Tacos. Gut!</p>
<p><strong>20. &#8211; 21.01.2012</strong>. Rein jahreszeitentechnisch haben wir keine Eile in die Staaten zu kommen. Da oben herrscht tiefster Winter. Daher bleiben wir auch in Ensenada 2 Tage. In dem Aussenquartier hat es auch eine Estetica nach der anderen. Wir leisten uns beide einen letzen billigen Haarschnitt. 50 Pesos je.  Zudem müssen wir uns langsam um eine Bleibe in San Diego kümmern, denn die Staaten nähern sich langsam definitv. Das Wetter macht die Weiterreise auch nicht dringend, denn es regnet doch tatsächlich den ganzen Samstag.</p>
<p><strong>22.01.2012.</strong> Der Wetterbericht hat anscheinend auch für heute Sonntag Regen gemeldet. Doch um 6 Uhr ist der Himmel klar. Gegen 7.40 Uhr verabschieden wir uns von Señora Delia. Diese meint, dass die Strecke nach Rosarito flach sei. Zudem merkt sie an, dass wir mit den Rädern nicht auf die Cuota dürfen. Mal sehen. Wir fahren wieder in Richtung Stadtzentrum, dann geht&#8217;s auf dem Boulevard entlang des Meeres Raus aus der Stadt. Sonntag Morgen, fast kein Verkehr. Tiptop. Heute wollen wir den letzten Oxxo nicht verpassen. Da ist einer, 500 Meter weiter vorne sehe ich noch einen. Dort holen wir uns einen wie immer total übersüssten Pausencappuchino. Solchen Luxus müssen wir uns noch leisten, solange wir können. Langsam zieht eine Wolkendecke über den Himmel. Es wird kühl. Wir fahren weiter, dies war tatsächlich der letzte Oxxo. Sehr gut. Es folgt die Abzweigung Tijuana Cuota oder Libre. Wir wollen es mit der Cuota versuchen. Obwohl nicht nur Señora Delia meinte, dass sie uns da nicht rauflassen, sondern auch andere Ciclistas. Sogar im Footprint steht es. Wir fahren in die Caseta, gleich kommt einer angerannt. Wir dürften hier nicht durch. Wir insistieren, meinen, bis anhin wäre das immer möglich gewesen, sogar die Polizei hätte uns die Cuota aus Sicherheitsgründen empfohlen. Nein, hier nicht. Ein zweiter Security bestätigt dies. Reglen der Caseta. Wir müssen zurück auf die Libre. Und da geht&#8217;s gleich mal den Berg hoch. Das dämpft meine Motivation etwas, hatte ich mir doch einen Tag auf flacher Strasse ausgemalt. Lange geht&#8217;s hoch, dann ziemlich bergig weiter. Die Wolkendecke wird auch immer dichter. Es wird doch wohl nicht regnen? Wir passieren einen Militärposten, sie lassen uns einfach durch. Nun geht&#8217;s runter nach La Misión. Ein warmes Mittagessen wäre in dieser Kälte schon schön. Für 40 Pesos gibt&#8217;s Eier, dazu einen warmen Tee. Und die selbstgemachten Maistortillas sind echt hammermässig gut. Die Señora bringt auch ständig frischen und heissen Nachschub. Auch Bohnen gibt&#8217;s noch mehr. &#8220;Paolas&#8221; ist echt zu empfehlen. Danach geht&#8217;s wieder hoch, wir kreuzen die Cuota und die Strasse führt runter an die Küste. Der Gegenwind wird stärker. War zu erwarten. Aber er ist nicht allzu stark. Auch hier geht es hügleig weiter, vorbei an Luxusstrandvillen und ganzen Wohnanlagen. Viele Häuser stehen leer oder zum Verkauf.</p>
<div id="attachment_2903" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1753_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2903" title="IMG_1753_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1753_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Küstenstrasse nach Rosarito</p></div>
<p>Wir passieren Primo Tapia, Cantamar und Puerto Nuevo. Es fehlen noch 12 km bis Rosarito, als gegen 15.30 Uhr rechts das Hotel Economico El Bosque auftaucht. Wir erkundigen uns mal nach dem Preis. 250 Pesos für ein Doppelbett. Und eine Dusche mit Agua caliante caliente. Wir schaffen es morgen sowieso nach Tijuana, bleiben wir doch hier. Auch die Hotels müssen wir uns noch solange leisten wie wir können. Damit ist bald Schluss. Ja, irgendwie kommen die Staaten mental wirklich näher. Wir wollen hier diverses noch ein letztes Mal tun. Mit der Cuota hat&#8217;s nicht geklappt, aber die heisse Dusche ist heute phänomenal.</p>
<p><strong>23.01.2012.</strong> Gegen 7.20 Uhr sind wir wieder auf der Strasse. Der Himmel ist bewölkt, die Wolken lichten sich aber langsam. Wir fahren weiter  vorbei an Luxusvillen und Riesencondos. Vieles steht auch hier zum Verkauf. Nach ca. 12 km folgt Rosarito. Wir fahren durch die ganze Stadt hindurch, der Himmel vor uns wird nun immer grauer. Eine triste Ansicht. Es geht auf die Libre nach Tijuana, es folgen noch ein paar Oxxos. Nun tröpfelt es leicht. Ja, und schon heisst es: Bienvenidos a Tijuana. Der Willkommensgruss: ein heftiger Regenschauer. Vielen Dank .</p>
<div id="attachment_2904" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1758_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2904" title="IMG_1758_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1758_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein nasses Willkommen</p></div>
<div id="attachment_2905" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1760_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2905" title="IMG_1760_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1760_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Zum Schluss doch auch mal ein Bild dieser Institution: Oxxo</p></div>
<p>Schnell fahren wir auf der anderen Strassenseite zum letzten Oxxo zurück. Es ist sowieso Pausenzeit. Der Regen hört auf, doch gerade als wir wieder loswollen, tröpfelt es wieder. Ok, was soll&#8217;s. So geht es weiter, mal ein paar Tropfen, dann ist es wieder trocken. Die Strasse steigt bald an und nun hat es ziemlich viel Verkehr auf unseren zwei Spuren. Und keinen Seitenstreifen. Wir erklimmen einen Hügel, dann beginnt die Abfahrt ins berühmt berüchtigte Tijuana.</p>
<div id="attachment_2906" class="wp-caption alignnone" style="width: 287px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1757_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2906" title="IMG_1757_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1757_b.jpg?w=277&#038;h=300" alt="" width="277" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sicht des Mexikaners vom Mexikaner</p></div>
<p>Wir fahren in die Stadt, Richtung Centro. Eine ganz normale Stadt. Ein Polizist auf einem Motorrad überholt uns, hupt und gibt ein Daumen-rauf-Zeichen. Alles klar. Und noch keine Schiesserei. In der Avenida Revolución beginnen wir mit der Hotelsuche. Diese treibt uns weiter, wir stellen die Bikes vor Mario&#8217;s Estetica ab. Monika schaut sich die umliegenden Hotels an. Ich bin bald von Mario und seiner ganzen neugierigen Crew umzingelt. Wir kommen ins Gespräch. Mario ist sehr begeistert von unserem Tun und bietet mir an, reinzukommen, auf einen Kaffee. Danke. Mas tarde. Wir quartieren uns nebenan im Hotel El Prado ein, bringen das Gepäck und die Bikes ins Zimmer. Dann gehen wir auf einen Kaffeee zu Mario&#8217;s. Alle sind extrem nett. Wir trinken Kaffee, dann bestellt uns Mario Mittagessen. Pollo en Mole. Zu guter letzt also doch noch eine mexikanische Spezialität. Mole. Eine Salsa aus Schockolade und verschiedenen Chillies, aber nicht picante. Sehr lecker. Bezahlen dürfen wir das Ganze nicht, Mario lädt uns ein. Wow!  Mittlerweile begutachtet Sandra Monikas Haare. Obwohl gerade in Ensenada geschnitten, sind diese immer noch malträtiert. Die Coiffoise in Ensenada hatte einfach genau so geschnitten, wie Monika es gewünscht hatte, nada mas. Nun geht Sandra ran. Monis Haare fliegen in Massen. Schlussendlich sind sie um einiges kürzer und kerngesund. Meine werden auch noch nachgestutzt. Für die Haarschnitte gibt&#8217;s einen Spezialpreis. Echt supernett. Und was für ein Empfang in Tijuana und ein gebührender Beginn des Abschiedes von Lateinamerika.</p>
<p><strong>24.01. &#8211; 29.01.2012.</strong> Tijuana. Eine ganz normale, mexikanische Stadt. Nicht gefährlich , oder nicht gefährlicher als jede andere auch. Die meisten Leute machen sich ja nicht gerade das beste Bild von Tijuana. Klar, die Drogen, die die Amerikaner in Massen konsumieren, finden ihren Weg immer noch hier über die Grenze, unter anderem. Aber wenn&#8217;s mal knallt, dann unter den Drogengangs. Viel Geld im Spiel. Und wenn ein ehemals bestechlicher Polizeichef auf einmal nicht mehr bestechlich ist, dann rollt schon mal ein Kopf. Gemäss Berichten von Mario. Sonst herrscht in Tijuana eher Flaute. Günstige Zahnärzte soll es hier noch geben, dazu kommen die Amies rüber. Früher einmal hatte Tijuana eine florierende Wirtschaft, ein Grossteil einer Freihandelszone mit den USA zu verdanken. Doch nach 9/11 bekamen die Amies die totale Panik, ihre eigene Wirtschaft ging den Bach rutner. Und man kann ja nicht einfach so dem Nachbarn zuschauen, dem es nach wie vor bestens geht. Also schoben die Amies dem Ferihandel einen Riegel vor. Auch z.B. Laster mit Gemüse etc. dürfen nur noch 25 km über die Grenze fahren, dort muss auf amerikansiche Laster umgeladen werden. Zudem lassen die Amerikaner die Mexikaner nicht mehr in den internationalen Gewässern nach Thun fischen. Für Amerikaner galt und gilt das Verbot nicht. Für Mexikaner weiterhin. Interessant. So bekommt das Bild der Amies gerade wieder einen Knacks. Und die Stadt Tijuana leidet weiter vor sich hin, der Drogenkrieg zwingt sie zusätzlich weiter in die Knie. Aber wie gesagt, von dem sieht man nichts. Man hört es höchstens in den internationalen Medien. Und macht sich ein falsches Bild davon. Schade.</p>
<div id="attachment_2949" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1772_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2949" title="IMG_1772_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1772_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wahrzeichen der Avenida Revolución</p></div>
<p>Wir haben hier noch einiges zu tun. Natürlich uns von Lateinamerika zu verabschieden. Aber wie ich gerade festegestellt habe, bleiben überhaupt icht mehr so viele Pesos übrig. Dann wollen wir uns hier wieder einmal etwas anschauen. Im Centro Cultural gibt es ein interessante Ausstellung über die Baja. Dann, klar, Blog und Mails schreiben, letzte Souvenirs kaufen und ein letztes Paket aus Mexiko verschicken. Und sicher noch einmal einen Kaffee mit Mario und Crew trinken. Tja. Der Abschied naht&#8230;</p>
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		<title>Santa Rosalía &#8211; San Felipe; Coco, Gringos und die Wüste</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 23:59:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Coco's Corner]]></category>
		<category><![CDATA[Guerrero Negro]]></category>
		<category><![CDATA[San Felipe]]></category>
		<category><![CDATA[San Ignacio]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra de San Francisco]]></category>
		<category><![CDATA[Whalewatching]]></category>

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		<description><![CDATA[30.12.2011 &#8211; 15.2012. 647 km. Der erste Stopp nach Santa Rosalia ist San Ignacio. Fuer Hoehlenmalereien und den Jahreswechsel. In Guerrero Negro sehen wir viele Grauwale. Echt cool! Ueber eine Schotterstrasse geht&#8217;s zu Coco&#8217;s Corner und Unikum Coco. Dann folgen die Gringos. Motorradfahrer teilen ihr Hotelzimmer mit uns und wir treffen Mark, unseren Helden von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2808&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>30.12.2011 &#8211; 15.2012. 647 km. Der erste Stopp nach Santa Rosalia ist San Ignacio. Fuer Hoehlenmalereien und den Jahreswechsel. In Guerrero Negro sehen wir viele Grauwale. Echt cool! Ueber eine Schotterstrasse geht&#8217;s zu Coco&#8217;s Corner und Unikum Coco. Dann folgen die Gringos. Motorradfahrer teilen ihr Hotelzimmer mit uns und wir treffen Mark, unseren Helden von San Felipe. Ein menschlich hoechst interessanter Abschnitt.<span id="more-2808"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Santa Rosalía &#8211; San Ignacio* &#8211; Guerrero Negro* &#8211; Punta Prieta &#8211; Chapala &#8211; Coco&#8217;s Corner* &#8211; San Luís Gonzaga* &#8211; Puertecitos &#8211; San Felipe*</p>
<p><strong>30.12.2011.</strong> Nach Santa Rosalía geht es ein paar Kilometer flach weiter, dann folgt eine leichte Steigung. Die Landschaft wird kahler, markante Felsen heben sich nun empor. Wir fahren wieder ins Landesinnere, von Santa Rosalía am Mar de Cortéz geht&#8217;s wieder an die Pazifikküste, nach Guerrero Negro. Das Schöne am Landesinneren, es hat fast keinen Wind. Auch heute. Zudem wird es nun deutlich wärmer. Es folgt eine ziemlich steile, 2 Kilometer lange Steigung auf ca. 400 m.ü.M.</p>
<div id="attachment_2826" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0830_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2826" title="IMG_0830_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0830_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">El Azufre und Las tres Virgenes</p></div>
<p>Wir erreichen eine Art Plateau, nun hat es wieder Kakteen und Büsche. Rechts ragen die beiden Vulkane El Azufre und Las tres Virgenes aus der Ebene. Am rechten Strassenrand parkt ein Laster. Auch die müssen mal Pause machen. Der Fahrer prüft die Reifen? Oder pinkelt? Nei, die Sau ist am Wichsen. Und als ich vorbeifahre, streckt er mir sein Teil noch entgegen. Die Baja Trucker sind echt etwas zuviel. Na ja. Es folgt eine Steigung. Ein überholender Pick-up schmeisst mich fast von der Strasse. Später folgt ein Tanklaster. Schon im Rückspiegel sehe ich, dass er keinen Millimeter ausweicht. Ich kapituliere frühzeitig und steige in den Strassengraben. Also die Truckfahrer auf der Baja sind die rücksichtslosesten in ganz Mexiko. Da sage noch einer, die Baja sei das perfekte Radlergebiet&#8230; Es geht auf ca. 500 m.ü.M. Dort machen wir Mittagspause. Als wir gerade wieder aufbrechen wollen, kommt uns der <a href="http://buff3ysbicyclingblog.com/" target="_blank">australische Radler Bob</a> entgegen. Er bezeichnet sich selbst als Hardcore Solo Adventure Cyclist, will in 1,5 Jahren von Alaska nach Feuerland. Und wurde gestern von einem Truck umgeschmissen. Ansonsten ein ganz angenehmer Typ. Da er an Silvester in Loreto sein will, fährt er bald weiter. Bei uns folgt nun eine leicht geneigte Abfahrt. Da kommt man voran. Aber langsam setzt der Gegenwind wieder ein. Es folgt nochmal seine Steigung, dann der Abzweig nach San Ignacio. Das Dorf befindet sich in einer richtigen Oase, überall Palmen und ein Fluss. Was für ein Wechsel.</p>
<div id="attachment_2827" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0844_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2827" title="IMG_0844_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0844_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Oase mitten in der Wueste: San Ignacio</p></div>
<p>Auf der Plaza essen wir kurz was, dann suchen wir ein Hotel. Im La Posada können wir das Doppelzimmer von 300 auf 250 Pesos runterhandeln. Das ist ok. Hier wollen wir nun ein Whalewatching machen und uns Höhlenmalereien in der Sierra ansehen. In einer Agentur erfahren wir, dass es im Moment in der Laguna San Ignacio noch fast keine Wale hat. In Guerrero Negro hätte es schon viele. Aber die Höhelnmalereien können wir uns ansehen. Wir buchen uns einen Trip, auf dem Rueckweg sammeln wir Datteln vom Boden auf. Viele der Palmen hier sind Dattelpalmen und ein vorbeifahrender Gringo erklärt uns, welche man essen kann. Cool. Spaeter finden wir sogar unsere heissgeliebten Eier für 30 Pesos. Was will man mehr.</p>
<p><strong>31.12.2011.</strong> Überpünktlich werden wir um 8.15 Uhr abgeholt. Noch kurz die Tramites für den Nationlapark erledigen, dann fährt uns Carlos auf der Mex 1 in Richtung Guerrero Negro. Mit im Bus eine Familie, Verwandte des Hotelmanagers. Nach einer Weile sieht man in der Ferne eine dicke, vom Pazifik herkommende Nebelwand, und bald befinden auch wir uns mittendrin. Die Autoscheiben werden richitg nass. Es folgt der Abzweig nach San Francisco. Eine neue Asphaltstrasse. Bald geht es rauf auf eine Terrasse und wir sind wieder raus aus dem Nebel. Von oben sieht man nun das Nebelmeer. Schon interessant, so mitten in der Wüuste.</p>
<div id="attachment_2828" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0863_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2828" title="IMG_0863_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0863_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein fette Nebelwand hockt da unten</p></div>
<p>Nach 20 km hört er Asphalt urplötzlich auf, es folgt Schotter. Je weiter nach oben wir steigen, desto schlechter und steiniger wird dieser. Die Landschaft hingegen ist spektakulär. Tief ins Land eingefurchte Canyons, viele verschieden Kakteen. 70 Arten sollen es hier oben sein. Und auch Pumas wurden hier oben schon gesichtet. Und dann sehe ich zum ersten Mal einen Cirius. Ein baumartiger Stamm, Miniaeste mit grünen Blaettern und gelbe Blüten. Ein faszinieresndes Gewächs. Sie erinnern mich etwas an die Puya Raimondiis in Peru.</p>
<div id="attachment_2830" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0982_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2830" title="IMG_0982_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0982_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Erster Kontakt mit einem Cirius</p></div>
<p>Auch sonst ist es grüner hier oben. In der Sierra hat die Regenzeit erst gerade aufgehört. Dann sieht man das Dorf San Francisco, doch die Strasse zieht sich nochmals kurvenreich in die Canyons. Mit dem Bike wäre das eine recht toughe Strecke. Und wunderschön. Wir ereichen ca. 1&#8217;100 m.ü.M. und eine Rancho, die auch Hotel und Campingplatz ist. Hier regisitrieren wir uns und holen den Guía für die Höhle ab. Nun, viel mehr als Tueraufschliesser ist er nicht. Die Cueva ist wegen Vandalismus gut eingebunkert. Gut so. Denn die Höhlenmalereien sind wirklich fantastisches Kulturgut. Wir befinden uns hier in der Cueva del Ratón, der Maushoehle. Ein schwarzer Puma in einer der Zeichnungen wurde beim auffinden der Hoehle durch Missionare als Maus angesehen. Eine grosse Maus.</p>
<div id="attachment_2829" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0919_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2829" title="IMG_0919_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0919_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die grosse Maus, ein Mensch und ein Hirsch in der Cueva del Raton</p></div>
<p>Sonst sind Szenen mit Menschen und Hirschen zu sehen. Interessant. Die Zeichnungen sollen 9&#8217;000 Jahre alt sein und es gibt hier oben in der Sierra San francisco noch viele andere Höhlen mit Malereien. Diese Höhlen dienten als Templos und die Zeichnungen sind rituelle Hinterlassenschaften. Nun, der Weg nach San Francisco ist fast zu lang, um sich nur die Cueva del Raton anzusehen. Ein sechsstündiger Maultierritt fürt von hier oben zu einer Höhle in einem Canyon. Für ein anderes Mal. Wir fahren wieder runter. Bei Petroglyphen halten wir. Dei Steine fügen sich nahtlos in die Umgebung, wüsste man nicht um die Einritzungen, wuerde man sie nicht erkennen. Und die Steine sind auch noch nicht geschützt, man laeuft einfach darüber. Etwas komisch. Hier hat es Esel, Sonnen, Schnecken, Kakteen und andere Darstellungen. Auch ganz interessant.</p>
<div id="attachment_2831" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0963_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2831" title="IMG_0963_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0963_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnen-Petroglyphe</p></div>
<p>Dann folgt die weitere, holprige Abfahrt auf die Mex 1 und dort geht&#8217;s zurueck nach San Ignacio. Dieser Ausflug war ein gebührender Abschluss für das Jahr 2011.<br />
Abends trifft ein <a href="http://www.africamericabike.com/" target="_blank">chinesisch-französisches Tandempaar</a> im Hotel ein. die beiden sind unterwegs nach Patagonien. Gleich neben unserem Hotel befindet sich eine Turnhalle, dort soll heute Abende eine Silvesterparty mit Livemusik steigen. Die beiden wollen dahin. Gegen 22.30 Uhr schlendern wir auch mal zum Eingang. 200 Pesos pro Person kostet der Eintritt. Auf dem Tritt machen wir kehrt. Der Typ rennt uns nach. 100 Pesos pro Person. Auch bei dem Preis gehen wir lieber ins Bett und verschlafen den Jahreswechsel. Oder versuchen es zumindest. Die laute Party dauert bis 6.30 Uhr morgens.</p>
<p><strong>01.01.2012.</strong> Und nun schreiben wir das Jahr 2012. Wahnsinn. Schon wieder ein Neues. Um 7 Uhr ist Tagwache und kurz nach 8 Uhr fahren wir auf der Mex 1 ins neue Jahr. Bald folgt ein Militaerposten. Die Jungs durchwuehlen Monikas Rucksack, wohl einfach wieder, um etwas laenger mit uns schwatzen zu koennen.</p>
<div id="attachment_2832" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0994_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2832" title="IMG_0994_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_0994_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Militaerposten voran. Hoffentlich werde ich jetzt nicht verhaftet, weil ich eine Militaeranlage fotografiert habe...</p></div>
<p>Es ist recht warm heute. Die Hügel, die gleich folgen, bringen mich gut ins Schwitzen. Nach der Oase San Ignacio wird die Landschaf twieder spaerlicher. Und heute hat es weniger Nebel. Die gestern gesehene Nebelwand hat sich schon verzogen oder ist nicht vorhanden. Nach 45 km ereichen wir den Abzweig nach San Francisco. Nun wird es flach und die Strasse läuft gerade durch die nun eher öde Ebene. Es hat ziemlich wenig Verkehr heute. Das ist sehr angenehm. Wahrscheinlich liegen die Mexikaner noch im Silvester-Koma. Nach einigen Kilometern mehr machen wir Mittagspause. Und natürlich gerade wieder, als wir aufbrechen wollen, kommen uns zwei halbnackte Radler entgegen. Nun, von Weitem war der Anblick der beiden amerikanischen Jungs attraktiver als von Nahem&#8230; Wir schwatzen eine Weile, die beiden wollen von hier in 9 Monaten nach Feuerland. Ziemlich interessant. Zumal sie die letzten Tage wohl erst um 13 Uhr gestartet sind und im Anhang einen Riesenbeutel leerer Bierdosen haben. Aber es waren ja Feiertage. Da darf das sein. Nach dem Schwatz radeln wir weiter durch die Wüste. Langsam setzt wieder Gegenwind ein, aber wir kommen immer noch gut voran. Gegen 14.30 Uhr erreichen wir ein paar Häuser mit einer Tienda. Fresca gibt&#8217;s keins, dafür ein Sprite. Ist heute nämlich ganz schön warm. Nach dieser Erfrischung ruft die platte, gerade Strasse wieder. Wir passieren Vizcaíno, dann wieder Wüstenland. Gegen 16 Uhr äugen wir langsam nach einer Ausfahrt zu einem Campplatz. Da kommen uns noch zwei Radler entgegen. Ein <a href="http://www.travelnerd.eu/de/adventures.html" target="_blank">deutsches Paar</a>, in ihren vier Wochen Ferien fahren sie von Vegas bis ins den Süden der Baja. Danach fahren wir noch ein paar Meter weiter, dann biegen wir linkerhand in eine Sandstrasse ein. Zuerst geht&#8217;s zu einer Müllablage, wir fahren etwas weiter. Auch hier ist alles voller Dornknöllchen. Das fiese ist ja, diese Dinger setzen Wurzeln an. Und wir reissen sie mühevoll wieder aus. Aber es hat ja Millionen von denen. Doch wir müssen den Campgrund wieder säubern. Wir sollten uns wirklich mal einen Besen kaufen. Und trotz purem Sand stehen wir eingermassen stabil zwischen den Kakteen.</p>
<div id="attachment_2833" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1009_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2833" title="IMG_1009_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1009_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Abendstimmung im Sandcamp</p></div>
<p>Alles friedlich. Oder höre ich da Musik? Kommt die von Nahem oder Weitem. Nun, weiter vorne hat es Häuser, wir nehmen einfach an, dass sie daher kommt.</p>
<p><strong>02.01.2012.</strong> In der Nacht kommt der Nebel. Dies ist ja keine Ueberraschung, aber als ich morgens aus dem Zelt steige, nieselt er mich gerade ein. Im Schein der Stirnlampe flirren feine Tröpfchen durch die Luft. Alles, was rausgestellt wird, ist bald nass. Und das Zelt ist natürlich ein total durchnässter Lumpen. Wir packen zusammen und stossen die Bikes durch eine vernebelte Wüstenlandschaft wieder auf die Mex 1. Ein oranger Schimmer drückt durch die feuchte Wand. Die Sonne geht auf. Immer staerker wird ihr Licht. Sieht gut aus.</p>
<div id="attachment_2834" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1023_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2834" title="IMG_1023_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1023_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nebliger Sonnenaufgang</p></div>
<p>Mit dem Sonnenschimmer im Rücken fahren wir in den Nebel. Die Regenjacke wird langsam nass, feine Wassertropfen setzen sich auf Wimpern und auch sonst überall ab. Eine sehr feuchte Angelegenheit. Gegen 9 Uhr bricht die Nebelwand auf. Für eine Weile zumindest, dann folgt die naechste. Landschaftlich verpassen wir nicht viel. Alles Wüste, zuerst hat es  noch vereinzelt Kakteen, dann nur noch kleine Büsche. Und trotz des Nebels nicht grün. Schlussendlich löst sich der Nebel komplett auf. Flach und geradeaus geht es durch die öde Landschaft. Nicht sehr interessant.</p>
<div id="attachment_2835" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1049_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2835" title="IMG_1049_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1049_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Flache Wuestenoede</p></div>
<p>Gegen 13 Uhr erreichen wir Guerrero Negro. Hier wollen wir es nochmals mit dem Whalewatching versuchen. Die Hotelsuche dauert, eher teuer. Aber dann finden wir im Motel Las Dunas ein Doppelzimmer für 225 Pesos. Später buchen wir für den naechsten Tag eine Whalewatching-Tour für 11 Uhr. Hier hat es schon viel Wale. Cool.</p>
<p><strong>03./04.01.2012.</strong> Guerrero Negro ist ein richtiges Wüstenkaff, dass seinen Namen einem gesunkenen Walfänger verdankt. Das Wrack der &#8220;Black Warrior&#8221; war noch lange in der Laguna sichtbar, darum nannten die Leute den Ort Guerrero Negro. Ansonsten ist hier nicht allzu viel los und alles voller Sand. Diesen hat man bald in Schuhen, Hotelzimmer und auch sonst überall. Guerrero Negro ist ein oeder Ort, der seine Existenz nur der grössten Saline unter freiem Himmel der Welt verdankt .<br />
Da unsere Tour erst um 11 Uhr beginnt, können wir gemütlich ausschlafen und frühstücken. Um 11 Uhr geht&#8217;s dann los. Das Büsschen fährt uns zur Laguna Ojo de Liebre (Hasenauge). Wir passieren die Saline. Die ist wirklich riesig. Und man sieht ja nur einen Bruchteil. Überall Salzbeckenund dann ein riesiger, weisser Salzberg. Dort werden gerade Tonnen von Salz auf Frachter verladen. Auf einem, welcher zwischen hier und einem anderen Ort der Saline pendelt, hat ein Fischadler sein Nest gebaut. Dieser pendelt nun mit dem Boot mit. Auch sonst hat es auf dem Weg viele Pfosten mit Fischadlernesten. Diese Pfosten wurden extra aufgestellt, damit die Adler ihre Nester nicht auf die strommasten bauen und stromausfälle verursachen. Der Bus erreicht den Bootsanleger. Wir werden auf zwei Boote verteilt. Das erste mit 6 Personen legt bald ab. Wir müssen noch auf zwei Peronen warten. Dann kommen die Verspaeteten und wir quetschen uns zu dreizehnt auf die Bänke. Mexikanische Logik. Nun fetzt das Boot in die Lagune. Es wird kalt. Vorbei an Sanddünenlandschaften fahren wir in den Nebel. Dort treffen wir auf das zweite Boot. Gespenstisch&#8230; Wo bleibt Jack Sparrow?</p>
<div id="attachment_2836" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1065_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2836" title="IMG_1065_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1065_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Huuuuh. Ein Gespensterboot.</p></div>
<p>Das andere Boot hat wohl schon einen Wal gesehen. Dann lichtet sich der Nebel wieder, wir fahren eine Weile umher. Und dann ist sie da, die erste Wasserfontäne. Wow! Das Tier ist riesig. Das Boot folgt dem Wal eine Weile lang, er taucht immer weider auf. Cool! In der Lagune hat es im Moment 16 Wale und ein Baby. Im Januar treffen die schwangeren Walkühe in der Lagune ein. Es handelt sich um Grauwale. Bald gebähren sie ihre Kälber und im März ist es möglich, die kleinen hautnah zu erleben. Dann sollen die Kühe ihren Nachwuchs stolz den Zuschauern praesentieren. Da soll es schon mal möglich sein, einen Wal zu streicheln. Jetzt aber ziehen die Kühe ruhig durch das Wasser. Immer wieder tauchen sie auf. Einmal sehe ich eine schöne Schwanzflosse, einmal hebt ein Wal in der Ferne seinen Kopf aus dem Wassser. So betrachten wir lange die gelasenen Tiere. Das Boot folgt mal dem einen, dann sehen wir wieder andere. Es hat wirklich viele Tiere hier. Echt cool!</p>
<div id="attachment_2837" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1088_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2837" title="IMG_1088_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1088_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wal kurz vor dem naechsten Tauchgang</p></div>
<p>Dann gibt&#8217;s ein Lunchpaket Wale schauen macht hungrig. Danach machen wir uns langsam auf den Rueckweg. Bald sind wir wieder in dem Nebelgürtel. Hier fährt der Kapitän zu enier Vogelkolonie. Möven, Pelikane und Kormorane. Dann ist die Sicht wieder klar. Ah, da sind zwei Delfine. Das Boot steuert ein grosse Metallboje an, an der Fischernetze angemacht sind. Ein idealer Paltz für Seelöwen. Ohhh, dieses &#8220;Bellen&#8221;. Da werden Erinnerungen an die Galapagos wach. Und beim strengen Geruch auch. Der Kapitän fährt so nahe an die Boje, dass die Seelöwen ins Wasser fliehen. Echt fies. Im Wasser jedoch planschen sie spielrisch weiter. Wir sehen noch ein Fischadlernest und dann sind wir auch schon wider beim Bootsanleger. Das war ein richtg lohnenswertes Whalewatching.</p>
<div id="attachment_2838" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1146_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2838" title="IMG_1146_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1146_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Riesenboje mit Seeloewen</p></div>
<div id="attachment_2839" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1156_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2839" title="IMG_1156_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1156_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und ein Fischadlernest</p></div>
<p><strong></strong>Wir setzen noch einen Ruhetag in Guerrero an. Internet ist hier billig, die Unterkunft auch.Wäsche waschen ist etwas schwieriger, irgendwie ist es hier sehr feucht, das Zeugs trockent kaum. Zudem putze ich die Reissverschlüsse des Zeltes nochmals mit Wasser durch. Der Staub und Sand in all den Camps ist schon nicht so zeltfreundlich. Mal sehen, was das bringt.</p>
<p><strong>05.01.2012.</strong> Am ersten Morgen in Guerero war es zimlich neblig. Am zweiten war der Himmel klar. Auch heute ist die Sicht nebelfrei, dafür ist es zimelich kalt. Als wir um 7.15 Uhr losfahren, ist es noch nicht hell. Die Sonne geht erst eine Weile später auf. Komisch. Die letzten Tage ging sie früher auf, meine ich. Wir fahren weiter auf der Mex 1, flach und geradeaus, kein Wind. So kan man mit einem guten 20-er fahren. Wir kommen schnell voran. Dann haben wir sogar leichten Rueckenwind. Kaum zu glauben. Wir passieren die Staatsgrenze vo Baja California Sur nach Baja California, bald darauf folgt die nächste Zeitzone. Die Uhren sollten nun 1 Stunde zurückgestellt werden. Aus psychologischen Gründen mache ich das mal noch nicht. Denn das hiesse ab jetzt, um 4.30 Uhr aufstehen&#8230;</p>
<div id="attachment_2840" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1170_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2840" title="IMG_1170_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1170_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Letzter Staatenwechsel in Mexiko</p></div>
<p>Nach 38 km erreichen wir den Ejido Jesus Maria. Bei der dortigen Pemex hat&#8217;s einen Tamalesstand. Und Kaffee. Der ideale Pausenbegleiter. Wir sitzen eine Weile da und betrachten die vielen Kleber an der Fensterscheibe. ein Verwandter Conradins ist auch da.</p>
<div id="attachment_2841" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1177_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2841" title="IMG_1177_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1177_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Conradins Verwandte leben auch in Mexiko</p></div>
<p>Dann nichts wie weiter. Mit dem Rückenwind. Es wird etwas hügelig, dann folgt eine Strecke im Bau. Schotter und eingestaubt werden folgen. Aber ein Camper mit einem jungen Amipaar stoppt und fragt, ob wir Wasser brauchen. Sehr nett, aber wir haben genug. Dann ist der Schotter vorbei, nun folgen steile Auf- und Abfahrten. Und um 11.55 Uhr kehrt der Wind. Schlagartig. Aus leichtem Rueckenwind wird starker Gegenwind. Fies. Ab sofort werden wir ziemlich ausgebremst und der Wind wird auch noch immer stärker. Neben der Strasse hat es wieder viele Ciriusse. Ich mag die seltsamen Pflanzen. Gegen 15 Uhr erreichen wir Rosarito. Ein Typ rennt uns entgegen. Mit einem Mars. Danke! Ein zweiter folgt, auch Amis, sie fragen, ob wir genug Wasser haben. Alles klar. Zudem hat es hier ja auch eine Tienda. Dort kaufen wir uns ein Powerade. Heute war es warm und ich habe ziemlich geschwitzt. Darum können so ejn paar Elektrolyte sicher nicht schaden. Hier könnte man beim Restaurant auch campen. Gegen Gebühr. Wir wollen aber keine Gebühr und fahren weiter. Da kommen uns zwei Radler entgegen. Die haben wirklich immer ein gutes Timing. Entweder haben wir gerade die Mittagspause beendet oder sind auf Campsuche. Heute sind es ein Schweizer und ein <a href="http://www.heebels.nl/" target="_blank">Holländer</a>. Beide von Alaska unterwegs nach Süden. Wir schwatzen ein Weilchen. Es sollten bald noch zwei Radler folgen. Gut. Doch wir beigen schon bald rechts in die Wüste. Hier hat es gute, etwas windgeschützte Campspots. Wir lassen die Bikes mal stehen, erkunden die Gegend zu Fuss weiter. Da fährt ein Auto in die Sandstrasse. Wir gehen zu dem Wagen. Ein junger Chico steigt aus. Wir fragen natürlich, ob es ihr Land sei. Nein, sie wuerden hier nur eine Vuelta drehen und auf einen Freund warten. Wir könnten hier campen. Alles gehöre uns und es gaebe hier keine schlechten Leute und Diebe. Nun. Was jetzt? Campen oder weiterfahren? Wir wollen ja keinen Besuch von ein paar besoffenen Jungs. Wir beratschlagen eine Weile, dann fahren wir weiter in die Wüste. Doch da hinten wird es zu sandig. Wir kehren um. Das Auto ist noch da, dann auf einmal verschwunden. Wir fahren besser weiter. Wieder auf der Mex 1, biegen wir einfach auf der anderen Seite in die Wüste ab. Auf einem Steinpfad fahren wir hinter einen kleinen Hügel. Dort finden wir ein Plätzchen. Ein Ciriuscamp. Schön. Weniger schön sind die Reissverschlüsse des Zeltes. Obwohl gerade frisch gereinigt zicken sie noch mehr. Ich drücke den Schlitten mit der Zange leicht zusammen. Ohne Erfolg. Es kommt soweit, dass ich den Reissverschluss auf meiner Seite nicht mehr ganz schliessen kann. Zum Glück wimmelt es hier nicht von Mosikitos und es ist nicht allzu kalt.</p>
<p><strong>06.01.2012.</strong> In der Nacht leuchtet der Mond hell auf das Zelt, als ich morgens aus dem Zelt krieche ist er weg ud es ist stockdunkl mit Sternenhimmel. Als es gerade hell wird, der Himmel ist nun leicht diesig, machen wir uns auf den Weiterweg. Es geht gleich bergauf, so wird der kalte Körper bald warm. Rauf und rutner geht es weiter, die Landschaft wird bergiger. Nach 35 km erreichen wir Punta Prieta. Dort tanken wir Wasser und Pasta auf. 8 kg schwererr geht&#8217;s weiter. Die Strasse führt nun sanft ansteigend weiter. Heute hat es fast keinen Wind, so kommen wir gut voran. Wir erreichen den Parador an der Abzweigung zur Bahia de los Angeles. Dort hat&#8217;s ein Restaurant. Wir fahren hin. Abierto. Doch die Tür ist zu, niemand da. Schade, es sieht da drinnen wirklich gemütlich aus. Auch die Tienda ist zu, alles scheint eher ausgestorben zu sein hier. So essen wir bei einer lange ausrangierten Pemex zu Mittag. Ein Pick-up mit Riesenwohnwagen hält. Die beiden Insassen verschwinden mit einer Kühlbox im Inneren. Wow, da hat&#8217;s in Ledersofa drinnen. Dann kommt der Chico essend raus, stellt sich als Brian vor. Die zwei Amis sind auf dem Weg nach La Ventana zum Surfen. Nun kommt auch Susi zu uns, bietet und kühle Minikarotten an. Nicht schlecht. Dann dürfen wir auch noch einen Blick in das Luxusteil werfen. Nicht übel, mit Büro, ausfahrbarem Wohnzimmer, Bad mit Dusche, etc. Brian hat eben gerade sein Haus verkauft. Nun wohnt er hier. Er bietet uns noch feine Pecankekse an. Dann fahren die zwei weiter, wir auch. Immer noch sanft ansteigend. Der Boden wird immer grüner und die Pflanzenvielfalt grösser. Diverse Kakteen, Ciriusse, Büsche, Bäume und Blumen. Richtig schön. So geht es lange weiter.</p>
<div id="attachment_2842" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1240_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2842" title="IMG_1240_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1240_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Wueste lebt</p></div>
<p>Dann wird&#8217;s Zeit für die Campsuche. Doch der Boden ist sandig. Wir fahren bei einer Rancho rein. Niemand da. Auf der anderen Seite schlagen wir uns in die Kakteen. Dort finden wir auch besseren Boden. Wir sind nahe an der Strasse, doch unzählige Kakteen geben uns Sichtschutz. Wir bestauenn die verschieden Kakateen, waehrend ein Rabe von einem Cirius kräht. Die Raben hat es seit dem Hochland um Durango wieder.</p>
<div id="attachment_2843" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1280_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2843" title="IMG_1280_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1280_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Stachelige Vielfalt...</p></div>
<div id="attachment_2844" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1333_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2844" title="IMG_1333_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1333_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">... im Kakteencamp</p></div>
<p>Dann geht es zur Sache. Monika muss den Kocher putzen. Obwohl gerade in Santa Rosalia gereinigt, zickt auch der wieder. Ich stelle das Zelt auf, dann versuche ich die Reissverschlussschlitten des Innenzelts nochmals mit der Zange zu quetschen. Mit dem Resultat, dass beide durchbrechen. Schön blöd. Die sind wohl einfach durch. Tja, was nun? Wir können das Innenzelt nicht zumachen. Die Aussentür hat grössere Schlitten. Doch siehe da, der Schlitten des Moskitonetzes könnte passen. Ich bekomme ihn auch raus. Nun muss ich den Reissverschluss des Innenzeltes auf einer Seite lösen. Eine schwierige Operation. Nähte aufschneiden, Verkleidung zerschneiden. Dann ist das Reissverschlussende freigelegt. Irgendwie begomme ich den Schlitten rein. Juhui! Es funktioniert. Doch die Freude waehrt nur kurz, der Reissverschluss öffnet sich wieder. Der ist wohl auch im Eimer. So eine Reise hinterlaesst eben doch gewisse Verschleissspuren. Bei naechster Gelegenheit werde ich mal einen Hilferuf an Hilleberg abgeben. Todo roto. Auch Monikas frisch geflickte Hosen sind soeben wieder gerissen. Immerhin geht der Kocher wieder. Dort versucht sich Monika als Köchin. Den Übung macht den Meister&#8230;</p>
<p><strong>07.01.2012.</strong> Der Morgen ist kalt. 3 Grad messe ich draussen. Brr! So dauert zusammenpacken immer etwas länger. So sind wir erst gegen 8.15 Uhr, nun eigentlich ja erst 7.15 Uhr, auf der Strasse. Es geht weiter sanft bergauf. Die Landschaft wird kahler, dann wieder vielfaeltiger. Kakteen uns Ciriusse.</p>
<div id="attachment_2845" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1373_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2845" title="IMG_1373_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1373_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ciriusse sind einfach coole Pflanzen</p></div>
<p>Es kommen erste grosse Steine dazu, dann wird alles felsig und steinig. Ein laengerer Aufstieg beginnt, wir ueberqueren einen kleinen Pass. Gegen 10.30 Uhr erreichen wir Chapala. Von dem dortigen Restaurant und den Eiern, die es dort gibt, wurde uns schon vorgeschwaermt. So ist es beschlossene Sache, hier zu &#8220;fruehstuecken&#8221;. Das Restaurant ist abierto und auch tatsaechlich offen. Wir bestellen unsere Eier, mit 60 Pesos nicht gerade guenstig, und einen Kaffee. Und die Eier sind wirklich sehr gut. Das spaete Fruehstueck dauert bis 12 Uhr. Nach 1 Kilometer folgt die Abzweigung nach San Felipe. Und der Schotter. Juhui! Ein bisschen Waschbrett, flach geradeaus. Nun mit gutem Rueckenwind. Bald treffen wir auf drei Ciclistas. einen Israeli und ein <a href="http://twowheeledwanderers.ca/" target="_blank">kanadisches Paar</a>. von den dreien haben wir schon gehoert. Wir unterhalten uns wie immer ein Weilchen, dann geht&#8217;s weiter. Es folgt eine erste steile Steigung, dann geht&#8217;s bergig weiter. Rauf und runter. Die Strasse wird schlechter, ist aber immer gut befahrbar. Die Landschaft ist hier steinig, bergig und echt schoen. Mir gefaellt&#8217;s hier oben. Die Strasse windet sich durch und ueber die Berge. Das macht richtig Spass. Zudem treibt uns der Wind voran. Es ist warm und ich komme gut ins Schwitzen. Wir fahren in ein weiteres Tal, dann  eht&#8217;s nochmals ueber diverse Huegel.</p>
<div id="attachment_2846" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1427_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2846" title="IMG_1427_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1427_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schotter und Berge, eine schoene Kombination</p></div>
<div id="attachment_2847" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1459_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2847" title="IMG_1459_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1459_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">El vigilante del hueco</p></div>
<p>Bald geht es runter und gegen 15 Uhr und nach 22 km auf Schotter fahren wir im beruehmten und vielgehoerten Coco&#8217;s Corner ein. Coco kommt auch gleich auf seinen zwei Beinstummeln auf uns zu und fragt:&#8221;You wanna stay go or stay?&#8221; Haeh? &#8220;Oh, we wanna stay if we can.&#8221; Er zeigt gleich auf den zweiten Camper neben seinem, unser neues Heim.</p>
<div id="attachment_2848" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1472_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2848" title="IMG_1472_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1472_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine ungewohnte Bleibe</p></div>
<p>Kosten tut&#8217;s nix, solange wir ein Bier kaufen. Das tue ich auch. Ein Coco cold beer. Wir unterhalten uns eine Weile mit Coco und schauen sein Buch an. Er zeichnet wohl ziemlich gerne. Dann fragt er, ob wir duschen wollen. Wow! Wenn&#8217;s geht, liebend gerne. Er faehrt mit seinem kleinen Quad zu seinem Camper um uns Wasser heiss zu machen. Dann bekommen wir je einen Eimer mit warmem Wasser. In einem anderen Camper ist die &#8220;Dusche&#8221;. Ah, tut das gut. Wenn man bedenkt, dass wir uns mitten im Nichts befinden, ist dies eine der besten Duschen je. Ich fuehle mich danach&#8230; so sauber. Dann macht uns Coco Kaffee und wir setzen uns vor seinen Cmaper. Nun erzaehlt uns das warmherzige Unikum seine Lebensgeschichte. Wir hatten da ja schon was gehoert, was sich als total falsch herausstellt. Coco leidet seit Kindheit an einer Venenkrankheit, die zuerst seinen rechten Fuss absterben liess. 1984 wurde dieses Bein amputiert, 2008 folgte das linke. Aber der mittlerweile 74-jaehrige sprueht nur so vor Lebensenergie, liess sich nie entmutigen und hat eine enorm posotive Lebenseinstellung. Ein bewundernswerter Mann. Das Land , auf dem wir uns jetzt befinden, gefiel Coco schon immer. 1990 hatte er die Gelgenheit, es guenstig zu erwerben und er errichtete darauf einen Lebensttaum. Coco&#8217;s Corner. Ganz alleine hat er alles bearbeitet und &#8220;auf die Beine&#8221; gestellt. Wahrscheinlich der sauberste Ort in ganz Mexiko. Ich bin beeindruckt. Zudem hat der Mann einen guten Sinn fuer Humor und seine Kunst treibt mir das Lachen ins Gesicht.</p>
<div id="attachment_2849" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1514_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2849" title="IMG_1514_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1514_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Fernsehende Kloschuesseln bei Coco</p></div>
<p>Also, liebe Baja-Reisende und solche, die es noch werden wollen. Coco&#8217;s Corner ist ein Muss, mehr noch Coco selbst. Rastet fuer eine Nacht, ein paar Stunden oder Minuten und hoert euch Coco&#8217;s Geschichten an. Langsam geht die Sonne unter, es wird kalt. Coco verzieht sich bald in seinen Camper, wir uns in unseren. Schoen, ein kleines, windgeschuetztes &#8220;Haus&#8221; zu haben, zu mal der Wind hier nicht nachzulassen scheint.</p>
<p><strong>08.01.2012.</strong> Die letzten zwei Naechte konnte ich nicht schlafen. Der Mond ist fast voll. Muss wohl daran liegen. Auch diese Nacht klappt&#8217;s nicht. Der Wind hingegen macht eine kleine Ruhepause, aber schon bald ruettelt er wieder am Camper. Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Nun, eigentlich waere das ja jetzt 5 Uhr. Unsere Bikes stehen 1 Stunde spaeter bepackt vor dem Camper, als ich aus Coco&#8217;s Camper ein &#8220;Buenos dias, el cafe esta listo en una hora&#8221; hoere. Er muesse jetzt seine &#8220;Beine&#8221; montieren. Der Wind blaest noch immer, heute aber von der anderen Seite. Schlecht fuer uns. Wir haengen etwas im Camper rum, draussen im Wind ist es zu kalt. Dann oeffnet sich Coco&#8217;s Tuer. Er gibt uns Trinkwasser und sein Buch. Ich schnipsle und bastle etws herum. Macht Spass. Dann ist auch der Kaffee bereit, dazu gibt&#8217;s ein heisse Tortilla. Coco saust mit seinem Quad umher, dann verewigen wir uns mit ihm in Pixeln.</p>
<div id="attachment_2850" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1518_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2850" title="IMG_1518_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1518_b.jpg?w=300&#038;h=185" alt="" width="300" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">Coco Foto</p></div>
<p>Gegen 9.15 Uhr fahren wir schlussendlich los. Voll in den Gegenwind. Und der ist schon ziemlich stark. Zudem wird die Piste nun einiges schlechter. Sand-Stein-Wellblech. Die Landschaft wird steiniger, dann folgt Sandwueste. Piste und kalter Wind sind anstrengend. Aber wenigstens hat es hier sozusagen keinen Verkehr. Fast. 4 Offroad-Motorraeder kommen uns entgegen. Die Jungs winken im Vorbeibrausen. Wir naehern uns wieder dem Mar de Cortez und kaempfen uns durch die Wueste.</p>
<div id="attachment_2851" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1529_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2851" title="IMG_1529_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1529_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Im Windkampf ans Mar de Cortez</p></div>
<p>Gegen 14.30 Uhr und nach nur 37 anstrendgenden Kilometern gegen den Wind kommt Rancho Grande oder San Luis Gonzaga in Sicht. Von weitem sehe ich das Pemex-Schild. Hier soll es auch einen riesigen Supermercado geben. Vis-a-vis der Pemex. Doch da ist nix. Doch, zwei Ciclistas. Ein amerikanisch-kolumbianisches Paar. Nun, die Chica wurde in Kolumbien geboren, dann aber von Amerikanern adoptiert. Nun sind die beiden unterwegs in ihr Geburtsland. In dem Restaurant hat es einen Supermercado. Gut sortiert fuer die Gegend, aber nicht riesig. Aber solche Ausdruecke sind wohl immer relativ. Wir muessen alles aufstocken. Sogar Gemuese hat&#8217;s hier, doch die Tomaten haben zenimeterdicke Schimmelschichten drauf. Eklig! Wir fuellen auch Wasser auf. Und nun? Weiter? Oder bei der Pemex campen? Doch die oeffnet erst um 16 Uhr Lokalzeit. Die anderen Ciclistas wollen am Strand campen. Es wird laut, die 4 Motorrad-Jungs fahren vor. Der eine zieht den Helm aus und meint:&#8221;You guys are so cool!&#8221; &#8220;Danke.&#8221; Die amerikanischen Jungs haben nur einen Ausflug zu Coco gemacht. Und sie dachten, wir waeren noch nicht so weit wie wir jetzt sind. Wir reden ein wenig, sie fragen, wo wir schlafen wollen. Bei der Pemex. Sie meinen, weiter unten haette es ein Hotel. Ja, aber die Pemex koste nichts. Zudem meinen sie, Coco brauche dringend Tortillas. Ich kaufe gleich ein Pack, die anderen Ciclistas sind unterwegs zu Coco und koennen es mitnehmen. Perfekt. Mittlerweile haben die Amis Monika angeboten, in ihrem freien Bett im Hotelzimmer zu schlafen. Rick kommt nun mit der Frage auf mich zu. Klar. Er meint, wir koennten schon zum Hotel alfonsinas vorfahren, sie wuerden noch was essen. Wir fahren mit den anderne Ciclistas zum Strand runter. Doch oh nien, wir haetten die andere Strasse nehmen sollen. Mit einer Schiebeeinlage durch den Sand erreichen wir diese doch noch, ganz hinten liegt das hotel Alfonsina. Wow, dann gibt&#8217;s heute eine heisse Dusche&#8230; die 4 Jungs kommen auch bald. Das Zimmer hat Strandzugang und Meerblick. Nicht schlecht. Wir relaxen ein wenig mit den Jungs, dann testet Monika die Dusche. Und die taugt wohl absolut nichts. Die Jungs zahlen immerhin 35 USD. Pro Person versteht sich. Gringoabzocke total. Ich stelle mich auch noch kurz unter das entweder eiskalte oder siedende Wasserrinnsal, dann ist Kochzeit. Spaeter unterhalten wir uns noch lange mit den Motorradfahrern. Wirklich sympathische Amerikaner. Bill gibt dann sogar noch sein Doppelbett fuer uns frei. Ech supernett. Die Jungs ziehen sich bald aus ihrem Zimmer zurueck, damit wir schalfen koennen. Was soll man da noch sagen. Das Bild der Amerikaner beginnt sich sehr positiv zu aendern.</p>
<p><strong>09.01.2012.</strong> Wir stellen den Wecker auf 6.15 Uhr. Nun, eigentlich 5.15 Uhr. Etwas fies, denn nun fangen wir an rumzunuschen. Doch unsere Zimmergastgegeber meinten am Vorabend, dies sei ok. Nach einer Weile steht auch Rick auf, dann folgen die anderen. Wir sind um 7.45 Uhr wieder auf der Strasse. Es ist noch windstill. Nutzen wir das. 3 km bis zur Piste der Mex 5, dann weiter. Immer noch auf Sand-Stein-Waschbrett. Bald ueberholen uns die 4 Amerikaner. Adios. Es folgt ein Militaerposten. Hier sollen ein 16- und ein 18-jaehriger stationiert sein. Die zwei sind wirklich noch jung und zimlich scheu. Der eine fragt dann doch tatsaechlich, ob wir Mama und Tochter seien. Ich beziehe das jetzt einfach mal auf die Koerpergroessen und nicht das Alter&#8230; Die strasse steigt nun an, wir fahren in eine kahle, rote Sand-Stein-Landschaft. Sieht cool aus. Marsmaessig. Mit Blick auf einen markanten rot-beigen Felsen machen wir Pause.</p>
<div id="attachment_2852" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1562_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2852" title="IMG_1562_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1562_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Spezielle Felsformationen</p></div>
<div id="attachment_2853" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1574_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2853" title="IMG_1574_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1574_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und trockenes Land</p></div>
<p>Es regt sich was. Nein, der Wind kommt. Nach der Pasue geht&#8217;s rutner in eine kahle Ebene und wir haben wieder vollen Gegenwind. Wir fahren durch die Sandwueste, auch die Piste wird immer sandiger. Die Strasse wendet leicht, nun kommt der Wind von seitlich vorne. Echt laestig. Auf der Piste hat man oft nur einen schmalen guten Fahrstreifen, immer wieder werde ich in einen Sandhaufen geblasen. Nach ca. 22 km beginnt der Asphalt. Fuer einmal ist er ganz willkommen. Die Strasse fuehrt weiter vorbei an roten Bergen . Der wind blaest weiterhin frischfroehlich von vorne und macht das Fortkommen langsam. In einem Tal sehen wir das erste mal die wilden Ziegen. Gegen 15 Uhr fahren wir in ein grosses Flussbett runter. Eine Strasse fuehrt ins Flusstal hinein. Etwas weiter oben eine Kiesgrube. Doch der Boden da ist steinhart, weil Stein pur. Nicht heringtauglich. Auch sonst ist ein Flussbett natuerlich sandig oder steinig. Aber nach laengerer Suche finden wir doch noch ein gutes Plaetzchen. Nun mal sehen, was der Innenzeltreissverschluss heute im Sinn hat.</p>
<p><strong>10.01.2012.</strong> Schlussendlich stelle ich meine Uhr doch noch um. Macht es doch einfacher. Tja, und nun klingelt der Wecker um 4.45 Uhr. Puh! Nun, wir waren auch schon um 19 Uhr auf der Matte. Bei Sonnenaufgang sind wir wieder auf der Mex 5.</p>
<div id="attachment_2854" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1621_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2854" title="IMG_1621_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1621_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang, Monduntergang</p></div>
<p>Gemaess Monikas Rechnung sind es noch ca. 20 km bis Puertecitos. Dort soll es gemaess Aussagen eines anderen Ciclistas alles geben. Darum wollen wir uns dort ein zweites Fruehstueck goennen. Und heute hat es fast keinen Wind. Schoen. Huegelig geht es weiter, dann folgen zwei lange Steigungen durch rote Fels- und Steinlandschaft.</p>
<div id="attachment_2855" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1634_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2855" title="IMG_1634_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1634_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rot und bueschelig</p></div>
<p>22 km. Kein dorf. 30 km, kein Dorf. Mein Magen gibt langsam Knurrlaute von sich. Nach 37 km die abzweigung nach Puertecitos. Tja. Wir fahren 2 km rein, am Dorfeingang hat es einen Laden. Weiter. Die Pemex ist zu, doch da ist ein Schild zu einem Restaurant. Wir werden abgefangen, das ganze Dorf ist so quasi privat. Und das Restaurant ist zu. Es ist keine Saison hier. Wir fragen nach den Aguas Calientes. Die seien gut und auch auf, aber mit 5 USD pro Person sind sie uns zu teruer. Wir machen kehrt. Im Laden wollen wir Pasta kaufen. Gibt&#8217;s nicht. Was fuer ein Laden. Immerhin finden wir nicht faulende Tomaten. Wir kaufen suessen und salzigen Junk und essen endlich etwas. Der Senor meint, in 30 km folge der Ort Delicias mit Restaurant. Dann gibt&#8217;s vielleicht Eier zum Mittagessen. Also, Puertecistos ist wirklich keinen Stop wert. Denn es hat nix. No sirve para nada. Wir fahren wieder auf die Mex 5 zurueck. Nach 3 km folgt eine Loncheria. Die ist auf. Zum Glueck erfahren wir spaeter, dass die eher Wochenendbar und nicht Restaurant ist. Die Gegend wird flacher und wuestiger. Langsam folgen die ersten Einfahrten zu diversen Gringo-Campos. Dort stellen die Gringos direkt am Meer ihr Haeuschen oder ihren Camper hin. Bald folgen die Einfahrten im 20-Meter-Abstand. Wir sind in der Campo-Wueste.</p>
<div id="attachment_2856" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1649_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2856" title="IMG_1649_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1649_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hola Gringo</p></div>
<p>Nun ist auch der Wind erwacht, von vorne blaest er uns kalt entgegen. Nach 35 km ist immer noch kein Dorf in Sicht, daher machen wir in einer Campo-Einfahrt im Windschatten einiger Strohballen Mittagspause. Wir sind gerade fertig, als ein Auto haelt. 2 Damen steigen aus. Uh, die Zeugen Jehovas sind wirklich ueberall. Die zwei wollen uns zum Bibellesen ermutigen. Vielen Dank! Wir fahren weiter, nach 3 km folgt tatsaechlich ein Dorf mit 3 Restaurants. Heute ist nicht unser Tag. Wir fahren weiter. Langsam wird&#8217;s Zeit fuer die Campsuche. Wir versuchen mal in ein Straesschen einzubiegen, versinken aber gleich im Sand. Auch weiter hinten alles tiefer Sand, da haelt kein Hering. Also weiter. Bei einem weiteren Sandweg versuchen wir es nochmals. Wir lassen die Bikes bei der Strasse stehen, erkunden zu Fuss. Ich finde weiter hinten 3 geeignete Campspots. Nicht ideal, aber machbar. Wir laufen zur Strasse zurueck, als ein Wagen neben unseren Bikes haelt. Bitte nicht noch mehr Zeugen Jehovas. Ein Typ steigt aus. Er kommt auf uns zu. Der Amerikaner stellt sich als Mark vor, wir reden ein Weile. Auch er ist beeindruckt, von dem, was wir machen. Er bietet uns nun an, uns im Wagen nach San Felipe zu fahren. Dort koennten wir bei ihm uebernachten. Hm, nun, das waere bescheissen. Wir zelten hier, aber morgen erreichen wir San Felipe. Er faehrt wieder los, haelt aber gleich wieder. Nun meint er, wir koennten ja die Bikes hier stehenlassen, bei ihm uebernachten, morgen wuerde er uns wieder herfahren, damit wir die Strecke fahren koennten. Kompliziert, zudem lassen wir die Bikes nicht einfach stehen. Das sieht er ein. Wir stossen die Raeder durch den tiefen Sand nach hinten. Puh, ist das anstrengend. Dann heisst es wieder einmal den Boden von Dornknoellchen zu befreien und schlussendlich steht das Zelt. Wir finden sogar noch ein paar Steine, um die losen Heringe zu beschwerden. Tja, und nun koennen die Kojoten kommen.</p>
<p><strong>11.01.2012.</strong> Bis San Felipe sollten es noch knappe 30 km sein. Daher koennen wir etwas laenger schlafen. Aufstehen mit Tageslicht und ersten warmen Sonnenstrahlen ist schon viel einfacher. Zumal die Nacht eisig kalt war. Kurz nach 8 Uhr sind wir wieder auf der Mex 5. Der Wind blaest auch schon leicht. Flach und geradeaus geht&#8217;s weiter duch die Wuestenlandschaft. Bald fahren wir fadengerade auf eine Bergkette zu.</p>
<div id="attachment_2857" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1668_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2857" title="IMG_1668_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1668_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Im Berganflug</p></div>
<p>Dann biegt die Strasse nach rechts, nun geht&#8217;s entlang den Bergen in Richtung Mar de Cortez, der Wind frischt auf. Bei Km 11 kommt uns Mark entgegen:&#8221;I brought you Food.&#8221; Das ist ja allerliebst. Er faehrt wieder zurueck, wir machen uns ueber die Burritos her. Mit  einer Ei-Kartoffel-Zwiebel-Avocado-Fuellung. Wow! So etwas Feines habe ich schon lange nicht mehr gegessen. Danach geht&#8217;s weiter. Es wird kalt, Wolken ziehen am Himmel auf. Noch 5 km, dann der Km 0. Und die Abzweigung zum Flughafen. Bis San Felipe fehlen noch 9 km. Das war wieder mal ein eher falsche Annahme. Tja. Nun wird die Strasse huegelig. Es folgen die ersten Villen. Viele stehen zum Verkauf, einige sind noch im Bau und schon wieder am Zerfallen. Dann endlich San Felipe. Bei der Pemex ein&#8230; ja was, ein 7 Eleven. Wo sind wir denn hier? Doch auch dort gibt&#8217;s Kaffee. Dort findet uns auch Mark wieder. Mit dabei nun <a href="http://zackskerritt.com/" target="_blank">Zack</a>, ein von San Francisco nach Sueden reisender Ciclista von Guam. Mark hat uns alle aufgegriffen. Er bietet uns an, bei ihm zu uebernachten. Cool. Wir fahren zu dem Haus. Oben auf der Verandea koennen wir campen. Mark verschwindet kurz, als er zurueckkommt meint er, er haette gerade die Hausduena getroffen. Wir koennten auch in der unteren Wohnung schlafen. In einem Bett. Wow! Echt nobel. Nun geht es ab unter die Dusche, denn danach sollen wir den Buergermeister von San Felipe treffen. Wir sind jetzt die Dorfberuehmtheit. Angel, ein Ferund Marks wartet schon, dann fahren wir zum Stadthaus. Der stellvertretende Buergermeister empfaengt uns, der Buergermeister ist beschaeftigt. Wir koennten ihn spaeter in der Bibliothek treffen. Ok. Wir machen Fotos mit dem Stellvertreter, draussen wartet ein Reporter mit ein paar Fragen. Dann fahren wir zur Bibliothek. Dort terffen wir dann auch auf den Buergermeister. Er heisst uns willkommen. Es werden noch mehr Fotos geschossen und dann offeriert er uns ein Mittagessen in einem guten Restaurant. Wann wir wollen. Wir haetten jetzt Hunger. Also fahren wir gleich zum Restaurant. Es gibt eine Suppe und ich bestelle Fisch, die Spezialitaet von hier. Der Fisch ist wirklich gut und die Portion riesig. Und wir beruehmt. Zumindest in San Felipe. So viele Radler fahren hier durch, aber wir drei sind wohl die ersten, die gesehen wurden. Dank Mark. Wir versprechen natuerlich auch, allen zu erzahelen, wie schoen und uengefaherlich Mexiko und die Baja seien. Das Land leidet arg unter dem schlechten Image, dass die News ihm bereiten.<br />
<strong>Also, Mexiko &#8211; natuerlich mit Betonung auf San Felipe und der Baja California &#8211; ist ein wunderschoenes, vielfaeltiges Land mit exterm netten und gastfreundlichen Leuten. Ich kann es in keinster Weise als gefaherlich bezeichnen, wir hatten nie auch nur ansatzweise irgendwelche Probleme. Also, liebe Leute, besucht Mexiko und macht euch euer eigenes Bild. Es ist hier nicht gefaehrlicher als sonstwo.</strong><br />
Mark zeigt uns nun noch den Maelcon und die dort im Meer trainierenden Ruderer. Es wird langsam saukalt und Zeit, &#8220;nach Hause&#8221; zu fahren. Dort reden wir noch lange in Marks Openair-Kueche. Der Texaner, der abwechslungsweise 2 Wochen hier, 2 Wochen in Texas lebt und hier ein Immobilienprojekt plant, ist ein wirklich grosszuegiger und interessanter Mensch mit noch interessanteren Ansichten.</p>
<p><strong>12. &#8211; 14.01.2012.</strong> Es ist wirklich sehr gemuetlich bei Mark und in San Felipe gibt es anstaendiges Internet. Und wenn man schon fuers Uebernachten nichts bezahlt, bleiben wir hier doch 2 Tage. Und das Haus ist klasse. Ein Bett, eine heisse Dusche, eine funktionierende Küche und&#8230; eine Kaffeemaschine. Was will man mher. Waesche waschen, bloggen, Mails schreiben und relaxen. Auch Zack ist ein sehr interessanter Zeitgenosse. So ist der Aufenthalt hier ziemlich abwechslungsreich. Zu viert laufen wir dem langen und einsamen Sandstrand von San Felipe entlang. Interessant, was da alles am Boden zu finden ist. Vor allem die Sanddollars haben es mir angetan. Faszinierende Kreaturen. Die gibt es auch noch in ganz gross.</p>
<div id="attachment_2859" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1693_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2859" title="IMG_1693_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1693_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Strandspaziergang bei Ebbe</p></div>
<div id="attachment_2858" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1675_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2858" title="IMG_1675_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1675_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sanddollar</p></div>
<p>Das Wohnungsleben wird richtig familiaer, Mark baeckt uns superleckere Brownies, ich bin fuer die Spaghettis verantwortich. Und Abends laedt uns Mark zum Essen ein. So ist das Ciclistaleben schon zu geniessen. Mark scheint seine Finger auch sonst in vielen Dingen zu haben, die Politik hat es ihm angetan. Ein idealer Gespraechspartner fuer Monika. Und Zack. Meine Gedanken schweifen immer mal wieder ab&#8230; Wir lernen auch noch die englische Wohnungsduena kennen. Carol, Kettenraucherin, sieht aus, als ob sie mal ein Filmstar war. Wer weiss&#8230; Jetzt kuemmert sie sich um ihren Kleidershop und um Strassenhunde. So leben mit uns auch Missy und Chloe in der Wohnung. Tja, und waehrend Mark noch mehr Brownies fuer uns macht, und uns spaeter Nachtessen kochen wird, endet der letzte Tag in San Felipe langsam.</p>
<div id="attachment_2860" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1704_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2860" title="IMG_1704_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2012/01/img_1704_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wir mit Mark, Zack und Missy</p></div>
<p>Nun, schlussendlich hängen wir noch einen Tag mehr in San Felipe rum. Bloggen etc. nimmt doch wie immer viel Zeit in Anspruch. Und weil es hier so gemütlich ist, ruhen wir noch einen Tag. Mittlweile haben wir noch tierischen Besuch bekommen. Max, ein weiterer Strassenhund, der von Carol in der Wohnung deponiert wurde. Tja, und dem Köter ist nachts so langweilig, dass er quasi duchbellt. Nun ist es definitv Zeit zu gehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/colorfish.wordpress.com/2808/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/colorfish.wordpress.com/2808/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2808&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Mazatlán &#8211; Santa Rosalía, und täglich grüsst das Blasetier</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 01:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Baja California]]></category>
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		<description><![CDATA[09. &#8211; 29.12.2011. 663 km. In einer unbequemen Nacht auf der Fähre erreichen wir die Baja California. Nach einem kurzen Stop in La Paz geht&#8217;s in Richtung Norden. Kakteen und viel Wind beherrschen die Tage. Mit einem coolen Offroadabstecher nach San Javier erreichen wir Loreto, wo wir Weihnachten verbringen. Dann folgen die wunderschöne Bahia de [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2749&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>09. &#8211; 29.12.2011. 663 km. In einer unbequemen Nacht auf der Fähre erreichen wir die Baja California. Nach einem kurzen Stop in La Paz geht&#8217;s in Richtung Norden. Kakteen und viel Wind beherrschen die Tage. Mit einem coolen Offroadabstecher nach San Javier erreichen wir Loreto, wo wir Weihnachten verbringen. Dann folgen die wunderschöne Bahia de Conceptión und die Westernstadt Santa Rosalía.<span id="more-2749"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Mazatlán* &#8211; Puerto Pilingüe &#8211; La Paz* &#8211; Ciudad Constitución &#8211; Ciudad Insurgentes &#8211; Ignacio Zaragoza &#8211; San Javier &#8211; Loreto* &#8211; Bahia de Conceptión &#8211; Mulegé &#8211; Santa Rosalía*</p>
<p><strong>09. &#8211; 13.12.2011.</strong> Mazatlán ist abgesehen von dem furchtbaren, virenverseuchten Internet ganz nett. Und Interet finden wir doch auch noch ein anderes in einer kleinen Druckerei. Der Señor da kann unsere Viren loeschen, zudem riecht es da wunderbar nach Farbe. Und Mazatlán ist wie gesagt auch ok. Mit einer schoenen Plaza und einem ewig langen Malecon &#8211; der laengeste in Lateinamerika &#8211; der in die teure Hotelzone Zona Dorada fuehrt. Eines Tages laufen wir eben dieser Strandpromenade entlang bis zu einem McDonalds. Wir haben immer noch einen Mc Flurry mit Snickers &#8220;zu Gute&#8221;. Doch es gibt gerade kein Glace, also dann ein paar Pommes. Dort hinten ist auch der grosse Supermercado Mega. Tja, und das ganze war dann doch ein 10 km Einkaufsspaziergang.<br />
Das Hotel Lerma ist auch ein wirklich empfehlenswertes Hotel, es ist ruhig und gemuetlich. Zur Zeit wohnen da viele aeltere Herren aus den USA und Kanada. Alle ganz nett. Einer von ihnen, Steve aus Oregon, laedt uns dann auch noch zu einem superleckeren Fruehstueck ein. Wirklich nett. Er meint, so koenne er endlich wieder mal mit Frauen reden&#8230; Und fuer einmal ist es von Vorteil, von Sueden nach Norden zu fahren. Wir koennen einige Adressen in den Staaten und Kanada sammeln, wo man allenfalls bleiben darf.<br />
Monikas Paket, auf welches wir hier warten, ist auch am Montag immer noch nicht da. Am Dienstag laufen wir kreuz und quer durch die Stadt zum Faehrterminal und kaufen uns Tickets fuer die Mittwochsfaehre.</p>
<div id="attachment_2761" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0008_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2761" title="IMG_0008_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0008_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg zum Fährterminal</p></div>
<p>Die Señorita erklaert uns lang und breit, es haette da bequeme Sessel wie im Bus, die man zurueckklappen kann zum Schlafen. Die Kabinen sind uns zu teuer. Dann gibt es kurzen einen Stromausfall und wir warten danach ewig auf die Tickets. Fast 1&#8217;000 Pesos pro Person plus je 150 Pesos fuer die Bikes. Die Sitznummer ist nicht angegeben, wir denken uns nichts dabei. Die Ueberfahrt soll 14 Stunden dauern, meint zumindest die Señorita, auf dem Fahrplan steht 12 Stunden. Und am Dienstag Nachmittag kommt dann auch noch wie bestellt Monis Paket. Alles gut.</p>
<p><strong>14./15.12.2011.</strong> Am Mittwoch Morgen koennen wir gemuetlich packen, die Faehre geht erst um 16 Uhr. Die Señorita meinte, zwischen 12.30 und 14 Uhr könnten wir die Bicis einladen. Kurz vor 12.30 Uhr sind wir beim Terminal. Wir werden durchs Areal gelotst, durchqueren eine Militaerkontrolle, dann sollen wir warten.</p>
<div id="attachment_2762" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0029_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2762" title="IMG_0029_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0029_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Schiff steht bereit</p></div>
<p>Es stehen schon viele grosse Trucks da, die beginnen nun mit der Faehrberaldung. Rueckwaerts muessen die Riesenteile reinzirkeln. Das ist eine ganze Weile lang ziemlich interessant. Und dauert. Mittlerweile ist es 14.30 Uhr, dann 15 Uhr. Nun mischen sich sporadisch PWs in die Fahrzeuge, die auf die Faehre duerfen. Gegen 15.30 Uhr kommen die Fusspassagiere. Und wir stehen immer noch da und warten. Seit 3 Stunden. Ich frage mal nach. Die Bicis wuerden als letzte reingehen. Aha. Haetten wir das gewusst, waeren wir spaeter gekommen&#8230; Und dann duerfen wir endlich rein. Wir koennen die Bicis beladen in eine Kabine gleich bei dem Eingang schieben, neben anderes Gepaeck. Zum Festbinden gibt&#8217;s nichts, wir muessen unsere eigenen Spannriemen hervorholen. Und das fuer 150 Pesos. Doch wenigstens wird die Tuere der Kabine danach geschlossen. Dann geht&#8217;s die Treppen hoch zur Reception. Wir sagen wir haetten noch keine Sitznummer und werden in die Cafeteria verwiesen. Die hat eine ziemlich niedere Decke, wirkt etwas erdrueckend. Auch der Schlafsaal mit den Sesseln wirkt nicht gerade einladend. Das ehemals franzoesische Schiff erschlaegt einem nicht mit Sympathie. Gegen 16.30 legt die Fähre los und wir sind bald auf Deck. Dort weht ein frischer Wind.</p>
<div id="attachment_2763" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0037_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2763" title="IMG_0037_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0037_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wir laufen aus</p></div>
<p>Nun kommt die Durchsage, dass die Ueberfahrt 16 Stunden dauern wird. Also mal sehen. Auf der anderen Seite des Schiffes ist es waermer und windlos. Ich gehe auf das hintere, untere Deck, dort ist es noch waermer. Da heitzen die Motoren noch ein. Es ist ganz angenehm. Ich mache es mir auf einer Rettungswestenbox bequem. Die Faehre laesst Mazatlán und die Zona Dorada langsam hinter sich und tuckert langsam in den Sonnenuntergang.</p>
<div id="attachment_2764" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0081_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2764" title="IMG_0081_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0081_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Adios Mazatlán</p></div>
<p>Bald spricht mich ein Typ an, Trucker. Was sonst? Wohl etwa 50% der Passagiere auf dem Boot sind Truckchauffeure. Ich unterhalt mich lange mit Daniel, ganz interessant, mal etwas mehr aus dem Truckerleben zu erfahren. Diese fahren wohl meistens 20 &#8211; 24 Stunden durch, dabei duerfen sie 2 Aufputschpillen schlucken. Tja. Und bei einer Faehrueberfahrt wuerden schon mal ein paar Bierchen getrunken, das mache schoen muede&#8230; Gut. Es kommt eine Durchsage, die Cafeteria schliesse in 10 Minuten. Daniel fragt, ob ich rein will, ich meine, das sei eh zu teuer. Als ich spaeter reingehe, meint Monika, das ich das inbegriffene Nachtessen verpasst haette. Dumm gelaufen, denn Hunger haette ich. Zudem haetten wir keinen Sessel. Bitte? Ich klaere das nochmals bei der Señora der Reception. Dei Faehre sein voll, wir muessten in der Cafeteria uebernachten. Noch duemmer gelaufen. Ich lese noch eine Weile, um mich herum sind die Cahuffeure am Bierchen kippen. Die Cafeteria leert sich, Lichter werden geloescht. Gegen Mitternacht schiebe ich 4 Stuehle zusammen. Mein Bett. Umgeben von 10 nun schnarchenden Truckern und einigen anderen Passagieren versuche ich zu schlafen. Klappt nicht. Die harten Stuehle werden schnell unbequem. Nach einer Weile schmerzt wieder alles, es folgt eine Drehung, bis es wieder unbequem wird. Immerhin habe ich den Fleeceschlafsack dabei, denn die Klimaanlage ist nun definitv ueberfluessig, es wird kalt. Schlaf bekomme ich keinen. Na ja. Um 6 Uhr wird die Beleuchtung wieder angemacht und die Glotze eingestellt, Lautstaerke auf Maximum. Nett. Die Cafeteria besiedelt sich langsam. Ich hole uns mal zwei Kaffees. Gerade jetzt wird die See etwas rauher. Mein Magen fuehlt sich flau an. Gegen 8 Uhr gibt es Fruehstueck. Dieses verpasse ich jetzt mal nicht. Eier, Bohnen und Tortillas. Ganz gut. Danach geniessen wir nochmals etwas frische Luft und die erste Tageswaerme auf Deck. Land sieht man schon lange, nun naehern wir uns langsam dem Hafen von Pilingüe.</p>
<div id="attachment_2765" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0141_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2765" title="IMG_0141_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0141_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Einfahrt in Puerto Pilingüe</p></div>
<p>Gegen 9.30 Uhr legt die Faehre an. Gute 16 Stunden. Nun duerfen die Chauffeure von Deck 3 runter, dann folgt Deck 4. Wir warten und warten. Dabei kommen wir mit einem Motorradfahrer ins Gespraech. Schweizer. Er meint so im Gespraech, dass er sein Ticket am Fahrtag, sprich gestern, gekauft haette und er haette einen Sessel gehabt. Die Señorita im Terminal von Mazatlán war jetzt einfach eine wirklich hohle Nuss. Die hat total versagt. Nun, jetzt kann alles nur noch besser werden, die Ueberfahrt war kein guter Anfang. Also falls ihr je die Fähre von Mazatlán nach La Paz oder umgekehrt nehmen werdet, checkt einfach, ob die Sitznummer auf dem Ticket steht. Nach noch mehr warten duerfen wir endlich auch runter. Bikes holen, dann muesesn wir wieder anstehen, Gepaeckinspektion des Militaers. Als ich vorne bin, schaut mich der eine Soldat etwa 2 Minuten an, waehrend er das Gepaeck einer anderen Gringa &#8220;durchsucht&#8221;. Dann winkt er mich einfach durch. Die Mexikaner werden hier um einiges gruendlicher auseinandergenommen. Wir reorganisieren das Gepaeck und gegen 11.45 Uhr fahren wir schliesslich los in Richtung La Paz. Wow, das Meer hat hier eine tolle Farbe. Helltuerkis bis tuerkisblau. Die Strasse wird huegelig, wir passieren in Kurven noch mehr dieser tollen Buchten mit den wahnsinnig schoenen Wasserfarben.</p>
<div id="attachment_2766" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0156_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2766" title="IMG_0156_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0156_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schön ist es hier</p></div>
<p>Die Trucker fahren alle in weitem Bogen um uns und winken und hupen. Tiptop. Sie kennen uns ja mittlerweile wohl fast alle. Dann kommt uns ein deutscher Radler entgegen. Er auf dem Weg zur Faehre nach Topolobambo. Er meint, die Baja sei die ideale Radlerstrecke. Mal sehen. Zudem sagt er, in La Paz haette es noch mehr Radler. Welch Wunder. Wir fahren weiter, nahe dem Meer essen wir etwas, dann sind wir auch schon in La Paz.</p>
<div id="attachment_2768" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0159_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2768" title="IMG_0159_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0159_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nette Mülleimer am Malecon</p></div>
<p>Dem Malecon entlang geht es in die Stadt. Wir sind auf der Suche nach der Pension California. Das soll die Radlerabsteige sein. Ploetzlich rennt uns jemand hinterher. Der <a href="http://m.piem.org/" target="_blank">Franzose Paul</a>, klar, auch Radler. Er wohnt nicht im California, doch er weist uns den Weg dahin. La Paz ist teuer, 270 Pesos fuer ein Doppelzimmer. Pah! Wir schauen uns noch 2 Hotels an, eines ist 10 Pesos guenstiger. Wir quartieren uns doch im California ein und treffen auch gleich auf ein amerikanisches Radlerpaar aus Oregon. Und wie schon so oft gibt es erst ab 19 Uhr Heisswasser. Die Dusche muss warten, denn es ist ganz schon kuehl hier, wenn man nicht gerade in der Sonne steht. So kaufen wir auf dem Mercado Gemuese und Pasta und schon um 17 Uhr kochen wir in der sehr spartanischen und nicht gerade einladenenden Kueche des Hotels. Und jetzt kommt langsam die Krise, ich bin saumuede. Gut. Nach 19 Uhr noch kurz duschen und dann endlich schlafen.</p>
<p><strong>16.12.2011.</strong> Nach der ungemuetlichen Nacht auf der Faehre legen wir auch in La Paz noch einen Ruhetag ein. La Paz ist eine nette Stadt am Golfo de California oder dem Mar de Cortéz. Doch es ist noch viel gringoischer als Mazatlán. Hier gibt es sogar eine englischsprachige Zeitung, die Gringo Gazette.</p>
<div id="attachment_2767" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0183_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2767" title="IMG_0183_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0183_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gringozeitung in La Paz</p></div>
<p>Am Nachmittag treffen noch mehr Ciclistas im California ein, Helena aus England und Joel aus Kanada. Sosnt hat es in dem Hotel natürlich wieder eine Menge aelterer amerikanischer und kanadischer Herren. Was sonst? Das sind wohl die, die gerne etwas mehr Geld ausgeben, die anderen sind in Mazatlán. Denn die Preise in La Paz sind  hoch, und sie sollen weiter noerdlich noch mehr ansteigen.</p>
<p><strong>17.12.2011.</strong> Die Nächte werden also auch auf der Baja eher kühl. Ist schlussendlich Winter. Aber dieser Winter soll kälter sein als üblich. Doch als wir Mazatlán gegen 7.15 Uhr verlassen ist die Temepratur ganz angenehm. Der Himmel ist ziemlich grau und wolkenverhangen. Wir fahren aus der Stadt raus, es folgt ein Oxxo nach dem anderen. Doch wir können widerstehen.</p>
<div id="attachment_2770" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0191_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2770" title="IMG_0191_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0191_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Noch knappe 1&#039;500 km bis zur Grenze</p></div>
<p>Langsam steigt die Strasse an, dann folgt eine richtige Steigung bis auf ca. 350 m.ü.M. Von oben sieht man das Mar de Cortéz. Oder den Golfo de California. Dann geht es hügleig weiter durch Kakteen- und Buschlandschaft. Tote Tiere sieht man hier ja viele auf und neben der Strasse. Heute sind es überfahrenen Hundebabys. Einige. Dass Latinos grundsätzlich keine Tierfreunde sind ist nicht neu. Dass man aber neugeborene Hundewelpen einfach auf der Strasse entsorgt ist eher unter aller Sau. Auch für Mexikaner. Pfui! Wenn man die kleinen loswerden will, und das verstehe ich, denn die Hunde vermehren sich hier wie die Karnickel, dann bitte schnell und schmerzlos und woanders. Nun, es geht weiter, die Temperatur bei bewölktem Himmel immer noch angenehm. Ich komme trotzdem ins Schwitzen. Doch hält man, wird es kühl. Hoch und runter fahren wir über die Bergkette. Rechts sehe ich nun farbige Felsvariationen. Hübsch.</p>
<div id="attachment_2769" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0198_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2769" title="IMG_0198_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0198_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch hübsch</p></div>
<p>Die Mex 1 hat ziemlich viel Verkehr hier und sie ist eng. Die Auto- und Truckfahrer sind auch hier anständig, doch es wird mehr gehupt. Dann schmeisst mich ein Tanklaster fast von der Strasse. Später wartet ein grüner Laster geduldig hinter mir. Als die Gegenfahrbah frei wird, überholt er. Und zwar extrem nahe, dann schert er vor meiner Nase wieder ein, sein Hinterteil streift mich voll. Nach einer Schrecksekunde fluche ich ihm nach. So ein Vollidiot. Das hat der sicher absichtlich gemacht. Die gegenfahrbahn war frei, er hätte mit Abstand überholen können. Radlerkollege Tyson hatte die amerikanischen RV-Fahrer als &#8220;Hijos de Puta&#8221; bezeichnet, weil sie zu nahe überholen. Diese sehe ich zu dieser Jaherszeit meist nur im Gegenverkehr, aber es gibt definitv auch Hijos de Puta mexicanos. Definitiv!</p>
<div id="attachment_2771" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0219_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2771" title="IMG_0219_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0219_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Da nützen vielleicht ein paar Worte in der Kaktuskapelle</p></div>
<p>Nun, ansonsten kommen wir gut voran, gegen Mitte Nachmittag machen wir uns auf Campsuche. Alles eingezäunt. Einige Gatter lassen sich öffnen, doch wir finden nichts Passendes. So enden wir schlussendlich bei Km 91 hinter der Loncheria &#8220;El 91&#8243;. Und sogleich haben wir einen besten Freund, einen ziemlich alten Hund.</p>
<p><strong>18.12.2011.</strong> Bei bedecktem Himmel verlassen wir &#8220;El 91&#8243; kurz nach 7 Uhr. Es geht runter, ist ganz schön kühl. Bei Kilometer 100 folgt &#8220;El Cien&#8221;, nichts mehr als eine Häuseransammlung. Es hat ein paar Tiendas und Loncherias. Unser Wasser reicht noch, wir haben in La Paz gut aufgetankt. Und bei diesen Temepraturen braucht man auch nicht so viel. Nun wird die Strasse flacher, dann wird&#8217;s nochmals hügelig. Wir passieren Las Pocitas, ein richtges kleines Dorf mit einer nagelneuen Pemex. Es folgt El Veintiocho, nichts mehr als ein Restaurant. In einer Kurve machen wir Pause. Als wir weiterfahren, macht er sich zum ersten mal bemerkbar, der Wind. Genauer gesagt Gegenwind. Die Strasse wird nun flach, die Landschaft wüstenartig öd. Heller Sand, ein paar Büschchen.</p>
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0230_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2772" title="IMG_0230_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0230_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es wird eher öd</p></div>
<p>Der Wind dreht immer mehr auf. Die Landschaft erfährt auch eine Minimaländerung. Mit einem Mal hat es grünse Gras am Boden. So eine Art. Dafür keine Kakteen mehr. In Santa Rita machen wir Mittagspause und füllen unser Wasservorräte auf. Dann geht&#8217;s weiter im Kampf gegen den Wind. Dieser wird immer stärker. Auch der Verkehr bleibt heute dicht. Ein anstrengendes Duo. In die Landschaft schleichen sich nun wieder die verschiedensten Kakteen. Es wird Zeit für die Campsuche. Da hat&#8217;s ein offenes Gatter. Weiter hinten finden wir ein schönes Kakteencamp. Endlich.</p>
<div id="attachment_2773" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0282_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2773" title="IMG_0282_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0282_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Endlich en Kakteencamp</p></div>
<p>Der Nachtteil, ich fische zwei Dornen aus meinem Vorderreifen. In unserem Wüstencamp geniessen wir einen schönen Sonnenuntergang uns später die klare Sternennacht. Schön.</p>
<div id="attachment_2774" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0321_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2774" title="IMG_0321_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0321_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein schöner Sonnenuntergang...</p></div>
<div id="attachment_2775" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0351_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2775" title="IMG_0351_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0351_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">... und eine sternenklare Nacht. Man erkennt sogar den kleinen Wagen. Wenn man denn etwas erkennt.</p></div>
<p><strong>19.12.2011.</strong> Die Nacht ist ziemlich kalt. Am Morgen ist alles nass: Natur, Zelt, Räder. Kein Wunder ist es hier so grün, bei dem Tau. Der Himmel ist heute wolkenlos. Bei der Weiterfahrt ist es kalt genug für dicke Handschuhe. Flach und gerade geht es weiter. Nach 20 km folgt das Dorf Villa Morelos. Nun nehmen Kuhställe und Landwirtschaft zu. Nach weiteren 10 km die ersten Anzeichen der grösseren Stadt Ciudad Constitución. Mit einem Ley. In dem grossen Supermercado decken wir uns mit neuen Vorräten und Backwaren ein. Plus einen halben Kilo Tortillas. Die sind immer noch warm. Dann geht&#8217;s durch die Stadt und wieder raus. Es bleibt flach, die Vegetation wird noch spärlicher. Dann wieder ein Maisfeld oder eine total grüne Wiese. Schräg. Nach weiteren 26 km folgt Ciudad Insurgentes. Bei der Pemex machen wir Mittagspause. So frische Tortillas sind eindeutige besser als 1 &#8211; 2 Tage alte. Und sie lassen sich aufrollen ohne zu brechen. So ist Tortilla essen doch ganz lecker. Danach geht&#8217;s weiter, beim Rechtsabbieger nach Loreto fahren wir geradeaus weiter. Wir wollen in Richtung Ignacio Zaragoza, dann Offroad nach San Javier. Nun wir das Flachland richtig trostlos.</p>
<div id="attachment_2776" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0360_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2776" title="IMG_0360_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0360_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Öder als öd</p></div>
<p>Aber immerhin hat die Strasse nun einen Seitenstreifen. Zwei Fahrzeuge halten, die Fahrer fragen, wo wir hinwollen. Beide meinten, wir hätten den Abzweig nach Loreto verpasst. Nö, nö, wir sind hier schon richtig&#8230; Es folgt das Dorf Ignacio Zaragoza, kurz danach ein paar verlassen aussehende Häuser. Hinter dem einen Haus gibt es einen perfekten Campplatz mit Wasserhahn und sogar ein Klo hat es. Doch es ist niemand da, um nach Camperlaubnis zu fragen. Wir installieren uns mal. Später taucht der Nachbar auf. Dort frage ich und der Señor meint, dass der Dueño sicher nicht will, dass dort jemand zeltet. Ich frage, ob es einen anderen Ort gäbe. &#8220;Ja, in Zaragoza.&#8221; Vielen Dank. Ich frage, ob es hinter einem wirklich leerstehenden Haus ginge. Der Señor meint, da könnten wir hin, es sei aber eine Porqueráa, eine Sauerei, da hinten. So ist es, überall Scherben und ein wenig Abfall. Doch etwas weiter weg auf der Ebene geht es. Dort gibt es nur den Wind. Hinter dem Haus hat es sogar einen leckenden Wasserschlauch. Wie man in der Wüste einfach so Wasser verschwenden kann. Aber gut für uns, hier kann man sich einmal anständig waschen. So sauber fühlte ich mich seit Tagen nicht mehr.</p>
<p><strong>20.12.2011.</strong> Diese Nacht ist ziemlich kühl. Ich friere phasenweise. Es ist definitiv Winter auf der Baja. Als der Wecker um 5.30 Uhr klingelt, fängt das Schwierige wieder an. Aufstehen. Gegen 7.30 Uhr sind wir strartbereit. Jetzt müssten wir noch Wasser haben. Aber der leckende Schlauch leckt nicht mehr. Die Tienda ist noch zu. Doch da regt sich was, die Señora macht gerade auf. Wie gut. Wir tanken je eine Gallone nach, zudem nehme ich noch 3 Liter Kochwasser mit. Dann fahren wir die 4 km bis zur Abzweigung nach San Javier. Nun beginnt der Spass. Schotter. Mit bestem Waschbrett. Ich hatte fast vergessen, wie schön sich das anfühlt&#8230; Dann wird die Strasse sandig. Sehr sandig. Des öfteren müssen wir nun schieben. Das ist anstrengend.</p>
<div id="attachment_2778" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0369_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2778" title="IMG_0369_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0369_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Fahren auf Sand ist nicht so einfach</p></div>
<p>Die Landschaft ist öde, der Himmel bewölkt. Eine eher trostlose Ansicht. Nun beginnt die Strase langsam zu steigen. Und der Schotter wird besser. Auch die Landschaft wird interessanter, die Kakteen ein wenig grüner, so auch die Büsche. Es folgt ein riesiges, trockenes Flussbett.</p>
<div id="attachment_2779" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0391_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2779" title="IMG_0391_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0391_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein riesiges Flussbett kreuzt die Strasse</p></div>
<p>Da kam mal viel Wasser den Berg runter. Ob das in der Regenzeit immer noch so ist? Ich bezweifle es irgendwie. Die runden Steine sind ideal für die Mittgspause. Im Wind ist es kühl. Danach geht es weiter gemütlich hoch, wir passieren einige Ranchos. Die Umgebung wird langsam felsiger, eine schöne Landschaft. Wir fahren langsam in die Sierra de la Giganta. Es folgen noch mehr der riesigen, trockenen Flussbetter. Nach so einem müssen wir nochmnals durch Sand schieben. Dann gemächlich weiter hoch, so ist das Fahren schön. Die Piste nicht allzu übel, sozusagen kein Verkehr. Etwa 6 Autos haben uns bisher passiert. So geht der Tag vorbei, nach 50 km wird es Zeit für die Campsuche. Gleich neben der Strasse finden wir einen guten Platz. Wir sind in der Wüste, zuerst müssen wir den Boden putzen. Sprich von allen möglichen Dornengebilden befreien. Das dauert. Dann können wir das Zelt aufbauen.</p>
<div id="attachment_2780" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0404_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2780" title="IMG_0404_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0404_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Campen ist schön</p></div>
<p>Langsam wird es kalt und dunkel. Die Sterne  werden sichtbar. Wow. Hier haben wir nun wirklich kein störendens Licht mehr.</p>
<p><strong>21.12.2011.</strong> Nach einem Dornencheck der Reifen befinden wir uns wieder auf der Strasse. Der angehende Tag begrüsst uns mit einem Regenbogen.</p>
<div id="attachment_2781" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0431_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2781" title="IMG_0431_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0431_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein netter Tagesgruss</p></div>
<div id="attachment_2782" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0435_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2782" title="IMG_0435_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0435_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die typischen, trockenen Flusbetter</p></div>
<p>Wir fahren durch das nächste Flussbett, dann geht&#8217;s weiter gemächlich hoch. Dunkle Wolken hängen am Himmel und spüre ich da etwa Tropfen? Ja tatsächlich, es fieselt ganz leicht. Doch bald lichtet sich der Himmel wieder, die Sonne drückt durch. Wir durchqueren ein weieres Flussbett. Da hat&#8217;s sogar noch Wasser. Nicht schlecht. Nun werden die Felsen markanter. Sie sehen komisch aus, scheinen aus losen Steinen zu bestehen. Dann folgt eine kleine Abfahrt mit Blick auf tolle Felsen. Neben der Strasse wärmen sich die Geier auf den Kakteen auf.</p>
<div id="attachment_2783" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0449_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2783" title="IMG_0449_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0449_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Markante Felsen, viele Kakteen</p></div>
<div id="attachment_2784" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0465_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2784" title="IMG_0465_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0465_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Geierstrand</p></div>
<p>Auch heute hat es mehrere Ranchos am Wegrand. Eine steht zum Verkauf. Kurz danach schiesst rechts etwas aus dem Busch. Ich erschrecke gewaltig. Es ist ein Hund, doch er greift nicht an, sondern stürzt sich fast sehnsüchtig auf uns und will gestreichelt werden. Ob man die Hündin einfach dort zuückgelassen hat? Vielleicht, denn sie folgt uns nun auf Schritt und Tritt. Auch als wir diverse Kakteen mit Weihnachtskugeln bestücken &#8211; für unseren Weihnachtsgruss &#8211; wartet sie geduldig.</p>
<div id="attachment_2785" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0520_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2785" title="IMG_0520_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0520_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Weihnachtliches &quot;Fotoshooting&quot;</p></div>
<p>Danach nehemn die Ranchos zu und gegen 12.30 Uhr erreichen wir San Javier. Mit einer schönen Missionskirche.</p>
<div id="attachment_2786" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0523_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2786" title="IMG_0523_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0523_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die schöne Missionskirche von San Javier</p></div>
<p>Hier suchen wir uns nun ein Restaurant. Es wird Zeit für Eier, Bohnen und Tortillas. Was sonst? Danach geht&#8217;s weiter in Richtung Loreto. Die letzten 1,5 Tage sind wir fast unmerklich auf ca. 450 m.ü.M. hochgeklettert. Interessant. Jetzt soll es bald runtergehen. Die Hündin ist zum Glück irgendwo in San Javier geblieben. Nun folgen weitere 15 km Auf und Ab auf Schotter. Gleich nach San Javier ein weiterer blassblauer Fluss. Sieht toll aus.</p>
<div id="attachment_2787" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0546_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2787" title="IMG_0546_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0546_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nach San Javier hat&#039;s Wasser</p></div>
<div id="attachment_2788" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0556_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2788" title="IMG_0556_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0556_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Tolle Felslandschaften</p></div>
<div id="attachment_2789" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0565_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2789" title="IMG_0565_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0565_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und grelle Farbtupfer</p></div>
<p>Dann wird die Felslandschaft noch viel spektakulärer. Richtig cool. Es ist wirklich schön hier oben. Auch wenn der Wind nun wieder von vorne bläst. Dann ist der Spass auch schon vorbei, es beginnt die Asphaltstrasse. Hier geht es 4 weitere km rauf und runter. Dann folgt die Bajada. Steil geht es runter. Gemäss der Aussage eines Señors in San Javier ist nun alles &#8220;casi todo Bajada&#8221;. Wir sausen ins Tal, auch hier durch tolle Felscanyons.</p>
<div id="attachment_2790" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0581_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2790" title="IMG_0581_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0581_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch die Abfahrt ist spektakulär</p></div>
<p>Der Himmel verdunkelt sich wieder und dann beginnt es tatsächlich zu regnen. Nichts wie runter nach Loreto. Die Stadt und das Mar de Cortéz sieht man nun in der Ferne. Das Ziel nahet. Rechts unten in der Schlucht hat es nun Palmen, Orangenbäume und Reben. Eine richtige Oase.</p>
<div id="attachment_2791" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0575_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2791" title="IMG_0575_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0575_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Unerwartetes Grün in der Schlucht</p></div>
<p>Die Abfahrt geht weiter, doch plötzlich folgt eine sausteile Auffahrt. Dann wieder eine und nochmals eine. Alle extrem steil, zickzacken ist angesagt. Soviel zum Thema &#8220;casi todo Bajada&#8221;. Casi eben. Die Auffahrten haben es in sich, das &#8220;Runterfahren&#8221; zieht sich in die Länge. Und es ist schon 16.30 Uhr. Noch eine Stunde Tageslicht. Schade, so kann man die tolle Landschaft gar nicht mehr richtig geniessen. Aber schlussendlich erreichen wir die Mex 1, nun ist es nicht mehr weit nach Loreto. Nun auf Hotelsuche. Hier wird es nicht billig sein. Wir fahren in Richtung Centro auf der Suche nach der im Footprint angegebenen Posada San Martín. An einer Ecke will ich mich orientieren, als ein Señor fragt, ob er helfen kann. Gleichzeigig spricht uns ein Touri an, ein Schweizer Ciclista. Er meint, er zahle 350 Pesos für ein Einzelzimmer. Huch! Ich unterhalte mich etwas mit dem Señor, schildere ihm, dass wir eine günstige Unterkunft suchen. Er ruft gleich einen Amigo an. Dort könnten wir günstig bleiben, aber es hat keine Dusche. Und die wäre nach 5 Tagen ohne schon wünschenswert. Zudem ist Daniél, der Señor, der Chef des italiensichen Restaurants, vor welchem wir stehen. Er meint, wir sollten später wiederkommen, er gäbe uns einen Spezialpreis. Wir fahren zur Posada San Martín. Ein Glückstreffer. Für 300 Pesos gibt&#8217;s ein nettes Doppelzimmer. Und wir haben erst noch zwei Ciclistas als Nachbarn. <a href="http://helenstakeon.com/" target="_blank">Eine Engländern</a> und ein Schwede. Dann darf ich unter die Dusche. Und die ist ein Traum. Als wir wieder sauber sind, besuchen wir Daniél in seinem Restaurant. Uh, eine teurer Ort. Das typische Gringolokal. 115 Pesos für eine Lasagne. Und für 20 Pesos gibt&#8217;s eine kleine Cola. Wir bestellen eine mit 2 Gläsern. Die Lasagne will uns Daniél für 85 Pesos geben. 60 Pesos? Hier verhandelt man wohl nicht. Aber schlussendlich bekommen wir 2 Lasagnes für je 60 Pesos und erst noch eine zweite Cola offereirt. Nicht schlecht. So endet der unerwartet späte Abend mit einer feinen Mahzeit. Und der Sidetrip über San Jsvier lohnt sich auf jeden Fall, für die Abfahrt nach Loreto muss man sich einfach genügend Zeit geben.</p>
<p><strong>22. &#8211; 24.12.2011.</strong> Es ist kühl in Loreto. Eigentlich dachte ich, ich könnte noch einmal im Meer baden gehen. Aber der Gedanke daran ist nicht mehr besonders attraktiv. Ansonsten gibt es das Übliche zu tun. Waschen, Internet und Fahrrad und Kette von Staub befreien. Und wie vermutet kostet hier alles etwas mehr. Intertnet 20 Pesos die Stunde. Das ist schon hart an der Grenze. Natürlich gibt es einige hübsche Grigocafes und -restaurants. Und einen menschenleeren Malecón. Das mag am Wind und an der Kälte liegen. Oder der amerikanischen und insbesondere der californischen Krise. Die Señora des Hotels meinte, dass dieses Jahr auch die Europäer fehlen würden. Im Supermercado hängt zudem ein Artikel, dass Loreto so qausi am Rande des Abgrunds liege. Die Natur werde zerstört, es fehlen Investoren und irgendwelche Politiker sprechen nicht mit andern Politikern. So kommt es dann auch, dass das einzige anständige Internet, obwohl es offen sein sollte, geschlossen ist. Sonst gibt es nicht mehr viel zu machen als hin- und herlaufen. Da spricht uns ein Ami an. Jeff, der Dueño des italienischen Restaurants. Er leiht uns spontan seinen iPad und ruft einen Freund an, dem ein Cafe mit Wi-Fi gehört. So einfach geht das. Auch die Leute der Pension San Martín sind extrem nett. Morgens gibt es dort Kaffee, aber weil es im Moment so kalt ist, bekommen wir auch am Nachmittag einen. Zudem dürfen wir abends die Küche eines anderen Zimmers benutzen. Vielleicht eine Spezialbehandlung, weil wir am 23. die einzigen Gäste sind. Auf jeden Fall ein sehr empfehlenswertes Hotel.</p>
<div id="attachment_2792" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0607_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2792" title="IMG_0607_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0607_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auch Loreto hat ein schöne Missionskirche</p></div>
<p>Am 24. kaufen wir in der Panaderia eine Quarktorte mit Ananas. Weil Heiligabend ist. Diese wollen wir mit den Dueños des Hotels teilen. Also klingeln wir später, die junge Señora erscheint und geht einen Teller holen. Mit disem kommt sie zurück, zudem lädt sie uns für den Abend ein. Ihre Schwiegermutter würde einen tRuthan machen. Klar, da sagen wir gerne zu. Den Kuchen nehmen wir wieder mit, wir werden ihn als Dessert mitbringen. Aber so war die Sache mit dem Kuchen nicht gedacht. Trotzdem ist es schön, Heiligabend eingeladen zu sein. Und wie sich später herausstellt, war die Idee bei den Dueños des Hotels schon vorher geboren. Schweizerisch püktlich stehen wir um 19 Uhr vor der Tür. Die ältere Señora lässt uns rein, der Rest der Famile, ihr Sohn und die Schwiegertochter trudeln etwas später ein. Wir werden zu Tische gebeten. Es gibt Truthahn, Spaghetti und Salat. Sehr feines Essen. Zum Dessert stehen Buñuelos auf dem Tisch. Quasi Fasnachtschüechli ohne Puderzucker. Diese werden verbrochen und mit einem Sirup begossen. Sehr fein. Und natürlich darf ein Stück unseres Kuchens nicht fehlen. Wir unterhalten uns sehr nett mit unseren Gastgebern und verbringen auch dieses Jahr einen gemütlichen Heiligabend.</p>
<p><strong>25.12.2011.</strong> Um 6.30 Uhr gibt es schon Kaffee. Das finde ich kalsse. So was nenne ich Früchstück. Gegen 7.15 Uhr ist das Rad beladen. Wir bedanken uns nochmals bei der Señora, dann verlassen wir Loreto. Die Berge zeichnen sich klar im Hinergrud ab, es ist windstill. Wie schön, nach zwei sehr windreichen Tagen. Weiter geht&#8217;s auf der Mex 1. Schnell wird&#8217;s warm. Bei einem Stop stellt Moni fest, dass etwas mit ihrer Vorderbremse nicht stimmt. Wir schräubeln eine Weile herum. Doch es stimmt immer noch etwas nicht. Ah, ein Bremsklotz fehlt. Tja. Heute wird es nicht viel runtergehen, sie kann das Ganze am Abend regeln. Wir fahren weiter, nun hat sich der Wind doch noch eingefunden. Und gleich ziemlich stark bläst er uns entgegen. Langsam geht es den Berg hoch.</p>
<div id="attachment_2794" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0631_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2794" title="IMG_0631_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0631_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Landschaft ist trotz Wind schön</p></div>
<p>Der Wind wird immer stärker, teilweise ist er ziemlich böig. Bei solchem Wind fahre ich nicht gerne allzu nahe am Rand. Ich will nicht im Strassengraben landen. Aber das stört die Lastwagenfahrer wohl etwas, die überholen wieder deutlich unter dem Minimalabstand. Die sind hier schon ziemlich lästig. Wie auch der Wind. Wir passieren einen Militärposten. Sie wollen unsere Pässe sehen. Das ist ok. Klar sind wir auch sonst eine willkommene Abwechslung. Einer kriegt sich kaum ein und fragt wirklich dreimal:&#8221;Porque eres tan blanco?&#8221; Ok, wenn das ein Kind fragt&#8230; Aber als Anmache ist die Frage hohl. Nun meint der Militär nämlich, ich solle doch eine Weile ausruhen, er würde mich auf eine Gaseosa einladen. Nein danke. Ich stelle mich lieber dem Kampf gegen den Wind. Mittlerweile bremst dieser ziemlich runter. In der Ferne ist der Himmel braun. Für einmal nicht Smog, sondern Staub. Rauf und runter geht es weiter, langsam nervt der Wind. Links kommen richtige Staubschwaden angeflogen. Später sehe ich woher. Weite, offene Sandflächen. Wenn der Wind da rüber rast, nimmt er eine Menge Sand mit.</p>
<div id="attachment_2793" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0653_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2793" title="IMG_0653_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0653_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In der Wüste staubt&#039;s</p></div>
<p>Wir fahren nochmals einen Berg hoch, dann geht&#8217;s rutner in ein nächstes flaches Tal. Hier wird die Campsuche wohl schwierig. Also fahren wir bei einer Rancho rein. Da ist sogar ein Señor. Und eine kläffende Töle sowie ein kräftiger Kampfhundmischling. Wir fragen nach einem Ort mit Windschatten, der Señor weist uns zu einem anderen Haus. Doch da windet es ziemlich. Wir fahren zurück, der Señor meint nun, wir könnten auch vor seinem Haus campen. Gut. Wir bauen das Zelt auf. Versuchen es zumindest. Doch der Boden ist so locker, da hält nichts. Der Señor hilft uns, doch es geht nicht wirklich. also ziehen wir doch noch zum anderen HAus, da ist der Boden etwas fester. Unter strenger Beobachtung von zwei Katern, Chocolate, oder auch Cafe, dem Kampfhundmischling und mit Hilfe de Señors steht das Zelt dann doch noch. Weil Weihnachten ist, wollen wir den Señor zum Essen einladen. doch er meint nur, er hätte schon gegessen und verschwindet schnell. Mittlerweile ist es fast dunkel, Moni verschiebt das Bremsenreparieren auf mañana. Und wir &#8220;feiern&#8221; Weihnachten schlussendlich mit den zwei neugierigen Katern und Monikas Miniadventskranz. Fröhliche Weihnachten.</p>
<p><strong>26.12.2011.</strong> Der Mond ist im Moment eine dünne Sichel, so ist es morgens um 5.30 Uhr stockfinster. Aber etwas wärmer als auch schon. Kaum sind wir draussen, ist auch der Siamkater schon wieder zur Stelle. Und der ist ist hungrig. Ich gebe ihm etwas von meinem Pan de Cebolla. Das mag er. Da hängt er sich dann bald an mein Hosenbein, um es zu bekommen. Dieser Kater ist fast zuviel des guten, ich lache mich fast kaputt. Den würde ich also noch mitnehmen. Zumal er auch ganz kuschelig ist.</p>
<div id="attachment_2795" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0688_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2795" title="IMG_0688_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0688_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wer kann diesen Augen widerstehen?</p></div>
<p>Nun, mit all den tierischen Aktivitäten dauert alles etwas länger, kurz vor 8 Uhr fahren wir los. Da kommt uns auch gerade noch Señor Ramön mit Choclate entgegen.</p>
<div id="attachment_2796" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0691_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2796" title="IMG_0691_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0691_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Señor Ramón mit Chocolate, oder Café, wie auch immer</p></div>
<p>Wir bedanken und verabschieden uns und begeben uns zurück auf die Mex 1. Schon jetzt haben wir Gegenwind. Wie nett. Es geht rauf, eine Weile lang, der Wind nimmt massiv zu. Danach geht&#8217;s runter, mit erstem Blick auf die Bahia de Conceptión.</p>
<div id="attachment_2797" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0707_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2797" title="IMG_0707_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0707_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bahia de Conceptión kommt in Sichtweite</p></div>
<p>Zu der fahren wir runter. Auch hier windet es. Nun geht es mehr oder weniger dem Meer entlang. Das ist schön hier, blau, immer wieder schimmert türkis durch. Ich sehe sogar einen Seelöwen. Die Küstenstrasse ist hügelig. Und dann, vor mir, eine wunderschöne Bucht, die Playa Requecon.</p>
<div id="attachment_2798" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0742_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2798" title="IMG_0742_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0742_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es ist schon sehr schön hier</p></div>
<p>Ein windiger Traum. Unten am Wasser einige RVs. Da könnten wir vielleicht auch zelten. An einem windgeschützten Platz oberhalb der Bucht machen wir Mittagspause. Dann fahren wir doch weiter. Es folgt die Playa Buenaventura, auch schön. Danach zieht die Strasse ins Inland. Und wie schön, plötzlich lässt der Wind nach. Wir klettern auf einen Hügel, dann geht&#8217;s wieder runter ans Meer. Bei einem Stop bricht mein Ständer komplett durch. Gestern fiel mein Rad zweimal um, Ständer geknickt. Die Schweissnaht von Estelí, Nicaragua,  hat doch lange gehalten. Es folgt die Playa El Coyote. Hier tanken wir in einer Tienda Wasser auf. Es folgt die Playa El Burro. Kein typischer RV-Park, hier hat es mehr Häuser. Wir fahren rum, niemand da. Beim Restaurant fragen wir, ob wir campen können. Scheint etwas kompliziert zu sein. So fahren wir einfach ein Seitensträsschen rein. Dieses führt zur Plastikmüllkippe, auf dem Weg dahin finden wir einen guten Campplatz. Und vielleicht sieht uns hier niemand, denn bezahlen wollen wir eigentlich nicht. Moni erzetzt ihre Bremsklötze, ich stelle das Zelt auf und mache die Heringe mit ein paar schweren Steinen windsicher. Nun, die Bahia de Conceptión ist wirklich wunderschön, aber wild campen ist eher schwierig. Wegen dem losen Boden, dem Wind und weil es an schönen Orten immer RV-Parks hat.</p>
<p><strong>27.12.2011.</strong> Der Morgen an der Playa El Burro ist kalt, wir liegen in einem richtigen Kältesee. Sobald wir etwas höher steigen, wird es wärmer. Es geht weiter bergig der Küste entlang. Weitere RV-Strände folgen. Es folgt die kalte Bucht der Posada Conceptión, dort hat es einen Laden und eine Bäckerei. Das ganze sieht noch sehr zu aus, wir fahren weiter. Es geht wieder Richtung Inland den Berg hoch. Wir steigen hoch, doch der Wind bläst weiter. Vor der Abfahrt nach Mulegé gibt es eine kleine Pause mit zwei Empanadas. Die Abfahrt ist kurz, danach geht&#8217;s flach weiter, nun mit viel Gegenwind. Wir sind wieder am Mar de Cortéz, die Bahia Conceptión war etwas windgeschützter. Nach dem Strand von Mulegé biegt die Strass inlands, es folgt das Dorf Mulegé. Es ist 10.20 Uhr. Wir erreichen solch strategisch gute Orte nie zur Mittgszeit. Aber wir könnten ja frühstücken. Gleich beim Stadttor hat&#8217;s ein Restaurant. Und frisch gepressten Orangensaft. Nun, wir hatten ja kein offizielles Weihnachtsessen, holen wir das doch jetzt nach. Eier, Bohnen, Tortillas und ein frisch gepresster Orangensaft. Danach wäre eine Siesta schön, anstelle dieser folgt der nächste Berg. Es geht wieder ins Inland, doch der Wind bleibt. Das Hochland ist wie immer voller Kakteen, sieht schon gut aus. Dann geht&#8217;s auch schon wieder runter. Beim Ejido San Lucas setzen wir uns kurz hin. Die Mittagspause fällt ja heute wegen nachgeholtem Frühstück flach. Danach ist die Strasse flach und gerade. Wie es der Wind mag. Er gibt nicht sein Allerbestes, aber viel. Bis Santa Rosalía sind es noch 40 km. Das schaffen wir nicht. So biegen wir nach weiteren 10 km von der Strasse in einen Sandweg ab, der hinter einen etwas windgeschützten Steinwall führt. Hier hat es sogar kleine Grünflächen. Die schönste ist unter einemBaum gelegen, dient aber als Müllhalde und Klo. Ungeeignet. Aber wir finden eine andere gute Stelle. Nicht unsichtbar von der Strasse aus, aber das sollte hier kein Problem sein. Es ist noch früh, so bleibt Zeit, die Zeltreissverschlüsse abzubürsten. In dieser Staubgegend sicher keine schlechte Idee.</p>
<p><strong>28.12.2011.</strong> Um 6 Uhr rüttelt der Wind schon wieder am Zelt. So ist das mit dem Wind. Macht was er will und wann er will. Bald sind wir startklar. Doch oh nein! Monis Vorderreifen ist platt. So verzögert sich die Abfahrt eine Weile. Als wir wieder auf der Mex 1 sind, bläst kein Wind. Wow! Wie das? Es geht eine Weile leicht runter, später wird die Strasse hügelig. So ohne Wind kommen wir schnell voran. Ziemlich cool.</p>
<div id="attachment_2801" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0795_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2801" title="IMG_0795_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0795_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Armleuchter mit Geierflammen</p></div>
<p>Und dann treffen wir das erste Mal auf der Baja auf entgegenkommende Ciclistas auf der Strasse. Ich hätte viel früher mit welchen gerechnet. Die drei amerikanischen Jungs nutzen ihre Uniferien für einen Trip auf der Baja. Und sie bringen uns den Wind. Während des Schwatzes setzt dieser nämlich wie auf Knopfdruck ein. So nehmen wir die letzten Kilometer bis nach Santa Rosalía mit heftigem Gegenwind in Angriff. Und wie schon so oft hier auf der Baja sind die Schilder nur für den Nord-Süd-Verkehr aufgestellt. So verpassen wir die Einfahrt ins Centro erst einmal. Dann klappt&#8217;s doch noch. Santa Rosalía wirkt eher wie eine Westernstadt mit all den Holzbauten im Westernstil. Die Kirche ist auch interessant. Eine von Gustave Eiffel erstellte Stahlkonstruktion. Speziell.</p>
<div id="attachment_2799" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0812_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2799" title="IMG_0812_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0812_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kirche a la Gustave Eiffel</p></div>
<p>Wir finden im Hotel Olvera eine eher teure Unterkunft. Die Preise steigen weiter an. Nach Waschen und Mittagessen mache ich mich auf die Suche nach einer Schweisserei. Vielleicht kann man den gebrochenen Ständer ein zweites Mal schweissen. So ist es, ment zumindest der mexikanische Schweisser. Mein Rad wird auf ein Gestell geworfen. Dan pröbelt der Schweisser den Winkel. Ich bitte noch um extra starkes Schweissmaterial. Kein Problem. Dann ist der Ständer wieder ganz, zudem wurde das Plastikteil angeschmort. Tja.</p>
<div id="attachment_2800" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0809_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2800" title="IMG_0809_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0809_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wenn das mal hält...</p></div>
<p>Nun sollte er wieder halten. Bis ich wieder in der Schweiz bin, meint der Schweisser. Ich glaube eher nicht. A ver.</p>
<p><strong>29.12.2011.</strong> Wir verbringen noch einen Extratag in Santa Rosalía. Hier gibt&#8217;s einigermassen gescheites Internet, zudem muss Monika gewisse Dinge mit ihrer Bank klären. Anscheinend wurden mit ihrere EC-Karte kleinere Beträge in Kolumbien abgehoben, währen sie in Mexiko war. Verdächtig. Nun ist die Karte gesperrt und Monika muss betreffen dem Schaden einiges erledigen. Morgen geht es dann weiter in Richtung San Ignacio.</p>
<p><strong>An dieser Stelle danke ich euch allen fürs regelmässige Lesen von &#8220;Colorfish on the Road&#8221; und wünsche euch ein ganz gutes neues Jahr!</strong></p>
<div id="attachment_2802" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0212_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2802" title="IMG_0212_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_0212_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Un buen Año Nuevo para todos</p></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/colorfish.wordpress.com/2749/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/colorfish.wordpress.com/2749/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2749&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zacatecas &#8211; Mazatlán; mit eiskaltem, kanadischen Gruss, viel Gegenwind und einer anstrengenden Abahrt an die Küste</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 19:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Durango]]></category>
		<category><![CDATA[Mazatlan]]></category>

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		<description><![CDATA[28.11. - 10.12.2011. 626 km. Nach Zacatecas geht es weiter durch die kakteenbewachsene, hügelige Ebene. Dort hindert uns eine eiskalte Frente Canadiense am Campen, auch in Hotelzimmern wird es saukalt. Wir erreichen den Westernfilm-Staat Durango. Hier wird die Landschaft schroffer, es folgt Pinienwald und eine anstrengende, aber atemberaubend schöne Abfahrt nach Mazatlán. Dies eine echte Ciclistastrecke, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2676&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>28.11. - 10.12.2011. 626 km. Nach Zacatecas geht es weiter durch die kakteenbewachsene, hügelige Ebene. Dort hindert uns eine eiskalte Frente Canadiense am Campen, auch in Hotelzimmern wird es saukalt. Wir erreichen den Westernfilm-Staat Durango. Hier wird die Landschaft schroffer, es folgt Pinienwald und eine anstrengende, aber atemberaubend schöne Abfahrt nach Mazatlán. Dies eine echte Ciclistastrecke, wir treffen sie gleich haufenweise.<span id="more-2676"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Zacatecas &#8211; Fresnillo* &#8211; Sombrerete* &#8211; Vicente Guerrero &#8211; Nombre de Dios* &#8211; Durango* &#8211; El Salto* &#8211; La Ciudad* &#8211; El Palmito* &#8211; Concordia* &#8211; Villa Unión &#8211; Mazatlán*</p>
<p><strong>28.11.2011.</strong> Am Abend vor der Abreise gibt&#8217;s dann doch noch ein wenig von Zacatecas zu sehen. In einem Abendspaziergang. Die Minenstadt hat eine sehr schöne Catedral und wir laufen die steilen Gassen hoch und runter. Mit tollem Blick über das dämmernde Zacatecas. Eine Stadt, die sicher auch 2-3 Tage Aufenthalt wert wäre. Aber wir wollen weiter.</p>
<div id="attachment_2693" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9638_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2693" title="IMG_9638_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9638_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Catedral von Zacatecas</p></div>
<p>Wir beschliessen gegen 9 Uhr loszufahren, da es vorher zu kalt ist. So stehen wir gemütlich um 7.30 Uhr auf. Ich stelle das Natel auf den Fenstersims. 0 Grad. Kalt. Das ist wohl wieder eine kanadische Front, die uns hier eiskalt trifft. So packen wir uns für die Abfahrt warm ein. Doch es geht gleich hoch. Nach einer Weile wird es so warm, dass wir eine Jacke ausziehen müssen. Es folgt die Stadtgrenze, dann geht es runter. Jacke wieder anziehen. Auf der Mex 45 geht es weiter runter, dann wird es flach. Es bleibt kalt, ein eisiger Wind weht mir entgegen. Das weite Tal ist wie gehabt beige, nun aber mit roter Erde. Flach fuehrt die Strasse weiter durch diese Landschaft. Ich habe die feinen Handschuhe an, doch mittlerweile frieren mir fast die Finger ab. Auch die Ohren sind kalt. Ich muss aufstocken. Kappe, Wollhandschuhe und Buff. Doch die Finger bleiben kalt, nun beginnen auch die Zehen zu frieren. Ein wirklich eiskalter Morgen, obwohl die Sonne scheint und kein Wölkchen den Himmel trübt. Bei einer Pemex halten wir. Ein heisser Kaffee waere jetzt super. Doch hier gibt&#8217;s gerade keinen Kaffee, auch sonst kein heisses Getraenk. Also weiter. Es folgt der Abzweig Durango Cuota oder Libre. Die Cuota macht weitere Kurven, also nehmen wir die Libre. Es folgt die Einfahrt in die Stadt Calera, dort hat es wieder eine Pemex. Und Kaffee. In der Sonne essen wir dazu ein paar Kekse und wärmen uns auf. Im Windschatten wird es ganz schön warm. Ein Polizeiwagen fährt vorbei und hält. Die zwei Polizisten meinen, die Gegend sei gefährlich, wir sollten hier nur halten, wo es Leute hätte. Machen wir. Wir biegen auf die Libre, die ist plötzlich total einsam und ohne Verkehr. Tja. Aber bald treffen wir auf eine verkehrsreiche Strasse. Das war wohl die Schwerverkehrsumfahrung von Calera. Nun, ich weiss, mein Bici ist schon ziemlich schwer beladen&#8230; Auf der &#8220;richtigen&#8221; Libre geht&#8217;s nun flach weiter. Mal mit, mal ohne Seitenstreifen. Dann eine weitere Abzweigung, Fresnillo Cuaota oder Libre. Wir wollen uns heute in Fresnillo ein Hotel suchen, denn campen bei diesen Temperaturen ist mit unserer momentanen Ausrüstung etwas riskant. Wir fahren auf die Libre, noch 5 km bis Fresnilo. Es folgt ein Hügel, dann die Stadt. Auf der Durchfahrt in Richtung Durango finden wir im Motel Plateros ein Zimmer für 200 Pesos. Und gleich in der Naehe ist der Soriana, ein grosser Supermercado. Perfekt. Auf dem Weg dahin essen wir in einer Loncheria eine Torta und wieder im Motel geniesse ich eine heisse, perfekte Dusche. Wunderbar.</p>
<p><strong>29.11.2011.</strong> Wie vermutet ist der Morgen kalt. Auch im Zimmer haben wir nur gute 10 Grad. Wir fahren gegen 8 Uhr los, wir wollen die ca. 105 km bis nach Sombrerete schaffen. Gut eingemummt geht&#8217;s los. Die Mex 45 führt mehr oder weniger weiter flach durch die Gegend. Wir passieren Río Florido, nach dem Dorf und bei ca. Km 30 machen wir Pause. Meine Zehen sind fast eingefroren. In der Sonne tauen sie langsam auf.</p>
<div id="attachment_2695" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9648_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2695" title="IMG_9648_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9648_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Flache wüstenartige Landschaft</p></div>
<p>Danach beginnt eine längere Steigung. Es wird warm. Die Kleider fallen nun reihenweise. Wir fahren über einen kleinen Pass und überqueren den Tropico de Cancer, den nördlichen Wendekreis. Danach geht&#8217;s rutner. Nun ist die Landschaft nicht mehr flach, das gleiche gilt für die Strasse. Diese führt ziemlich hügelig durch die rote Erdlandschaft.</p>
<div id="attachment_2739" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/dsc01777_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2739" title="DSC01777_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/dsc01777_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Mex 45 wird huegelig</p></div>
<p>Nach ca. 65 km die Abzweigung nach Sain Alto und eine PEmex. Der ideale Ort für die Mittagspause. Tortillas und Kaffee. In der Sonne wird es nun richtig  heiss. Auch der eisige Wind von gestern ist heute schwaecher. Die Front zieht ab. Das waere schön, dann könnten wir wieder zelten. Heute wagen wir es noch nicht. Nach der Mittagspause geht&#8217;s hügelig weiter. Und trotz Tortillas bekomme ich Bauchschmerzen. Zum Glück sind sie aber nicht so stark und von kurzer Dauer. Und so ganz allegemein gesundheitlich. Der Smog hat sich schon ganz massiv verringert, seit wir Mexiko hinter uns gelassen habe. Somit hat sich auch der Husten verabschiedet. Und den Schwindel habe ich gut im Griff, obwohl er mich immer noch hin und wieder belästigt. Und natürlich mache ich immer noch fleissig meine Physioübungen. Ich glaube, die helfen wirklich. soviel zu dem Thema. Rechterhand ragen wieder markante Felsformationen aus dem roten, flachen Grund.</p>
<div id="attachment_2726" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9658_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2726" title="IMG_9658_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9658_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Markant ragt er aus dem Rot</p></div>
<p>Die restlichen 40 km bis nach Sombrerete ziehen sich dahin, zumal es mehr rauf als runter geht. Kurz nach 17 Uhr ist es dann endlich geschafft. Nun müssen wir wieder auf Hostalsuche. Auch hier sind die Unterkünfte relativ teuer. Wir quartieren uns im Hotel Hacienda Grande auf der Durchfahrtsstrasse nach Durango ein. Immerhin können wir hier auf unserem Parkplatz kochen.</p>
<p><strong>30.11.2011.</strong> Auch dieser Morgen ist kalt. Nochmals packen wir uns warm ein. Und wieder geht es gleich einen Berg hinauf. Das gibt warm und bald ziehe ich die dicke Jacke aus. Nach dem Berg geht es hügelig weiter. Die Strasse befindet sich hier auf langer Strecke im Ausweitungsbau. Für den Moment heisst das, dass es oft eng wird. Es folgt ein längere Abfahrt. Juhui! Eine Pemex. Kaffee! Doch leider auch dies eine Tankstelle, die nicht fertig gebaut wurde. Wie schade. Wir fahren weiter runter nach Vicente Guerrero. Nun weht der Wind wieder kühler als zuvor in den Bergen. In Vicente Guerrero hat&#8217;s eine Pemex, aber keinen Kaffee. So gibt&#8217;s einfach Kekse. Danach wird die Strasse flacher. Auf der Mex 45 mit gutem Seiternstreifen kommen wir gut voran. Gegen 12.30 Uhr erreichen wir Nombre de Dios. Bei der hiesigen Pemex hat&#8217;s einen Oxxo, doch es gibt nur Cafe Americano. Auch gut. Wir essen zu Mittag, dann nehmen wir uns im einzigen Hotel des 4&#8217;500 Seelen Dorfes ein Zimmer. Mit 150 Pesos ist es hier wieder einmal günstig. Bis nach Durango waeren es noch 54 km und dazwischen kommt nichts mehr. Zudem ist es immer noch kalt. Aber so bleibt etwas Zeit. Mein Bikecomputer funktioniert sein einiger Zeit nicht mehr korrekt, ich wechsle die Haltevorrichtung und den Magneten. Als alles neu verkabelt ist, will ich die Haltevorrichtung anschrauben. Die eigentlich versenkte Mutter kommt aber raus und ist total verbogen. Ich hege schon länger die Theorie, dass hier in Lateinamerika schlechtere Markenprodukte verkauft werden. Dieser Fall würde diese Theorie wieder einmal bestaetigen. Zum Glück finde ich in den tiefen meiner Taschen eine andere Mutter. Und nun hoffe ich, dass miene Kilometer wieder richtig gezählt werden.</p>
<p><strong>01.12.2011.</strong> Wow, und schon schreiben wir Dezember. Wie die Zeit doch vergeht. Wir verlassen Nombre de Dios gegen 8 Uhr. Wieder gut vermummt und funktionierendem Fahrradcomputer. Auch heute geht es schon bald wieder den Berg rauf. Mit dem Ergebnis, dass immer mehr warme Kleidungsstücke fallen. Aber es ist auch schon deutlich wärmer. Die Front ist nun vielleicht wirklich durchgezogen. Wir überqueren einen kleinen Berg, dann geht es weiter, steil hoch und runter. Das macht hungrig, Zeit für eine Pause. Danach machen wir uns startklar, als ich vor uns eine leuchtgelbe Weste langsam auf uns zukommen sehe. Ein Radler? Ja, sogar zwei. Es sind <a href="http://www.rumziehen.blogspot.com/" target="_blank">Tine und Matthias</a> aus Deutschland.</p>
<div id="attachment_2698" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9663_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2698" title="IMG_9663_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9663_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Tine und Matthias auf dem Weg in den Süden</p></div>
<p>Die beiden sind von Calgary unterwegs in den Süden. Wir schwatzen ziemlich lange mit den beiden. Sie berichten, dass sie in einer der letzten Naechte -17 Grad hatten. Es ist wirklich kalt hier oben im Moment. Diese Kanadier&#8230; Es ist 12.10 Uhr, als wir weiterfahren. Während des Redens blies der Wind in gute Richtung für uns. Während des Gesprächs drehte er. Und wir haben nun Gegenwind. Und zwar guten. Wir fahren über einen weiteren Berg, dann geht&#8217;s runter in ein weiteres weites Tal. Und hier unten blaest uns nun der Wind mit zimlich voller Stärke entgegen. Mal von vorne, dann wieder von der Seite. So ziehen sich die restlich 36 km nach Durango nochmals in die Länge.</p>
<div id="attachment_2734" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9664_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2734" title="IMG_9664_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9664_b.jpg?w=300&#038;h=215" alt="" width="300" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Wie nun? Santa Martina oder San Martin? Oder eben so...</p></div>
<p>Gegen 15.30 Uhr treffen wir schlussendlich in Durango ein. Unser Plan, gegen Mittag hier zu sein, ging vollends in die Hose. Soviel zu Plaenen. Die Hotelsuche zieht sich nochmals hin und gegen 16 Uhr quartieren wir uns im Hotel Gallo ein. Heisses Wasser gibt&#8217;s erst ab 18 Uhr. Das ist gut so, denn jetzt habe ich Hunger. Auf dem Mercado gibt&#8217;s ein spaetes Mittag- oder frühes Nachtessen.</p>
<p><strong>02.12.2011.</strong> In Durango machen wir wieder einen Ruhetag, den wir wie üblich fast die ganze Zeit im Internet verbringen. Durango ist mir nicht so sympathisch, auf den hiesigen Strassen laufen wieder überdurchschnittlich viele komische Gestalten herum, die einen des Oefteren dumm anmachen,  und es hat deutlich mehr Bettler auf der Strasse. Ansonsten gilt Durango als Stadt der Skorpione, schwarzen Wittwen und der Western. Der ganze Staat Durango war oft Kulisse für Hollywoodfilme, aber auch für die mexikanische Filmindustrie. Aber es wird nicht auf den Loorbeeren alter Zeiten ausgeruht,  auch aktuelle Produktionen wie &#8220;Die Maske des Zorro&#8221; (1998) oder &#8220;Bandidas&#8221; (2006) wurden hier gedreht.</p>
<p><strong>03.12.2011.</strong> Heute ist der erste Morgen, an dem es nicht extrem kalt ist. Wie angenehm. Auf dem Boulevard folgen wir der Beschilderung nach Mazatlán. Da aber mexikanische Schilder manchmal nicht eindeutig sind, verfahren wir uns einmal. Doch dann finden wir die richtige Strasse. An einer Pemex tanken wir Kocherbenzin und im Oxxo trinken wir einen Kaffee. Diese verfrühte Pause zieht sich in die Länge. Dann fahren wir endlich aus der Stadt raus und finden auch die Zufahrt zur neuen Cuota Mex 40 D. Dort folgt gleich eine längere Steigung, zudem fahren wir nun voll in den Gegenwind. Dieser ist ganz schön heftig. Manchmal hat es auch Nachteile so gross zu sein. Ich biete dem Feind noch mehr Angriffsflaeche. Na ja. Nach dem Berg folgt eine Abfahrt, dann geht&#8217;s wieder hoch. So geht es den ganzen Tag weiter, flach wird es höchstens für ein paar Meter. Die Landschaft wird schroffer, wir überqueren einige trockene Flusstäler, die zacking ins felsige Gelände gearbeitet wurden.</p>
<div id="attachment_2701" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9682_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2701" title="IMG_9682_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9682_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schroffe Flusstäler lassen die Strasse rauf und runtergehen</p></div>
<div id="attachment_2699" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9669_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2699" title="IMG_9669_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9669_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kommt da was?</p></div>
<p>Auch haben Nadelbäume die Kakteen ersetzt. Zudem verdunkelt sich der Himmel langsam. Es wird doch nicht regnen? Doch. Es beginnt zu tröpfeln, nichts Ernstes. Mit Wind und Regen wird es langsam kühl. Und dann beginnt es tatsächlich zu schütten. Bitte? Notfallmässig muss ich die Regenhose plus Schuhüberzüge aus der hinteren Tasche rauskramen. Und so fahren wir im Regen weiter. Gegen 16 Uhr beginnen wir mit der Campsuche. Der allgegenwärtige Stacheldraht macht die Suche nicht einfach. Doch nach einiger Zeit finden wir einen Eingang im Zaun sowie eine Kuhlücke auf die andere Seite. Ein bepacktes Bike und eine Kuh haben breitenmässig wohl etwa die gleichen Ausmasse, wir passen wunderbar durch und finden einen richtig idyllischen Zeltplatz.</p>
<div id="attachment_2700" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9678_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2700" title="IMG_9678_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9678_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein hübsches Wildcamp</p></div>
<p>Etwas Sonne wäre jetzt schön, aber immerhin regnet es nicht mehr. Doch es ist ziemlich kalt. Da schafft eine Pfanne mit heissem Kartoffelstock etwas Abhilfe und bald danach verschwinden wir im &#8220;angenehm warmen&#8221; Zelt.</p>
<p><strong>04.12.2011.</strong> Als ich gegen 3 Uhr aufs Klo gehe, ist der Himmel bewölkt. Zudem höre ich den Wind die ganze Zeit duch die Bäume blasen. Wir stehen netterweise total windgeschützt hinter einem Hang. Die Nacht wird nicht allzu kalt, aber das Aufstehen ist trotzdem schwierig, wir brauchen eine ganze Weile, bis wir uns definitiv aus den Schlafsäcken schälen. Nun ist der Himmel wieder blau und bald leuchten erste Sonnenstrahlen ins Zeltinnere. Wie schön. Das Räumen dauert, gewisse Dinge wie regennasse Handschuhe wollen auch noch getrocknet werden. Dann geht&#8217;s auf dem Kuhpfad zurück auf die Strasse. Und wie zuvor schon gehört, erwartet uns hier wieder der Wind. Gegen- oder Seitenwind. Zudem hängen in Fahrtrichtung dunkle Wolken am Himmel. Wie gehabt geht&#8217;s weiter rauf und runter, wir fahren mehr hoch als runter. Wie schon gestern hat&#8217;s ziemlich wenig Verkehr. Dies ist sehr angenehm. Gegen Mittag nimmt der Gegenwind nochmals kräftig zu. Mit den Wolken ist es auch klat. Nach Llano Grande passieren wir eine Caseta de Cobro. Die Señora dort erzählt mir, das dieses Wetter normal sei und dass es in El Salto vorgestern geschneit hätte. In den höheren Regionen hätte es im Moment Schneeregen. Eine echte Überraschung. So fällt der Entschluss, in El Salto ein Hotel zu suchen. Dort treffen wir kurz vor 14 Uhr ein, im ersten Oxxo gibt&#8217;s einen heissen Kaffee. Als wir rauskommen, tröpfelt es. Mit Regenjacke und gegen Windstösse fahren wir in die Stadt runter. Im Centro finden wir im Hotel Diamante ein günstiges Zimmer Für 120 Pesos. Die Dusche im Gang ist gut und heiss. Wie schön, nach einem, wenn auch kurzen, Tag im Kampf gegen den Wind.</p>
<p><strong>05.12.2011.</strong> Um 7 Uhr haben wir gerade mal 10 Grad im Zimmer, die Fensterscheibe ist zugefroren. Das Aufstehen dauert. Dick vermummt fahren wir gegen 8.30 Uhr zurück auf die<br />
Mex 40. Und wie gehabt folgt gleich eine längere Steigung. Heute ist der Himmel wolkenlos und, oh Wunder, es bläst uns kein Wind entgegen. Die ersten Kleidungsstücke fallen bald. Nach der Steigung folgt eine Abfahrt und so weiter. Anziehungstechnisch ein ziemlich schwieriges Auf und Ab. Der Pinien- und Föhrenwald wird heute noch dichter. Die schattigen Stellen sind noch gefroren, ebenso Wasserlachen neben der Strasse. Im Schatten ist es auch noch eisig kalt.</p>
<div id="attachment_2703" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9701_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2703" title="IMG_9701_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9701_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein kalter Morgen</p></div>
<p>Wir fahren auf eine neues Ministück Mex 40 D. Diese Cutoa soll irgendwann einmal in 50 km weniger als heute nach Mazatlán fuhren. Nun aber endet sie nach 5 km. Es folgen Holzfällersiedlungen, die vom Auseshen her auch in Kanada stehen könnten. Dann wieder eine längere Staigung durch den tollen Wald. Nun fehlen nur noch die Heidelbeerstauden. Und wie es hier riecht. Wow. Nach Wald und Tannennadeln. Wir erreichen den höchsten Punkt auf 2&#8217;800 m.ü.M., es folgt eine Abfahrt und wieder eine Steigung. Danach wird es flacher.</p>
<div id="attachment_2704" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9709_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2704" title="IMG_9709_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9709_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auch der Weihnachtschmuck am Fahrrad ist winterlich</p></div>
<p>Kurz vor La Ciudad ein Strassenständchen mit Gorditas. Im Sonnenschein essen wir je zwei der gefüllten Tortillas, danach nehmen wir die letzten 8 km bis nach La Ciudad in Angriff. Dieses Holzfällerdörfchen mit 2&#8217;957 Einwohnern, also eher nicht una Ciudad, liegt auf einer Ebene und gemäss Bikebuch soll es hier ein Westernhotel geben. Doch da ist niemand. Bei einem zweiten Hotel ist auch niemand. Doch ein paar am Strassenrand stehende Jungs lassen die Señora anrufen, die erscheint bald. Für 200 Pesos gibt&#8217;s ein hübsch rustikales Zimmer. Da auch diese Nacht kalt werden wird, leisten wir uns nochmals ein Hotel. Das mit dem Heisswasser klappt heute nicht wirklich und schon vor Sonnenuntergang ist das Wasser auf der Terrasse gefroren. Eine kalte Gegend. Aber morgen nehmen wir die Abfahrt nach Mazatlán in Angriff, dort wird es sicher etwas waermer sein.</p>
<p><strong>06.12.2011.</strong> Zu früh gefreut. Die Aussage des heutigen Tages. Alles beginnt mit saukalten 4 Grad im Zimmer. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass aufstehen und anziehen so etwas schwerfällt, zumal es im Bett kuschelig warm ist. Der Boden vor dem Hotel ist druchgefroren. Wir packen uns nochmals dick ein. Aber natürlich geht es auch heute zuerst rauf. 7 km. Folgt nun die Abfahrt? Eine kurze, dann geht es schon wieder hoch. Nach 13 km folgt ein Militärposten. Dann geht&#8217;s rutner. Doch wieder nur kurz. Bald schon wieder eine Auffahrt. So geht es nun weiter, hoch und runter. Durch den schönen Wald. Gestern sah ich schon vereinzelt Blumen, heute hat es nun ganz viele. Weiss, gelb, rot, purpur oder violett leuchten sie von den Berghängen und die Kolibris umschwirren die bunten Blueten. Schön. Auch sonst ist die Landschaft hier oben spektakulär. Steil fällt der Berghang ins tiefe Tal und es eröffnet sich ein ewig weiter Blick auf unzählige schroffe und spitzige Berggrate am Horizont. Atemberaubend.</p>
<div id="attachment_2706" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9757_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2706" title="IMG_9757_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9757_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wundervolle Aussicht</p></div>
<div id="attachment_2708" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9780_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2708" title="IMG_9780_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9780_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Und eine beeindruckende Strasse</p></div>
<p>Dann erhebt sich rechterhand eine markante Felsline. An deren Ende befindet sich &#8220;El  Espinazo del Diablo&#8221;, die Wirbelsäule des Teufels. Dies ist eine schmale Brücke über einen dieser Felssgrate. Auf beiden Seiten geht&#8217;s steil runter, auf beiden Seiten hat man einen weiten Blick auf die jeweiligen Berggrate und Taeler. Doch für mich sieht eher die markante Felslinie wie el Espinazo aus.</p>
<div id="attachment_2709" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9798_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2709" title="IMG_9798_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9798_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Espinazo del Diablo. Oder ist er im Hintergrund?</p></div>
<p>Bei der Bruecke steht ein Ständchen mit Gorditas. Megaleckere Gorditas. Nach dieser längeren Pause fahren wir weiter. Aufwärts. Ich dachte, nun geht&#8217;s endlich runter. Nix da. Nach der Auffahrt geht&#8217;s zwar runter, um aber gleich wieder lange anzusteigen. So fahren wir dem ganzen Berggrat entlang. Die Aussicht bleibt wunderschön, das &#8220;Runterfahren&#8221; jedoch ist ziemlich anstrengend.</p>
<div id="attachment_2710" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9799_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2710" title="IMG_9799_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9799_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die markante Formation ist immer noch zu sehen</p></div>
<p>Zudem hat es nun auf der engen Strasse ziemlich viel Truckverkehr. Dieser ist manchmal etwas mühsam. Am frühen Nachmittag überfahren wir die Staatengrenze Durango &#8211; Sinaloa. Dies ist auch Zeitgrenze. Ab hier sollten die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden. Gegen 14.30 Uhr, Durango-Zeit, erreichen wir El Palmito auf 1&#8217;970 m.ü. M. Wir sind also in ca 52 km &#8220;nur&#8221; 400 &#8211; 500 Meter &#8220;rutnergefahren&#8221;. Und wahrscheinlich noch mehr hoch. Eine verrückte und etwas unerwartete Abfahrt. Nach dem Dorf essen wir zu Mittag. Und nun? Weiter? Wir wissen nicht, wie die Strasse verlaeuft, ob es Campplätze gibt. Oder wieder zurück nach El Palmito und ein Hotel suchen. Das Hotel gewinnt. In El Palmito hat es zwei, das eine ist voll, das andere sauteuer. Und nun? Ein Señor, der Biologe der Baluarte-Brückenbaustelle der neuen Cuota, meint, wir könnten bei der Vigilancia der Baustelle campen. Ein sehr nettes Angebot. Auf die Frage, ob es kalt werde, meint er:&#8221;Ja.&#8221; Es sein eine Frente frio da, die Frente 17. Aha. Nach längerem Hin und Her nehmen wir das Cabañazimmer für 300 Pesos. Immerhin mit Wohnzimmer, Sofa, TV mit Musikprogramm und einer heissen Dusche. Da kommt fast ein bisschen Alphüttenfeeling auf. Passend für den Samichlaustag.</p>
<p><strong>07.12.2011.</strong> Die Nacht wird nicht allzu kalt, zelten wäre also kein Problem gewesen. Aber man weiss ja nie.</p>
<div id="attachment_2712" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9853_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2712" title="IMG_9853_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9853_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenaufgang in El Palmito</p></div>
<p>Kurz vor 8 Uhr Durango-Zeit, das wäre nun kurz vor 7 Uhr, machen wir uns auf den Weiterweg. Natuerlich geht es zuerst eine Weile rauf. Was sonst. Dann folgt das bekannte Auf und Ab, immer noch mit bester Aussicht.</p>
<div id="attachment_2714" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9804_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2714" title="IMG_9804_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9804_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Noch mehr tolle AussichtUnd noch mehr</p></div>
<p>Ein Señor hatte gestern gemeint, es gehe noch ca. 60 km so weiter. In den Nadelwald mischen sich nun Laubbaeume, Kakteen und Agaven. Nach 15 km, wir befinden uns wieder auf 1&#8217;990 m.ue.M., wieder eine Abfahrt und ein entgegenkommender Ciclista. <a href="http://www.crazyguyonabike.com/doc/?o=1&amp;doc_id=6270&amp;v=24s" target="_blank">Chris aus England</a>, seit 18 Monaten unterwegs. Wir unterhalten uns eine Weile, er meint, wir wuerden noch auf weitere Ciclistas treffen. Auf der Baja California kummulieren sie sich wohl zur Zeit. Klar, November und Dezember sind die besten Fahrmonate auf der Baja, zudem befinden sich die von Alaska und Kanada kommenden Ciclistas nun etwa in der Gegend. Zudem meint Chris, dass es nun definiv bergab geht. Und so ist es. Ein Wunder! Ich hatte mich schon auf weitere 60 km Huegelfahren eingestellt. Wir fetzen runter. So ist&#8217;s schoen. Durch kleine Doerfer, dann durch Santa Lucia. die neue Cuota wird tatsaechlich gebaut, hier steht schon eine riesige Bruecke, Tunnels sind im entstehen und die Strasse wird haesslich in die Landschaft gefraest.</p>
<div id="attachment_2718" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9914_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2718" title="IMG_9914_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9914_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die neue Cuota wird in die Berge gefräst</p></div>
<p>Nach Santa Lucia folgt eine Steigung, Monika erreicht die Spitze nur mit einem Schlauchwechsel. Draehtchen. Dann geht&#8217;s auch schon wieder runter und wir treffen auf zwei weitere Ciclistas. <a href="http://www.andre-on-tour.de/" target="_blank">Andre aus Deutschland</a> und Andreas aus Schweden. Wieder schwatzen wir eine Weile und kurz nach Weiterfahrt treffen wir noch auf das deutsche Paar <a href="http://www.freiheitsdurst.de/" target="_blank">Babs und Achim</a>. Wow. eine richtige Ciclistaflut. Und es sollen noch mehr kommen. Dieser Schwatz faellt kuerzer aus und bald duesen wir weiter runter. Es wird immer waermer. Nochmals fahren wir ueber den Tropico de Cancer.</p>
<div id="attachment_2717" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9908_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2717" title="IMG_9908_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9908_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nochmals überqueren wir den nördlichen Wendekreis</p></div>
<p>In einem Restaurant gibt&#8217;s eier mit Bohnen und ein Fresca. Dann geniessen wir die hart verdiente Abfahrt weiter. Noch 20 km bis Concordia. Nun wird die Strasse flacher. Wir schauen hoch in die Berge, wo wir gerade herkommen. Wahnsinn. Das ist die Sierra Madre Occidental. Schon toll.</p>
<div id="attachment_2719" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9920_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2719" title="IMG_9920_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9920_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Da oben waren wir</p></div>
<p>In Concordia finden wir gleich eine Pemex mit nettem Camprasen. Und bei diesen Temperaturen gibt&#8217;s erstmal ein Glace. Wie schnell sich doch die Beduerfnisse aendern&#8230;</p>
<p><strong>08.12.2011.</strong> In der Nacht bekommen wir laut schmatzenden Besuch von ein paar grasenden Pferden. Zudem wird es trotz nun tiefer Lage ziemlich frisch. Angenehm frisch. Zur Abfahrt müssen auch hier noch feine Handschuhe her. Aber es wird schnell waermer, zumal die strecke bis Villa Union ziemlich hügelig ist. Das letzte Mal bestaunen wir die tollen Berge im Hintergrund.</p>
<div id="attachment_2720" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9927_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2720" title="IMG_9927_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9927_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Adios Sierra Madre Occidental</p></div>
<p>Es folgt eine riesige Hühnerfarm und bald erreichen wir Villa Union. Dort gibt&#8217;s einen Oxxo-Kaffee und Kekse. Nun wird es städtischer und auf der stark befahrenen Mex 15 nehmen wir die letzten 23 km bis Mazatlán in Angriff. Dort wird auch die Luft dicker und der Innenstadtverkehr noch dichter. Vor allem die Busse nerven ein wenig. Im Centro stoppen wir, um die Lage zu prüfen, als uns zwei Jungs anquatschen. Ciclistas, was sonst. Von Jorge, dem Spanier, hatten wir schon gehört, er ist zusammen mit dem Österreicher Markus unterwegs. Wir unterhalten uns eine Weile, dann machen wir uns auf Hotelsuche. Das Hotel &#8220;Del Río&#8221;, wo die Jungs logieren, ist uns zu teuer. Im Hotel Lerma finden wir ein gemütliches Zimmer für 200 Pesos. Spaeter suchen wir die Post, Monika erwartet ein Paket. Doch dieses ist noch nicht da. Dann schlendern wir ueber die weihnachtlich hergerichtete Plaza.</p>
<div id="attachment_2722" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9945_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2722" title="IMG_9945_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9945_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Catedral und ein paar Kollegen bei Tag...</p></div>
<div id="attachment_2729" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9975_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2729" title="IMG_9975_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9975_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">... und bei Nacht</p></div>
<p>Dann begeben wir uns auf Umwegen zu der zwar modern ausschauenden, aber eher untauglichen Touri-Info am Malecón. Und das ist auch das Meer. Schon schön.</p>
<div id="attachment_2723" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9954_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2723" title="IMG_9954_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/12/img_9954_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Wieder am Meer</p></div>
<p>Internet gibt&#8217;s in Mazatlán Centro genau eins, mit Röhrenbildschirmen und einschlaefernder Geschwindigkeit. Auch die Restaurantsuche ist wie immer schwierig. Scheint hier etwas komplizierter als erwaret zu werden. Ansonsten ist Mazatlán ein gemütlicher Ort.</p>
<p><strong>09.12.2011.</strong> Nun habe ich meine Uhr doch noch umgestellt. Mit dem Ergebnis, dass ich schon um 7 Uhr hellwach bin. Die Sonne strahlt auch schon ins Zimmer. Wir besorgen uns teueres Frühstück in einer Panaderia und unterhalten uns eine Weile mit den älteren, amerikanischern Hotelmitbewohnern. Einer ist total interessieert in miener Rohloff. Kein Wunder, die ist ja auch toll, wenn sie funktioniert&#8230; Dann steht der naechste Besuch im Superinternet an. Dieser Laden ist schon echt der Hammer. Da gab&#8217;s in Bolivien schnellere und besser Internets. Nun, mal sehen, wie lange blogschreiben hier dauert und mal sehen, wie lange wir hier auf Monikas Paket warten. Und dann geht&#8217;s per Faehre auf die Baja California. Auf diesen Teil freue ich mich schon riesig.</p>
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		<item>
		<title>Cuernavaca &#8211; Zacatecas, ein Wiedersehen mit Freunden oder die ungeplante Reise der Kristalle</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 21:52:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Querétaro]]></category>
		<category><![CDATA[San Miguel de Allende]]></category>
		<category><![CDATA[Zacatecas]]></category>

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		<description><![CDATA[31.10. &#8211; 27.11.2011. 746 km . Nach Cuernavaca folgt eine ziemlich panamesiche Steigung hoch nach Toluca. Dann ist wieder alles beige, flach und smogig. Nicht sehr schön. Zudem schleicht sich noch etwas anderes ein. Schwindel. Und der will nicht mehr weggehen. So wird aus unserem Besuch bei unseren Freunden in Querétaro ein etwas längerer Aufenthalt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2604&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>31.10. &#8211; 27.11.2011. 746 km . Nach Cuernavaca folgt eine ziemlich panamesiche Steigung hoch nach Toluca. Dann ist wieder alles beige, flach und smogig. Nicht sehr schön. Zudem schleicht sich noch etwas anderes ein. Schwindel. Und der will nicht mehr weggehen. So wird aus unserem Besuch bei unseren Freunden in Querétaro ein etwas längerer Aufenthalt. Mit der Diagnose Vertigo. Danach geht&#8217;s weiter in Richtung Aguascalientes. Weiterhin in beige-brauner Landschaft mit vielen Kakteen. Vor Zacatecas wird es bergiger. Und in Zacatecas werden wir von eisigen Temperaturen erwartet. Die machen die allerorts herrschende Weihnachtsstimmung etwas realer.<span id="more-2604"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Cuernavaca &#8211; Huitzilac &#8211; Santa Lucia* &#8211; Toluca &#8211; Ixtlahuaca* &#8211; Atlacomulco* &#8211; San Juan del Río &#8211; Querétaro* &#8211; San Miguel de Allende* &#8211; Dolores Hidalgo &#8211; San Felipe* &#8211; Ocampo &#8211; Ojuelos &#8211; Aguas Calientes &#8211; Cosío* &#8211; Zacatecas*</p>
<p><strong>31.10.2011.</strong> Nun klingelt der Wecker also wieder um 5.15 Uhr. Puh! Und um 6.30 Uhr ist es auch schon wieder hell. Gegen 6.45 Uhr verlassen wir das Hostal. Raus aus Cuernavaca. Es folgt die Subida a Chalma. Der Name macht dieser Strasse alle Ehre. Steil führt sie nach oben. Kilometer um Kilometer. Einige Abschnitte erinnern an Panamá. Nur noch im Zickzack geht&#8217;s hoch. Nun folgen die ganzen Bonzenvillen. Klar, über dem Smog lebt es sich sicher besser. Aber meinen Husten beeindruckt das nicht, der wird wieder stärker. Nun wird&#8217;s waldiger, ein sehr erfreulicher Anblick. Dann ist diese Steigung geschafft, es geht kurz runter, dann folgt die nÄchste Subida. Die Häuser weichen nun ganz dem Wald, dem Pinienwald. So bekommen wir doch noch etwas von dem berühmten, mexikanischen Pinienwald mit. Er soll der höchste der Erde sein.</p>
<div id="attachment_2616" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9299_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2616" title="IMG_9299_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9299_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auf schmaler Strasse durch den Pinienwald</p></div>
<p>Die Steigung ist nun etwas moderater. Wir machen Pause. Da kommt uns von untern ein Radler entgegen. Ha! Das ist doch tatsächlich der Señor vom Hostal. Er meinte noch, er werde uns nachfahren. Nicht schlecht. Er begleitet uns noch bis zur Abzweigung nach Ocuitlan. Ein kauziger Typ, der Señor. Nun folgt eine Abfahrt, doch bald schon geht es wieder rauf. Eine gute Weile lang. In den schattigen Abschnitten fliegen mir nun plötzlich ganz fiese Bichos ums Gesicht rum. Extrem lästig, die Viecher. In der Sonne verschwinden sie jedoch wieder. Doch meistens fahren wir hier im Schatten. Temperaturmässig tiptop, aber die Flugwesen sind echt furchtbar. Na ja. Dann ist auch hier ein höchster Punkt erreicht. Da oben hat es zwei Tiendas. Jetzt ein Fresca? Es hat welche, da lautet die Antwort klar: ja. Wir hängen uns in die Sonne, es ist frisch hier oben. Und idyllisch gemütlich. Die Landschaft ziemlich schweizerisch. Nach einer Weile fahren wir weiter. Ein Auto fährt an uns vorbei, später bleibt der Wagen stehen und die Leute winken uns heran. Die Gegend sei gefährlich, wir sollten auf keinen Fall in dem Dorf bleiben und so schnell wie möglich aus dem Gebiet verschwinden. Ok.</p>
<div id="attachment_2617" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9311_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2617" title="IMG_9311_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9311_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gefährlich, aber mit schöner Aussicht</p></div>
<p>Rauf und runter geht es weiter bis zu einer Abzweigung. Links oder rechts? Wir halten einen Wagen. Links und rechts gibt&#8217;s im hiesigen Wortschatz nicht, es heiss immer nur &#8220;por aha&#8221;. Typisch mexikanisch. Wir fahren nach Ocuitlan rein, vor einer Kirche machen wir Mittagspause. Dort wird uns wohl niemand überfallen. Auch hier ist alles in Vorbereitung für den Dia de los Muertos.</p>
<div id="attachment_2618" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9325_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2618" title="IMG_9325_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9325_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Blumenspur führt zum Opfergabentisch</p></div>
<p>Dann geht&#8217;s wieder aus dem Dorf raus und weiter hoch. Gemäss dem kauzigen Señor sollte es nach Ocuitlan flach werden. Doch wir steigen weiter, Kilometer um Kilometer. Bei einem Haus füllen wir mal Wasser nach. Langsam wird es Zeit, nach einem Schlafplatz Ausschau zu halten. Bei einem Dorf fragen wir nach der Presidencia. Die sei weiter unten, aber hier hätte es eine Delegacion. Und bei der Kirche sei gerade jemand, den wir fragen könnten. Den Glöckner. Wir warten mal, dann sehe ich mir die Delegacion an. Ausgestorben. Doch beim danebenliegenden Centro de Salud steht die Tür auf. Ich warte kurz, da kommt eine Señora raus. Sie fragt ob ich einen Termin brauche. Nein, aber ich suche einen Platz zum Übernachten. Ich frage, ob wir in ihrem Garten zelten dürfen. Klar. Ich hole Moni und das Bici. Die Doctora zeigt uns das ganze Centro. Sieht ziemlich modern aus. Und es ist wohl eines der wenigen Centros de Salud mit Hund. Polvo. Ein lieber und extrem schmusebedürftiger Kerl. Dann meint die Doctora, wir sollten besser drinnen schlafen. Es werde kalt, zudem sei es unsicher. Ok. SpÄter erklärt sie, dass in der ganzen Gegend hier nach der Wahl eines Politikers Unruhen herrschen. Das mache die Gegend unsicher. Wir gehen mit ihr einkaufen, da will sie sogar unser Essen zahlen. No way, das übernehmen wir. Wieder zurück stellt sie uns extra die hiesse Dusche an, dann macht sie uns Quesadillas und einen heissen Tee. Ich bin platt ab soviel Gastfreundschaft. Klar, die junge Doctora ist sicher happy, mal etwas Gesellschaft zu haben, aber diese Herzlichkeit ist trotzdem unglaublich. Später koche ich für alle, dann wird&#8217;s Zeit für die Matte. Monika legt sich in das Krankenbett, ich mache es mir auf dem kalten Boden gemütlich.</p>
<p><strong>01.11.2011.</strong> Die Nacht auf dem Boden wird wieder kalt. Ich friere. Auch der Morgen ist kalt, obwohl wir im Hauss drinnen sind. Als ich die ersten Gepäckstücke rausbringe, erstarre ich fat. Saukalt. Nun, wir sind hier wohl auf ca. 2&#8217;800 m.ü.M. Wir vermummen uns, kurz vor 8 Uhr verabschieden wir uns von unserer liebenswerten Gastgeberin. Es geht weiter hoch, so wird der Körper langsam warm. Die Sonne wärmt zusätzlich. In den schattigen Stellen des Waldes hat es Reifen. Bald erreichen wir Santa Martha. Eine Señora stellt gerade Stühle und Tische raus. Ob&#8217;s da wohl Kaffee gibt? Nein, aber heisse Schockolade. Noch besser. Es dauert eine Weile, aber dann kommt das heisse, selbtgemachte Getränk. Dazu gibt&#8217;s zwei warme süsse Brötchen. So wärmt es sich gut auf. Gestärkt und gewärmt machen wir uns auf den Weiterweg. Ab jetzt soll es plano sein. Na ja, bald folgt wieder ein Steigung. Rauf und runter geht es nun durch kleine Dörfer. Die Landschaft wird hellbeige, immer wieder sind die Felder voll mit Bündeln aus trockenen Maispflanzen oder ähnlichem.</p>
<div id="attachment_2620" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9338_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2620" title="IMG_9338_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9338_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gebündeltes Beige-Grün</p></div>
<p>Dann erreichen wir Santiago. Dort machen wir kurz Pause. Ich sehe einen Rennradler mit Rucksack vorbeifahren. Er winkt, ich winke zurück. Bald fahren wir weiter. Zum Hellbeige der Landschaft gesellt sich nun das Blau-Braun des Himmels. Vor mir liegt wieder einmal die Smogschicht. Ihh! Wir erreichen eine Kreuzung, da fährt der Rennradler wieder an uns vorbei. Er fährt in diesselbe Richtung. Zu dritt befahren wir die Cuota in Richtung Toluca und Mexiko. Der Rennradler, Margo, ist auf dem Weg nach Jalisco. Seine Freundin hat ihn gerade verlassen, nun ist er auf einer Art persönlichen Pilgerfhart oder ähnlichem. Um sie zu vergessen? Hinten an seinem Rucksack ist ein Teppich und Fotos von ihr angebracht. Nach einer Weile fragt er mich, ob er einige Tage mit uns fahren könne. Er wolle nicht alleine fahren. Nun, das muss ich erst mit Monika besprechen, solche Entscheidungen kann ich nicht alleine fällen. Und langsam wir der arme Kerl auch nervig. Dies findet auch Monika. Wir erreichen eine Caseta, dort will uns der Security nicht durchlassen. Das allererste Mal. Dann geht es doch, wir müssen aber auf die andere Strassenseite und oben beim Gebäude durch. Gut. Dann machen wir doch gerade auch noch Mittagspause. Danach müssen wir von der Cuota runter, unter einer Brücke durch und dann wieder rauf auf die Cuota. Damit uns die Polizei nicht sieht? Klar, und hier hat es nun nochmals eine kleine Caseta. Nun will uns auch dieser Security nicht durchlassen. Margo redet auf den Typen ein, dann dürfen wir doch noch durch. So geht es weiter durch hellbeiges, versmogtes Flachland. Irgendwie riecht es auch konstant nach Kloake. Recht ecklig.</p>
<div id="attachment_2621" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9341_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2621" title="IMG_9341_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9341_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Smog, beige und dann und wann eine Flasche</p></div>
<p>Bei einer Pemex halten wir. In Querétaro wollen wir Sjef und Pati besuchen. Wir haben die zwei mit ihren Kindern und der weiteren Familie letztes Jahr in Ecuador kennengelernt. Nun hatten wir in Cuernavaca etwas zuviel Zeit bis nach Querétaro eingeschätzt. Aber wir sind viel schneller unterwegs als angenommen. Also müssen wir mal kurz bei ihnen anrufen. Das dauert eine ganze Weile. Margo wandert umher, scheint langsam gelangweilt zu wirken. Irgendwann sagt er mir, er habe Freunde gertroffen und fahre mit diesen weiter. Moni sagt er anscheinend, er fahre schon mal voraus. Ok, wie auch immer, ich wünsche ihm eine gute Fahrt und ¡Suerte! Wir fahren auch wieder weiter, nach 5 km folgt eine weitere Pemex, nach weieren 15 km nochmals eine. Mit schöner Wiese. Wir fragen, ob wir campen dürfen. Klar, auf dem Parkplatz. Nun haben wir aber kein freistehendes Zelt. Auf der Wiese geht&#8217;s nicht, weil unter dem perfekten Rasen Bewässerungskanäle liegen. So ein Pech! 1 km weiter hat es noch eine Pemex. Und hinter dem Gebäude finden wir ein gutes Rasenstück für das Zelt. Tiptop. Und nun mal schauen, wie kalt es wird.</p>
<p><strong>02.11.2011.</strong> Es wird sehr kalt. Ich ziehe sämtlich Kleider an, dann geht&#8217;s in 3 Schlafsäcke. Gegen Mitternacht wache in fröstelnd auf. Ich ziehe nochmals ein paar Socken an und lege die Jacke über die Körpermitte. Mehr habe ich nicht mehr. Dann träume ich von meinem Daunenschlafsack. Es war doch ein Fehler, mir diesen nicht nach Querétaro schicken zu lassen. Nun, die Nacht bleibt kühl, aber ich friere nicht mehr die ganze Zeit. Am Morgen ist das Zelt voller Kondenswassertropfen. Und aussen gefroren. Kein Wunder. Das Zusammenpacken dauert in der Kälte ein bisschen länger und im Oxxo gibt&#8217;s natürlich noch einen heissen Kaffee. Dann geht&#8217;s wieder auf die Strasse. Flach, beige und smogig. Der Smog macht mir auch schon wieder zu schaffen. Hust, hust. In Atlacomulco hört die Cuota auf. Oder wir finden die richtige Ausfahrt nicht. Bis Acambay wird die Strasse eng, es geht rauf und runter, der Verkehr donnert dicht an mir vorbei. Manchmal wird es sogar sehr eng. Doch dann beginnt eine Strasse im Bau. Steine hindern Autofahrer daran, darauf zu fahren. Doch mit Bici kann man schön darauf ausweichen.</p>
<div id="attachment_2622" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9348_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2622" title="IMG_9348_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9348_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gesperrte Strasse. Ideale Bicipiste.</p></div>
<div id="attachment_2623" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9358_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2623" title="IMG_9358_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9358_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Aussicht ins beige Tal</p></div>
<p>In Acambay machen wir Mittagspause. Wie üblich ist mein Magen danach unglücklich. Ich weiss nicht, ob es am Brot liegt, aber er stört sich an irgend etwas. Nun beginnt eine längere Steigung und Magenkrämpfe. Und immer wieder habe ich Schwindelattacken, die einige Minuten dauern. Wenigstens hat es einige Leute, die mir zurufen:&#8221;Ánimo! Ánimo!&#8221; Das ermuntert mich wieder ein wenig. Die Strasse bleibt eng. Bei entgegenkommendemVerkehr können Lastwagen und Busse nicht mehr überholen. Aber sie bleiben geduldig und warten. Bei freier Fahrt jedoch fetzen einige Trucker definitv zu nahe an mir vorbei. Zweimal gerate ich ins Wanken. Eine nervige Strasse. Ich bin auch sonst genervt. Der Smoghusten ist mühsam, die Magenkrämpfe auch. Nun geht&#8217;s mal runter, und immer wieder hoch. Gegen den späten Nachmittag passieren wir die Abzweigung nach Atulco, bald folgt eine Pemex. Hier bleiben oder weiter? Die 90 km bis Querétaro sollten wir morgen gut schaffen, es sollte ja flacher werden. Hinter einem Gebäude hat es einen perfekten Campplatz. Ich frage bei der Tankstelle, ob wir dort zelten dürfen. Der Angestellt muss kurz den Bruder des Dueños fragen. Der gibt sein ok, kommt mit uns zur Wiese. Die ist perfekt, etwas geschützt. Luis, so der Name des Dueño-Bruders, meint, die Nacht werde kalt. Wissen wir. Dann überlegt er kurz und zeigt uns einen Raum. In dem wäre es wärmer. Wow, das ist natürlich noch besser. Der Raum hat sogar ein Bad. Entschuldigend meint Luis, dasss das Heisswasser nicht funkti0niere. Aber er zeigt uns eine andere Dusche. Mit heissem Wasser. Nun, so ein Angebot kann man ja nicht ausschlagen. Die Dusche ist perfekt. Und tut wahnsinnig gut. Dann meint Luis, wenn wir kochen wollen, sollen wir bei ihm vorbeikommen, da gäbe es Herdplatten etc. Also machen wir uns nach der Dusche mit Pfanne, Kelle und einem Sack Pasta auf den weg zu ihm. Er schaut den Sack fragend an. Ja, das wollen wir essen. Er gibt uns die Pasta wieder. Für morgen. Er mache uns jetzt eine Torta. Das ist eine Art Sandwich mit speziellem Brot, Würstchen, Käse, Zwiebeln, Tomaten und Chillies. Echt lecker. Dazu bekommen wir noch ein Apfelrefresco. Wir unterhalten uns eine Weile mit Luis, dann treten erste Müdigkeitserscheinungen auf. Ich möchte die Tortas bezahlen, doch sie sind offeriert. Und wieder staune ich ab so viel Gastfreundschaft. Unglaublich.</p>
<p><strong>03.11.2011.</strong> Die Nacht in dem Zimmer ist wärmer als gedacht. Es wird sogar richtig heiss mit all den vorsorglich angezogenen Kleidern. Zudem war die Torta wohl doch nicht gerade die geeignete Mahlzeit für meinen sowieso schon gereizten Magen. Die ganze Nacht über habe ich höllische Bauchschmerzen, irgendwann weiss ich überhaupt nicht mehr wie liegen. Eine furchtbare Nacht. Am Morgen sind die Bauchschmerzen immer noch da. Ich packe meine bereitgestellten Granola wieder ein. Kein Früchstück heute. Gegen 8 Uhr fahren wir los. Nun bekommt die Strasse wenigsten einen guten, breiten Seitenstreifen. Wir kommen gut voran, die Bauchschmerzen lassen langsam nach. Auf leicht hügeligem Gelände nähern wir uns langsam San Juan del Río. Im Hintergrund ist der Smog von Querétaro zu sehen. Kein Wunder, in dem ganzen Tal blüht die Industrie.</p>
<div id="attachment_2624" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9363_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2624" title="IMG_9363_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9363_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es bleibt beige und smogig</p></div>
<p>Bei einer Pemex machen wir Pause und melden uns nochmals bei Pati. Nun beginnt dieser komische Schwindel wieder. Auch mit etwas Essen wird&#8217;s nicht besser. Eine seltsame Sache. Wir fahren weiter, der Verkehr nimmt zu. Und der Schwindel verschwindet nicht mehr. Immer wieder kreuzen Ein-und Ausfahrten die mittlerweile sechsspurige Autopista. Ich schuae zurück, ob ein Auto kommt. Huch, es dreht sich alles und ich falle vom Rad. Nicht gut! Der Schwindel wird immer stärker, ich fühle mich, als ob ich besoffen bin. Bin ich aber definitv nicht. Ich muss es einfach noch bis Querétaro schaffen. Bei den Ein- und Ausfahrten halte ich von nun an an. Eine üble Sache, dieser Schwindel. Zudem sehe ich auch nicht mehr scharf in die Ferne, alles bewegt sich. Ich muss mich ganz aufs Fahren und den Boden konzentrieren. Wir erreichen ein Abzweigung, Cuota nach San Miguel de Allende. Es führen zwei Autopistas durch Querétaro, eine in Richtung San Miguel. Wir biegen ab. Ich finde es etwas komisch, denn es fehlen noch ca. 20 km bis Querétaro. Der Verkehr nimmt ab, links und rechts Felder. Das soll eine Stadtautopista sein? Das Ganze wird mir immer suspekter, ich schaue mal auf die Karte. Shit, das sind wir falsch! Auf der Mex 57 D geht&#8217;s in weitem Bogen um Querétaro nach San Miguel. Ok. Auf die andere Seite der Autopista und die 7 km wieder zurückfahren. Wieder mal so ein total unnötiger Umweg. Wieder auf der Mex 57 nähern wir uns nun Querétaro. Sechsspurige Strasse, extrem viel Verkehr. Nicht schön. Mein Kopf dröhnt. Dann beginnt die Stadt. Wir fahren auf die Autopista. Nach ein paar Kilometern werden wir von der Polizei rausgepfiffen. Aber zum Glück führt parallel zu der Strasse eine &#8220;Libre&#8221; in die gleiche Richtung. Aber nun ohne Seitenstreifen. Das zehrt noch mehr an meiner Konzentration, denn ich habe ein gewisses Schwankungspotential. Die Fahrt zieht sich hin, wir müssen bis ans andere Ende nach Juriquilla. Nun hat Moni auch noch einen Platten, der sich nur mit Schlauchwechsel beheben lässt. Ich schlafe dabei fast ein. Danach mag ich nicht mehr, hoffe nur noch, dass wir bald da sind. Da ist auch der Wegweiser zum Superama, dort wollen wir uns mit Pati treffen. Zum Glück passe ich immer noch auf, Moni verpasst den zweiten Wegweiser inklusive Abzweig. Und dann sind wir da. Moni ruft Pati an, diese will gleich da sein. Das geht nicht lange. Dann das freudige Wiedersehen nach fast einem Jahr. Schön! Pati lotst uns zu dem riesigen Haus. &#8220;Welcome home&#8221;, heisst es da an der Tür. Wow. Noch schöner.</p>
<div id="attachment_2625" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9364_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2625" title="IMG_9364_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9364_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine schöne Überraschung</p></div>
<p>Pati ruft gleich ihren Arzt an, ich kann sofort vorbeikommen. Das ist mir eine grosse Hilfe. Nun, der Arzt diagnostiziert Vértigo, Schwindel, zudem könnte ich was im Magen haben. Darum gibt&#8217;s gleich Medikamnte zur Entparasitierung und gegen den Schwindel. Und nach einer heissen Dusche und etwas Nachtessen falle ich total erschöpft ins bequeme Bett.</p>
<p><strong>04.11. &#8211; 20.11.2011.</strong> Am nächsten Morgen geht es mir besser, doch im Laufe des Tages kommt der fiese Schwindel zurück. Hilfe, ich will das nicht. Ich kenne ja Schiwndel von zu schnellem Aufstehen, aber das ist total anders. Beunruhigend. Darum mache ich mal einen Tag lang absolut nichts. Das hingegen ist schön.</p>
<p>Am Samstag wollen wir uns das Centro von Querétaro ansehen. Pati fährt uns hin. Doch dort setze ich mich gleich erstmal eine Weile hin. Dann laufen wir etwas umher, doch bei mir dreht sich alles. So macht das keinen Spass. Zumal es immer schlimmer wird. Ansonsten wäre Querétaro eigentlich ganz gemütlich. Schöne Parks, nettes koloniales Centro.</p>
<div id="attachment_2626" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9374_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2626" title="IMG_9374_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9374_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Statue eines Federhäuptlings</p></div>
<div id="attachment_2627" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9381_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2627" title="IMG_9381_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9381_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Querétaro, grün und schöne Bauten</p></div>
<p>Ich hoffe nun einfach, dass dieser Schwindel bald weggeht, denn so kann ich nicht mehr radfahren.</p>
<p>Und so vergehen die Tage. Ich kann kaum gerade gehen und lesen ist auch nicht möglich. Fernsehen geht einigermassen und die Familie Minke hat ein wirklich superbequemes Sofa. Nachdem der Schwindel nach 3 Tagen nicht besser wird, muss ich wieder zum Arzt. Dieser meint nun, dass ich eine Labyrinthitis habe, eine Entzündung des Labyrinthganges im Innenohr. Zudem muss ich zum Augenarzt, denn es könnte auch etwas mit den Augen nicht stimmen. Die Augenärztin stellt fesst, dass meine Augen mit einem Nystagmus auf blaues Licht reagieren. Dies deutet auf ein Problem des Kleinhirns oder des Ohres hin. Der Arzt macht also weitere Tests. Mit dem Kleinhirn ist alles in Ordnung. Wie beruhigend! Also muss es das Ohr sein. Wohl wirklich eine Labyrinthitis. Ich bekomme sündhaft teure Corticosteroide verschrieben. Mit den Medikamenten wird der Schwindel auch besser, doch nicht gut. So vergehen weitere Tage, dann schickt mich der Arzt noch in die Physio. Der belgische Physiotherapeut ist dann auch der erste, der mir wirklich gut erklärt, was wohl passiert ist. Irgendwelche Kristalle in meinem Innenohr sind wohl auf ihre eigene kleine Reise aufgebrochen. Nun geben sie aber falsche Informationen an mein Gehirn betreffend der Kopfposition. Das Ganze nennt sich Postural Benign Vertigo oder benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel. Und kann eine Folge einer Ohrentzündung sein. Die kalte Nacht am Boden des Polizei-Theatersaales war wohl doch ziemlich gesundheitsschädigend. Der Physiotherapeut kann jetzt aber mit gezielten Bewegungen feststellen, wo die Kristalle liegen. Und mit einigen Übgungen soll man sie wieder in neutrales Territorium bewegen können. Ich hoffe das funktioniert schnell. Ich fühle den Ruf der Strasse schon länger wieder.</p>
<p>Aber die Tage ziehen sich weiter dahin, der Schwindel bessert sich nicht. Nach Absetzen der Medikamente wird es sogar wieder schlimmer. Aber so langsam fällt mir hier die Decke auf den Kopf. Gemäss im Internet gefundenen Artiklen kann dieser Schwindel Wochen oder Monate andauern. So lange kann ich aber ganz sicher nicht hier bleiben. Nun, dann kann ich auch genauso gut wieder auf die Strasse. So wird die Abfahrt auf Montag, den 21. November 2011 geplant. Komme was wolle.</p>
<p>Und ich bin wirklich froh, dass die Geschichte in Querétaro passiert ist. Pati kümmert sich toll um mich, fährt mich überall hin und wir dürfen bleiben, solange wir wollen. Echt wahnsinnig nett. Vielen lieben Dank! Der Dank geht natürlich an die ganze Familie. Pati ist sowieso meine persönliche Heldin, dann ist da die quirlige Carmen, Jan, der einmal Generalsekretär bei den Vereinten Nationen werden will und Sjef, mit seinem schwarzen Humor. Ein tolle Familie.</p>
<p><strong>Liebe Pati und Familie. Ich kann meinen Dank wirklich nicht in Worte fassen und ich hoffe, dass ich mich eines Tages bei euch revanchieren kann!</strong></p>
<div id="attachment_2628" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9417_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2628" title="IMG_9417_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9417_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Monika, Carmen, Sjef, Pati, Jan und ich</p></div>
<p>Zudem ist eine ganz andere Sache spürbar. Es weihnachtet. Im Superama tönen Weihnachtslieder aus den Lautsprechern und eines Abends wird bei der Familie Minke der Weihnachtsbaum ausgepackt, aufgestellt und geschmückt. Ein heimeliger Anblick. Und schon bald wieder ein Jahr rum. Wie schnell doch die Zeit vergeht&#8230;</p>
<div id="attachment_2629" class="wp-caption alignnone" style="width: 227px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9420_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2629" title="IMG_9420_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9420_b.jpg?w=217&#038;h=300" alt="" width="217" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Heimelige Lichtlein</p></div>
<p><strong>21.11.2011.</strong> Und so frühstücken wir am Montag Morgen, in Mexiko Feiertag, mit der ganzen Familie, dann heisst es Abschied nehmen. Und dann verlassen wir die suburbane Wohnanlage, im Superama kaufen wir noch ein feines Vollkornbrot und leckere Teilchen. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung San Luis Potosí und San Miguel de Allende. Gemäss Sjef soll die Strecke flach sein, doch wie üblich stimmt die Aussage aus dem Munde eines Autofahrers nicht ganz. Rauf und runter geht es durch die beaknnte, braun-beige und trockene Landschaft. Der Himmel wie üblich blau mit einem bräunlichen Schimmer. Es geht ganz gut, doch nach einer Weile fühlt sich mein Kopf ziemlich komisch an. Als würde ein Bienenschwarm darin herumsurren. Und gewisse Bewegungen sollte ich einfach sein lassen. Es ist ganz schön warm, bei den Auffahrten komme ich ins Schwitzen. Dann ein erneuter Staatenwechsel, von Querétaro nach Guanajuato. Im Schatten eines Baumes machen wir Mittagspause. Leckeres Brot mit edlem Belag und zum Dessert gibt&#8217;s ein Reiheli Schoggi. Nicht irgendeine, sondern Lindt-Milch-Nuss-Schoggi. Im Superama haben wir uns eine 300 g Tafel erstanden. Echt luxuriös. Und also wirklich megalecker.</p>
<div id="attachment_2631" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9429_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2631" title="IMG_9429_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9429_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ohne Worte</p></div>
<p>Danach mache ich auf einer Mauer meine Physioübungen, dann geht&#8217;s weiter. Nun hat der Wind aufgefrischt, natürlich kommt er von vorn. Woher sonst? Kurz nach 14 Uhr fahren wir in San Miguel ein. Bald geht es über eine enge Kopfsteinpflasterstrasse steil runter. Schon von hier oben sieht die Stadt sehr sympathisch aus. Wir fahren in Richtung Centro. Schauen wir uns doch mal ein erstes Hotel an. 400 Pesos. Puh! Wir suchen das günstigste des Footsprints, doch das ist leider voll. Also kurven wir weiter umher. Ein Dormbett in einem Hostal kostet hier 130 &#8211; 200 Pesos pro Person. Wahnsinn! Und nach oben ist sowieso alles offen. Schlussendlich finden wir in der Casa de Huespedes ein Zimmer für 300 Pesos, wenn wir 2 Nächte bleiben. San Miguel sieht wirklich nett aus, zudem lohnt sich eine so lange Hostalsuche für nur eine Nacht ja kaum. Das Zimmer hat nur ein Doppelbett, doch wenn wir 40 Minuten warten, kann uns die Señora nun auch ein Zimmer mit zwei Betten bereitmachen. Das ist besser. Heisswasser gibt es erst ab 19 Uhr, so gehen wir in die Stadt. Die Strassen sind voll mit Artenasialäden und Gringos. Echten Gringos. San Miguel soll ja auch einer dieser Gringo-Aussteigerorte sein. Verständlich, die Stadt hat wirklich Charme. Mir gefällt es hier auch. Auf der hübschen Plaza hat es noch mehr Artesaniastände. Schöne Sachen. Dann betrachte ich die wirklich spezielle Kirche La Parroquia mit gotischem Turm. Und wirklich mal etwas anderes. Im Dämmerlicht sieht sie nocht toller aus.</p>
<div id="attachment_2645" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9498_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2645" title="IMG_9498_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9498_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">La Parroquia im Dämmerlicht</p></div>
<p>Dann laufen wir noch weiter durch die Gassen. Die Gringogassen. Es hat hier fast nur teuere Resaturants und in den Supermercados sind Sachen zu finden, die ich zuletzt in der Schweiz bei einem Chinesen oder so gesehen habe. Aber mir gefällt es hier. Und es ist schön, wieder in der Zivilisation zu sein. Das hat mir schon etwas gefehlt.</p>
<p><strong>22.11.2011.</strong> Wir können schon wieder ausschlafen. Wie schön. Da wir gleich neben dem Oxxo wohnen gibt&#8217;s zum Frühstück natürlich einen Kaffee. Dann streifen wir durch die verschiedenen Mercados de Artesanias. Und von denen hat es hier einige. Mit wirklich hübschen Sachen.</p>
<div id="attachment_2646" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9473_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2646" title="IMG_9473_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9473_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Tolle Chrälleli-Artesanias</p></div>
<p>Monika kauft tüchtig ein, ich nehme mir vor, hier nichts mehr zukaufen. Und halte es auch ein. Nun, einen Poncho erstehe ich mir noch, aber den werde ich mitnehmen, falls es nochmals kalt wird. Ebenfalls als Wärmeschutz kaufe ich mir eine fette Wollkappe. Die Ohren wollen in Zukunft gut geschützt sein.</p>
<p><strong>23.11.2011.</strong> Frühmorgens ist es frisch und der Himmel bedeckt. Zum Frühstück gibt&#8217;s nochmals einen Kaffee. Kurz vor 8 Uhr sind wir startbereit. Netterweise führt die Strasse flach aus der Stadt hinaus. Bald fahren wir auf der Mex 111 und hier gibt es nicht viel Neues. Beige-braune, trockene Landschaft, kleine Bäume und Kakteen. Doch heute kommt nicht das Blau-Braun des Himmels dazu, denn die Wolkendecke wird immer dichter. Zum Fahren ist das ganz angenehm. Doch in der ersten Pause wird es ganz schön kalt. Und irgendwie sieht das total nach Weltuntergansstimmung aus. Immer wieder sehe ich Häuser, doch Leute hat es fast keine. So wirkt das Alles noch viel ausgestorbener.</p>
<div id="attachment_2647" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9515_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2647" title="IMG_9515_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9515_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgestorben aber originell</p></div>
<p>Es folgt die Umfahrung von Dolores Hidalgo, dann geht&#8217;s weiter auf der Mex 51. Diese hat keinen Seitenstreifen mehr. Die meisten Fahrer sind ganz schön anständig, doch es hat ein paar Truck- und Busfahrerr, die man einfach nur als Arschlöcher bezeichnen kann. Fahren einem fast über den Haufen. Nun brechen langsam die Wolken auf, die Sonne drückt durch. Die Gegend bleibt ausgestorben. Der Wind wirbelt ein paar trockene Maisblätter hoch durch die Luft. Jetzt fehlt nur noch einer, der auf der Mundharmonika &#8220;Spiel mir das Lied vom Tod&#8221; dudelt. Das würde absolut passen. Die Strasse wird nun hügeliger und der Wind frischt auf. So ist es in der Mittagspause auch in der Sonne kühl.</p>
<div id="attachment_2648" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9516_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2648" title="IMG_9516_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9516_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Beige, in der Ferne erste Hügel</p></div>
<p>Danach geht&#8217;s wie gehabt weiter und nach einer Kurve haben wir Gegenwind. Tja, und der bläst ganz schön stark. Wir fahren in ein weiteres, weites Tal. Von Weitem sieht man nun die Kirche von San Felipe. Wir fahren noch einige Kilometer, bis wir die Stadtgrenze schliesslich gegen 16.15 Uhr erreichen. Dort steht eine Pemex, doch da gibts nur Steine und keinen Rasen. So fahren wir weiter. Bei einem Restaurant dürfen wir auch nicht campen, da der Señor nicht der Dueño ist. Bei einem Fruchsalatverkäufer fragen wir nach den Bomberos. Doch der Señor hat keine Ahnung, gibt dies netterweise auch zu. Aber wir nutzen die Gelegenheit für eine paar Extravitamine. Ein anderer Señor weist uns den Weg zur Seguridad Publica, wo auch die Bomberos sind. Wir fahren aus der Stadt raus und nach guten 2 km folgt die Abzweigung zu den offiziellen Gebäuden. Bei einem gut abgesicherten Gebäude, dem Gefängnis, wie wir später feststellen, fragen wir nach dem Weg. Über einen Parkplatz geht&#8217;s zum Eingang der Seguridad. Der Guardia begleitet mich zum Gebäude, dort nimmt mich eine Señora in Empfang und führt mich zum Comandante der Bomberos. Der schickt mich weiter zum Direktor. Dort muss ich persönlich in dessen Büro vorsprechen. Mit dem Resultat, dass wir auf der Wiese campen dürfen. Der Direktor übergibt mich nun an einen Polizisten, der führt mich wieder zum Comandante der Bomberos, falls wir etwas brauchen, dann werde ich an einen anderen Polizisten weitergereicht und allen vorgestellt. Nun begleitet mich der Polizist endlich zu den Rädern und zeigt uns unsere Campwiese. Gleich neben dem Hundezwinger mit Sicht auf das Gefängnis. Unsere Wiese ist umgeben von einem hohen Zaun mit Stacheldraht und zig scharf bewaffneten Polizisten. So gut bewacht haben wir wohl noch selten genächtigt. Und wir müssen uns jedes Mal, wenn wir aufs Klo wollen, bei der Dienstzentrale melden. Ins Haus geht&#8217;s nur in Begleitung. Zudem dürfen wir die Küche benutzen, was wir später gerne machen. Dort drinnen ist es schön warm, denn draussen bläst der Wind nun ziemlich kalt.</p>
<p><strong>24.11.2011.</strong> Die Nacht ist nicht allzu kalt. Und am Morgen gibt&#8217;s eine schöne Überraschung. Nebel. Tief hängt er in den Hügeln. Eine trostlose Aussicht aus der Zelttür. Und natürlich ist das Zelt totalt nass. Wir packen langsam zusammen, gehen in Begeleitung aufs Klo, dann verabschieden wir uns von den Polizisten. Weiter geht&#8217;s auf der Mex 51. Nun in trostllosem beige-braun-grau.</p>
<div id="attachment_2649" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9523_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2649" title="IMG_9523_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9523_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Trostloses Beige-Braun-Grau</p></div>
<div id="attachment_2650" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9529_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2650" title="IMG_9529_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9529_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Aber am Horizont ein erster Lichtblick</p></div>
<div id="attachment_2652" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9532_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2652" title="IMG_9532_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9532_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und ein Kaktusmännchen</p></div>
<p>Die Strasse führt flach weiter, dann geht&#8217;s ein wenig runter. Vor mir bricht etwas Himmelblau durch. Nun beginnt eine Steigung und der Himmel wird immer blauer. Rechterhand sieht man nun in ein Tal. Der wilde Westen lebt.</p>
<div id="attachment_2651" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9540_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2651" title="IMG_9540_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9540_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Im wilden Westen?</p></div>
<p>Die Steigung zieht sich weiter. Ein grüner Wagen fährt langsam an mir vorbei, eine Señora schaut mich an. Ich fahre weiter hoch, da steht die Señora am Strassenrand und macht Fotos von mir. Ich winke. Schnell kommt sie auf mich zu und fragt, ob sie mit mir sprechen könne. Klar. Die Señora ist vom &#8220;El Tribunal&#8221;, der lokalen Zeitung von San Felipe und Dolores Hidalgo. Die Señora gerade auf dem Weg zu einem entfernten Unfallort, um dort Fotos zu machen. Und da sind ihr halt gerade zwei Ciclistas begegnet. Auch eine Story wert. Sie interviewt mich eine ganze Weile lang. Danach geht&#8217;s weiter hoch, die Reporterin macht nochmals Fotos. Monika wartet weiter oben, mit Hunger. Und ein Kaffee wäre auch nicht übel. Wir passieren ein Dörfchen: El Fuerte. In einer Tienda stehen Tische und es gibt Kaffee. Dazu nehmen wir ein paar Kekse. Die Señora spricht ein wenig mit uns, dann bringt sie uns eine Quesadilla. Mit Fleisch, ohne Picante. Sehr fein. Dann bringt sie noch eine. Mit Bohnen und Picante. Auch sehr fein. Sie fragt, ob wir noch eine wollen. Gerne. Als ich bezahlen will, sind die sechs Quesadillas offeriert. Wow, so nett. Die Leute hier sind wirklich unschlagbar. Wir fahren die letzten Meter hoch auf die Hügelkuppe, dann geht&#8217;s runter in einen nächstes Tal. Dort wird&#8217;s flach und wir haben tatsächlich Rückenwind. Wir fliegen fast dahin. Die Quesadillas halten lange hin, wir machen erst Mittagspause, als wir gegen 14 Uhr Ojuelos erreichen. Ich hole das Zelt raus. Der Sack tropft richtig und in der Tasche hat sich eine Pfütze gebildet. Grusig! So nass war das Zelt glaube ich noch nie. Es braucht auch lange zum Trocknen. Gegen 15 Uhr machen wir uns auf die Weiterfahrt auf der Mex 70 in Richtung Aguascalientes. Es geht weiter gerade aus, dann folgt die Abfahrt in ein weiteres Tal.</p>
<div id="attachment_2653" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9560_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2653" title="IMG_9560_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9560_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein weiteres Tal tut sich auf</p></div>
<p>Danach geht&#8217;s leicht runter, ziemlich lange. So ist radfahren extrem angenehm. In La Paz tanken wir in einer Schreinerei Wasser nach. Der Dueño gibt uns Wasser aus dem 20 Liter Trinkwasserbidon. Auch nett. Wir fahren weiter, nun auf Ausschau nach einem Zeltplatz. Am Strassenrand hat&#8217;s nichts wirklich passendes. Bei einem Minidörfchen fahren wir hoch. Bei einem Señor fragen wir, ob wir neben der Kirche campen dürfen. Sicher. Nun, so stellen wir unser Heim so quasi auf der &#8220;Plaza&#8221; auf. Unter strenger Beobachtung ziemlich vieler Bewohner und ein paar Hunden.</p>
<div id="attachment_2654" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9563_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2654" title="IMG_9563_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9563_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Campen auf der &quot;Plaza&quot;</p></div>
<div id="attachment_2655" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9568_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2655" title="IMG_9568_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9568_b.jpg?w=300&#038;h=269" alt="" width="300" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Unter skeptischer Beobachtung</p></div>
<p><strong>25.11.2011.</strong> Der Morgen ist kühl und wolkenlos. Um kurz nach 6 Uhr leuchten immer noch die Sterne am Himmel. Netterweise stehen wir so, dass uns später schon die allerersten Sonnenstrahlen aufwärmen.</p>
<div id="attachment_2656" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9572_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2656" title="IMG_9572_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9572_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es geht ein Licht auf</p></div>
<p>Dann ghet&#8217;s wieder auf die Mex 70. Es geht immer noch leicht runter. Und ist ganz schön kalt. Linkerhand erscheint nun die Ciénega de Mata, eine kleine Lagune, dann beginnt eine kurvige Steigung. Hier komme ich bald ins Schwitzen.</p>
<div id="attachment_2657" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9574_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2657" title="IMG_9574_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9574_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Morgendliches Bergfahren</p></div>
<p>Nach dieser Hügelkette beginnt die Abfahrt ins nächste Tal. Unten angekommen folgt bald eine Gastankstelle mit Shop. Und dort gibt&#8217;s Kaffee. Die Señora hat erst gerade aufgemacht, so warten wir eine ganze Weile, bis die Maschine warm ist. Nach Kaffee mit Galletas geht&#8217;s weiter. Dieses Tal ist bewohnter, auf beiden Seiten Häuser, Felder und Kuhställe. Und bald hat die Strasse wieder einen Seitenstreifen. Nach einer Weile beginnt die Abfahrt nach Auguascalientes. Eine riesige Stadt. Eine Strasse führt dem Stadtrand entlang in Richtung Zacatecas. Bald folgt diese Abzweigung. Und der Hunger. Wenn wir schon in bewohntem Gebiet sind, wollen wir ausnahmsweise in einem Restaurant essen. Bei einer Señora gibt&#8217;s Gorditas. Das sind etwas dickere Tortillas , die werden dann aufgeschnitten und gefüllt. Ganz lecker. Dazu gibt&#8217;s frisch gepressten Orangensaft. Nach dem Mittagessen geht&#8217;s weiter durch die Stadt, rauf und runter. Und schon bald schwerzt mein Bauch wieder. Tja. Die letzten beiden Tage gab&#8217;s Tortillas zum Mittagessen, da war&#8217;s jeweils gut. Aber heute quält er mich wieder. Dann sind wir aus der Stadt raus, die Mex 45 führt in Richtung Zacatecas. Eine Autopista mit gutem Seitenstreifen. Dort spulen wir weitere Kilometer ab. Nach ca. 110 km und gegen 16.15 Uhr erreichen wir eine Pemex mit gutem Camprasen. Der Angestellte muss noch den Dueño anrufen. Der ist einverstanden. Gleich neben einem Kaktüsschen errichten wir unser Heim und als Tüpfelchen auf dem i hat&#8217;s gleich dabneben einen Wasserhahnen. Nicht schlecht.</p>
<div id="attachment_2658" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9578_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2658" title="IMG_9578_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9578_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Pemex-Camping</p></div>
<p><strong>26.11.2011.</strong> Gegen 7.45 Uhr verlassen wir die Pemex bei blauem Himmel. Wir passieren die Abzweigung zum Dorf Cosío, danach geht es eine Weile flach weiter. Es folgt eine weitere Abzweigung und wir biegen auf die Cuota ab. Auf der Mex 45 geht&#8217;s eine Weile flach weiter, dann beginnt eine erste lange Steigung. Die Erde wird rot, die Landschaft felsiger. Ein schöner Wechsel. Immer wieder kommen uns nun Polizeipatrouillen entgegen oder sie fahren an uns vorbei. Meist drei Wagen in Folge, hinten auf der Ladefläche 2 &#8211; 6 Mann mit Maschinengewehr in Schussposition. Vielleicht ist an der Aussage der Señora in Agauscalientes doch etwas daran, dass es hier gefährlich sei. Zumal die Gegend ziemlich einsam wird. Nach der ersten Steigung geht&#8217;s runter, dann wieder rauf und so weiter. Eine wellige Strasse mit schöner Wild-West-Kulisse.</p>
<div id="attachment_2659" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9581_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2659" title="IMG_9581_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9581_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rötliche Hügel</p></div>
<div id="attachment_2660" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9586_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2660" title="IMG_9586_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9586_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Und wellige Landschaft</p></div>
<p>Am Himmel ziehen langsam Wolken auf und der Wind bläst ziemlich stark von vorne. Es folgt eine weiter Abfahrt, nun ist links in der Ferne Zacatecas zu erkennen. Die Wolken werden immer dichter und dunkler, es wird kühl. Wir passieren eine Caseta de Cobro, dann geht&#8217;s nochmals etwas runter. Dann eine Abzweigung, wir fahren links nach Zacatecas. Nach einer Weile finden wir auf unserer Strassenseite einen Oxxo. Zum Mittagessen gibt&#8217;s einen Kaffee, Cracker und ein paar Kekse. Gegen 14 Uhr fahren wir weiter, nun tröpfelt es sogar. Ca. 10 km geht&#8217;s im Stadtverkehr in Richtung Centro. Dort beginnt die Hotelsuche. Im zweiten, dem Hotel Colon, nehmen wir ein Zimmer. 295 Pesos. Der Norden wird wirklich immer teuer. Und da es erst ab 18 Uhr heisses Wasser gibt, setzen wir uns noch eine Weile ins Internet. Danach dürfen wir uns endlich den Drech von 4 Tagen Strassenleben runterwaschen. Wie angenehm.</p>
<p><strong>27.11.2011.</strong> Der Ruhetag in Zacatecas beginnt gegen 7.30 Uhr ziemlich laut mit Guggenmusik. Auf der Strasse vor unserem Fenster zieht ein bunter Zug vorbei. Wir sind blitzschnell angezogen und vor der Tür. Huch! Es ist eiskalt. Der kalte Wind treibt mir bald die Tränen in die Augen. Auch die Musikanten frieren.</p>
<div id="attachment_2661" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9597_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2661" title="IMG_9597_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9597_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das 3. Batallon Turco,</p></div>
<div id="attachment_2664" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9611_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2664" title="IMG_9611_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9611_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>ein Guapo,</dt>
</dl>
</div>
<div class="mceTemp">
<dl class="wp-caption alignnone">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9630_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2665" title="IMG_9630_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/11/img_9630_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">und die Virgen</p></div>
<p>Wir schauen dem Treiben eine Weile zu. Zum Schluss zieht ein Wagen mit einer Virgen vorbei und wir machen uns auf die Suche nach einem heissen Kaffee. Danach geht&#8217;s wieder ins Internet. Der Blog will ja wieder mal aktualisiert werden. Dann bleibt hoffentlich noch etwas Zeit für eine Stadtbesichtigung. Nach 2,5 Stunden und regelmässigem Speichern sichere ich das Ganze wieder mal ab. Doch die Seite funktioniert nicht mehr. Und bei genauerem Prüfen stelle ich fest, dass überhaupt nichts gespeichert wurde. So ein Mist. 2,5 Stunden Arbeit für die Füchse. Ich bin gerade ziemlich genervt. Nun muss ich alles nochmals machen und aus der Stadtbesichtigung wird wohl nichts mehr. Ich wechsle den Computer und schon bald macht mich mein männlicher Nachbar an. Tja, eher ein Nerv- als Ruhetag.</p>
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		<title>Oaxaca &#8211; Cuernavaca; dem Herzen entgegen, ¿Viva México?</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 21:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Cholula]]></category>
		<category><![CDATA[Cuernavaca]]></category>
		<category><![CDATA[Procesión de Muertos]]></category>
		<category><![CDATA[Puebla]]></category>

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		<description><![CDATA[18.10. &#8211; 30.10.2011. 510 km. Nach Oaxaca ändert sich die Landschaft wirklich. Wir fahren durch farbig, kahle Felslandschaften, dann folgen felsige Schluchten und Kakteen. Ganz viele Kakteen. So stellt man sich Mexiko doch vor. Und langsam nähern wir uns dem Herzen des Landes, Mexiko City und den umliegenden Grossstädten. Das Negative daran ist, das der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2537&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>18.10. &#8211; 30.10.2011. 510 km. Nach Oaxaca ändert sich die Landschaft wirklich. Wir fahren durch farbig, kahle Felslandschaften, dann folgen felsige Schluchten und Kakteen. Ganz viele Kakteen. So stellt man sich Mexiko doch vor. Und langsam nähern wir uns dem Herzen des Landes, Mexiko City und den umliegenden Grossstädten. Das Negative daran ist, das der Smog massiv zunimmt. Ziemlich unangenehm. Man muss hier wohl eher von einem braunen Herzen sprechen. <span id="more-2537"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> Oaxaca &#8211; Asunción Nochixtlan* &#8211; Santa Maria Coapan* &#8211; Tehuacan &#8211; Quecholac* &#8211; Puebla* &#8211; Jantetelco* &#8211; Cuautla &#8211; Oaxtepec &#8211; Tepoztlán* &#8211; Cuernavaca</p>
<p><strong>18.10.2011.</strong> Als wir Oaxaca verlassen, schleppen wir wohl soviel Food mit uns, als ob wir für 10 Tage ins Niemandsland verschwinden würden. Nicht das erste Mal. Obwohl es hier ja alle paar Kilometer Essen zu kaufen gäbe. Nun, auf der Cuota vielleicht etwas weniger. Aber auf jeden Fall werden wir keinen Hunger leiden. Und meine standardmässigen 6 Liter Wasser sind auch dabei. So sind wir bald auf der Periférica, dann geht&#8217;s noch gute 10 km raus aus der Stadt. Es hat viel Verkehr, die Luft ist ziemlich dick. Dann biegen wir auf die Cuota in Richtung Mexiko City ein. Sofort nimmt der Verkehr ab. Es hat einen Seitenstreifen und sogar eine gerillte Sicherheitslinie. Der Belag des Seitenstreifens ist rauh, zudem liegen hunderte zerfetzte Reifenstücke herum. Drähtchengefahr. Nach ein paar flachen Metern beginnt die Steigung des ersten Hügles. Bald sehe ich Oaxaca mit seiner Smogglocke hinter mir.</p>
<div id="attachment_2553" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8777_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2553" title="IMG_8777_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8777_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Weisser Smog über Oaxaca</p></div>
<p>In grossen Hügeln geht&#8217;s weiter, rauf und rutner. Die Temperatur ist ganz angenehm, es ist noch nicht allzu heiss. Und die Landschaft hat sich nun definitv geändert. Gelbbraune Hügel, blassgrüne Wiesen, grünbraune Maisfelder und gelbe Blumen. Nach einer Weile gesellen sich Kakteen dazu.</p>
<div id="attachment_2554" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8799_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2554" title="IMG_8799_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8799_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein neues Landschaftsbild</p></div>
<p>Es folgt eine 10 km lange Steigung. Beim Hinauffahren treffen wir auf eine Ami-Familie, die mit einem Truck von Alaska nach Ushuaia unterwegs ist. Der Vater kriegt sich kaum ein, dass wir das sozusgaen Gleiche mit dem Fahrrad machen. Nach einem kurzen Chat folgt bald eine kurze Abfahrt. Mittlerweile ist es Zeit für die Mittagspause. Da steht ein Comedor. Etwas weiter vorne hat es einen kleinen Unterstand. Wir fragen, ob wir da im Schatten essen dürfen. Klar, aber wir sollen doch unter die Palapita, dort hätte es auch Stühle und Tische. Sehr nett. Der Comedor ist auch sehr verlockend, aber wir sollten unseren Essensvorrat abbauen. Unter der Palapa ist es richtig gemütlich. Wäre auch ein super Zeltplatz, aber dafür ist es noch etwas früh. Nach einer langen Mittagspause begeben wir uns wieder auf die Strasse. Es geht nochmals kurz hoch. Da kommen uns zwei Radler entgegen, doch sie haben es eilig und halten nicht. Nun geht es runter, dann in grossen Hügeln weiter. Es ist trocken hier und langsam wird es heiss. Ich schwitze weniger, aber mein Kopf wird ganz heiss. Dann beginnt nochmals eine längere, sanfte Steigung. Ca 13 km geht&#8217;s hoch auf ca. 2&#8217;300 m.ü.M. Gemäss unserem Guia Roji, der neuen Strassenkarte, sollte bald eine Pemex-Tankstelle folgen. Wir brauchen Wasser zum Campen. Es geht runter und da ist die Pemex. Uh, wie schön wäre jetzt ein Fresca. Schon die letzten paar Kilometer hatte ich den Gedanken ein ein kühles Fresca&#8230; Und vielleicht können wir auch gleich hier zelten. Neben der Tankstelle hat es ein Restaurant mit idealer Zeltwiese. Und Fresca! Wir nehmen zwei. 30 Pesos! Puh, neuer Preisrekord. Wir fragen die Señora gleich noch, ob wir auf der Wiese campen dürfen. Klar, wir sollen einfach keinen Müll liegen lassen. Das ging ja ganz unkompliziert. Wir liegen auf die Wiese und geniessen das kühle Getränk. Es wird nun aber langsam frisch. Dann bauen wir das Zelt auf und für die Nacht stellen wir mal alles an warmen Sachen bereit. Auf 2&#8217;100 m.ü.M. könnte es kühl werden. Mittlerweile haben wir Gesellschaft. Eine Hündin mit ihren zwei Jungen. Als ich zu kochen beginne, lassen mich die drei kaum in Ruhe. Lustige Hündchen. Nun, die männlichen Kollegen tauchen auch bald auf. Die sollen mir einfach nicht ans Zelt seichen.</p>
<div id="attachment_2555" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/dsc01182_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2555" title="DSC01182_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/dsc01182_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kochen mit neugieriger Gesellschaft</p></div>
<p><strong>19.10.2011.</strong> Die Nacht ist angenehm kühl. In Seiden-, Fleece- und Synthetikschlafsack gekuschelt ist es schön warm. Als wir gegen 6 Uhr aus dem Zelt kriechen ist es noch stockfinster, bis auf die Festbeleuchtung des Restaurants, und ziemlich kühl. Mit frühstücken, räumen und packen wird es langsm hell. Ich prüfe ja etwa 5 Mal pro Tag, ob meine Reifen noch Luft haben, heute leider erst kurz vor Abfahrt. Und mein Vorderreifen ist platt. Aber vorne geht das Schlauchwechlseln zum Glück schneller als hinten. Mittlerweile sind die beiden kleinen Hunderacker wieder wach und aktiv. So ist arbeiten echt schweirig. Der eine hängt sich an meinen Arm, rupft am Klettverschluss der Sandalen, dann will er die Zange klauen. Und so soll ich den Reifen prüfen. Aber ich finde, was wohl, ein Drähtchen. Kein Wunder. Nun verschwindet mein Spannriemen. Dieser eine Hundewelpe ist einfach zuviel. Aber unglaublich süss. Dann bin ich auch wieder startklar. So geht es kurz nach 8 Uhr los. Es ist noch ziemlich frisch, die Windjacke bleibt an. Es folgen weitere Hügel. Der Himmel vor mir sieht ziemlich düster aus. Und dahin fahren wir. Es beginnt eine längere Steigung. Bald beginnt es zu tröpfeln, bald wird der Regen stärker. Da muss nun auch noch die Regenjacke raus. Zudem wird es kälter und kälter. Beim Rauffahren ist das ja noch ok, aber dann folgt die Abfahrt. Zudem hat der Wind extrem aufgefrischt, die Windböen sind teilweise ziemlich stark. Ich konzentriere mich darauf, nicht vom Seitenstreifen geblasen zu werden. Kurz vor der Caseta de Cobro ein Café. Dort gibt es heissen Nescafé. Der schmeckt echt übel, auch mit 3 Löffeln Zucker. Und ich friere trotzt Kaffee immer mehr. Die kurzen Hosen waren heute wohl nicht die ideale Kleiderwahl. Nach der Caseta folgen ein paar Comedores. Hätten wir das gewusst, hätten wir uns den Kaffee sparen können. Tja. Ich entlade mein Bike nochmals, nun auf der Suche nach langen Hosen und Jacke. Danach gibt&#8217;s Eier, Bohnenpaste und selbstgemachte Tortillas. Die werden mit einer Tortillapresse flachgedrückt aund dann gebraten. Und sind ziemlich gross. Nach 3 Stück bin ich satt, nach 4 Stück vollgefressen und nach 5 übersatt. Zum Glück gibt&#8217;s noch einen heissen Kamillentee. Mittlwerweile regnet es nicht mehr, wir fahren weiter. Dick eingepackt geht&#8217;s weiter runter. Ich höre ein Geräusch, prüfe kurz beide Reifen. Da steckt hinten schon weider so ein Sauding drin. Aber ich glaube, oder hoffe, dass es noch nicht durchgedrungen ist. Aber der Steitenstreifen ist nach wie vor voll mit den Autoreifenfetzen. Ziemlich mühsam. Der Himmel lichtet sich langsam, die Sonne drückt durch. Wie schön. Auch die Landschaft ändert sich wieder. Gestern war das Gestein rot, heute morgen wurde es grünlich, jetzt folgt rosa, später weiss. Aus den hügeligen Flächen erheben sich grössere Gesteinsformationen. Sieht cool aus.</p>
<div id="attachment_2556" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8818_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2556" title="IMG_8818_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8818_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auf der Mex 135 D</p></div>
<div id="attachment_2557" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8822_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2557" title="IMG_8822_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8822_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In der weissen Felslandschaft</p></div>
<p>Doch meinem Magen bekommt das etwas zu üppige Mittagessen nicht so gut, er meldet sich mit Krämpfen. Nun, hoffentlich lerne ich daraus. Wenn man satt ist, sollte man nicht weiteressen, auch wenn noch Essen da ist. Es folgen weitere Hügel, bei den Auffahrten wird es sogar richtig warm. Doch vor mir sehe ich schon die nächste Wolkenfront. Eigentlich wollen wir ja wieder zelten. Es folgt eine Pemex, auf der anderen Seite hat es eine Pensión. Mit heisser Dusche. Für 150 Pesos. Das ist verlockend&#8230; Zelten wir morgen wieder. Die Señora macht uns noch einen heissen Tee, dann folgt die heisse Dusche. Die ist so schön, dass ich überhaupt nicht mehr rauskommen will.</p>
<p><strong>20.10.2011.</strong> Die Nacht ist auch im Zimmer kalt. Der Morgen auch. Als wir nach 6.30 Uhr rausgehen, ist es wie üblich noch finster. Es wird langsam hell und dichter Nebel macht sich sichtbar. Wir packen uns warm ein, inklusive Handschuhe. Dann bietet uns die Señora nochmlas einen Tee an. Ja gerne. Kurz nach 8 Uhr begeben wir uns wieder auf die Strasse. Über dem Nebel drückt die Sonne durch. Eine Weile fahren wir durch dichtesten Nebel, dann lichtet er sich um sich gleich wieder zu verdichten. Um 9 Uhr meldet sich auch der Hunger schon weider. Während der Pause verziehen sich die Nebelschwaden. Wir starten die Bajada bei blauem Himmel. Ich ziehe die Regenjacke wieder an. Dann geht&#8217;s runter. Ca. 20 km von 2&#8217;150 auf 1&#8217;050 m.ü.M. Der Blick ins Tal ist toll. Grüne Berge und cañonartige Felsen.</p>
<div id="attachment_2559" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8852_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2559" title="IMG_8852_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8852_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">In den mexikanischen Bergen</p></div>
<div id="attachment_2561" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8864_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2561" title="IMG_8864_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8864_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Pflanzenvielfalt</p></div>
<div id="attachment_2562" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8868_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2562" title="IMG_8868_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8868_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Kakteen...</p></div>
<div id="attachment_2563" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8881_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2563" title="IMG_8881_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8881_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">... und anderen interessanten Blumen</p></div>
<p>Und immer mehr Kakteen. Es beginnt mit den &#8220;Fingerkakteen&#8221;. Auf der anderen Seite ist der ganze Berghang voll davon. Das sieht cool aus. Dann folgen mehrarmige Kakteen, dann &#8220;Ohrenkakteen&#8221;. Auch sonst ist das Tal echt sehenswert. Ich geniesse die Landscahft. So stellt man sich doch Mexiko vor. Mit vielen Fotostopps kommen wir nur langsam voran. Endlich gibt es wieder etwas &#8220;Neues&#8221; zu sehen. Nun entdecke ich vor mir einen Nevado. Wie sich später herausstellt handelt es sich um den Pico de Orizaba. Das ist der erste Nevado seit langer Zeit. Wie schön.</p>
<div id="attachment_2560" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8842_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2560" title="IMG_8842_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8842_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ein allererster Blick auf den Nevado Pico de Orizaba</p></div>
<p>Der Seitenstreifen der Strasse hingegen ist oft eher ein Trümmerfeld, es holpert gewaltig. Dann erreichen wir die riesige Brücke über einen Fluss, gleichzeitig die Grenze der Staaten Oaxaca und Puebla. Und somit ist der tiefste Punkt auf 1&#8217;050 m.ü.M. erreicht. Es ist  warm hier unten, ich ziehe die kurzen Hosen an. Es folgt ein Aufstieg, dann fahren wir durch ein weites Tal, rauf und runter. Auch hier zeigen sich viele Sorten Kakteen. ¡Viva México!</p>
<div id="attachment_2564" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8901_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2564" title="IMG_8901_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8901_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Noch mehr stachelige Freunde</p></div>
<p>Langsam steigen wir wieder hoch. In der Ferne ist die Luft eher braun. Ist das schon der Smog von Mexiko City? Und es wird Zeit, nach einem Campplatz Ausschau zu halten. Aber auf beiden Seiten hat es einen hochen Stacheldrahtzaun, zudem ist die Gegend wieder stärker besiedelt. Dann eine Ausfahrt nach Tecahuán. Dort hat es gleich ein Motel. Wir fragen mal nach dem Preis. 250 Pesos. Das ist zu teuer. Wir wollen weiter, auf der Suche nach einem Zeltplatz oder etwas Günstigerem. Da meint der Señor, wir könnten auch hier zelten. Er zeigt uns zwei Orte. Die sind ok. Und wir dürfen das Bad eines Zimmers benutzen. Aber er will 200 Pesos für den Campplatz. Ein Witz? Wir schauen nur noch dumm und meinen, dass wir dafür auch ein Zimmer bekommen. 100 Pesos. Ok.</p>
<div id="attachment_2565" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8910_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2565" title="IMG_8910_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8910_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Zelten im Hof des Motels</p></div>
<p>Der Señor ist neugierig und gleichzeitig etwas schräg. Später bietet er uns Gaseosas an. Wohl zu teuer. Als wir kochen, kommt er wieder und interessiert sich für den Kocher und mein Victorinox-Messer. Dann bringt er uns Cracker. Ich frage nur so, ob es in der Ncht kalt werde. Er meint nein, aber er könnte uns Decken bringen. Oder wir könnten auch im Zimmer schlafen. Er traut dem Zelt wohl nicht ganz, denn er bietet uns nochmals an, im Zimmer zu schlafen. Nun, für 100 Pesos hätten wir das Zimmer schon genommen, aber jetzt ist die Matte schlafbereit.</p>
<p><strong>21.10.2011.</strong> Die Nacht ist kalt, ich friere sogar ein bisschen in meinen drei Schlafsäcken. Auch draussen ist es kalt, als wir aus dem Zelt kriechen müssen. Doch das Zimmer ist schön warm, wenigstens müssen wir nicht in der Kälte frühstücken. Gut eingepackt verlassen wir gegen 7.30 Uhr das Motel. Und sind gleich wieder auf der Cuoata. Flachtgeht&#8217;s weiter, bald sehe ich rechts wieder die bekannte, weisse Spitze. Dann taucht er ganz auf, der Vólcan Pico de Orizaba. Ein ansehnlicher Nevado. Und eine tolle Morgenkulisse.</p>
<div id="attachment_2566" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8924_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2566" title="IMG_8924_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8924_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine tolle Morgenkulisse</p></div>
<p>Nach 10 km erreichen wir die Caseta von Tehuacán. In der Tienda finde ich Brot fürs Mittagessen. Auf der anderen Seite gibt&#8217;s noch einen heissen Cappuchino con Crema Nuez. Zum Aufwärmen. Auch um 9 Uhr und bei blauem, wolkenlosem Himmel ist es noch kalt. Aber in der Sonne wäremen wir langsam auf. Nun steuern wir auf den Nevado zu.</p>
<div id="attachment_2567" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8937_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2567" title="IMG_8937_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8937_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mal ganz gross...</p></div>
<div id="attachment_2568" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8941_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2568" title="IMG_8941_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8941_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">... mal ganz klein.</p></div>
<p>Es beginnt die lange Steigung, ich wechsle wieder in die kurzen Hosen. Bald beginnt eine lange Baustelle. Das Gute an der ist, dass wir ein Stück auf der gesperrten Fahrban radeln dürfen. Denn die neue Asphaltstrasse hat noch keinen markierten Seitenstreifen. Der fehlt mir schon ein wenig. So steigen wir weiter hoch. Die Landschaft wird immer karger. Dann ist der höchste Punkt auf 2&#8217;400 m.ü.M. erreicht. Es geht kurz runter und dann steigt die Strasse nochmals an. Nun zeigt sich auch der Pico de Orizaba wieder. Während der Auffahrt war er plötzlich verschwunden. Mit dieser Aussicht machen wir Mittagspause. Nicht schlecht.</p>
<div id="attachment_2569" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8956_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2569" title="IMG_8956_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8956_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nette Aussicht zum Mittagessen</p></div>
<p>Das Land hier oben ist dicht besiedelt. Dann beginnt die kurze Abfahrt ins weite Hochtal. Der Nevado begleitet uns weiter. Links sehe ich in Richtung Puebla. Dort ragt der Vólcan El Malinche aus dem Smog. Dann endet die Mex 135 D, wir biegen auf dei Mex 150 D ein. Mit einem Mal hat es viel mehr Verkehr, der Seitenstreifen hat einen roten Kiesbelag und es wimmelt von zerfetzten Reifen und Drähtchen. Das Fahren wird anstrengend. Die MEx 150 D ist wohl die schlimmste Cuota bis jetzt. An einer Pemex tanken wir Wasser nach. Nun setzt urplötzlich ein starker Gegenwind ein. So kommen wir nicht mehr schnell voran. Wir nehmen die nächste Ausfahrt, dort hat es eine Pemex. Doch nirgends Platz für ein Zelt. Wir erfrischen uns ersteinmal mit einem Fresca, dann fahern wir in die Comuna. Zuerst zur Kirche. Das Tor ist zu und der Padre wohnt in einem anderen Ort. Dann zur Schule. Die ist zu, der Direktor und die Lehrer wohnen nicht hier. Doch drei Señoras meinen, an der Ecke wohne ein Señor, der einen Schlüssel zur Presidencia hätte. Dort könnten wir übernachten. Doch der Señor ist nicht da, kommt erst in 1,5 bis 2 Stunden zurück. Hm? Wir kurven etwas herum, treffen auf einen hübschen Rasen hinter einem Haus. Ich frage eine Señora, dass wir einen Campplatz suchen. Sie kommt mit zu dem Haus. Kein Problem, wir können auf dem Rasen campen. Es sei auch sicher:&#8221;Aqui no pasa nada.&#8221; Wie immer. Die Señoras putzen extra den Rasen, entfernen Hundekot und später setzt der Señor eine Birne in die Strassenlaterne. Wir stellen das Zelt auf, dann machen wir kurz einen Drähtchencheck der Reifen. Ich ziehe 1, Moni 3 der fiesen Teile aus den Hinterreifen. Dann kochen wir. Es gibt wieder mal neugierige Gesellschaft von drei Hunden. Zudem geht eine Señora mit drei Kindern vorbei. Bald kehren sie zurück und laden uns für die Nacht in ihr Haus ein. Es werde kalt hier draussen. Wir lehen dankend ab. Später kommen zwei der Mädchen nochmals zurück, wir sollen doch ins Haus kommmen. Sehr nett. Aber wir haben schon alles aufgebaut, sind zu faul zum Umziehen. Das Strässchen hinter dem Haus ist gut befahren, mittlerweil weiss sicher die ganze Comuna, dass wir da sind. Wir essen, dann räumen wir zusammen. Nun fährt ein Polizeiwagen vorbei. Sie fragen, ob alles ok sei. Claro. Sie fahren weiter, setzen aber gleich wieder zurück. Nun steigen alle 4 aus. Huch! Hier sei es nicht sicher. Es ist Freitag Abend, haben wir etwas zu spät auch festgestellt, und die Leute trinken nun mal an den Wochenenden. Und man wisse ja nie, auf was für Ideen manche kommen würden&#8230; Wir sollten doch in die Presidencia. Aber niemand hat einen Schlüssel. Moni fährt mal mit dem einen Polizisten mit, die anderen 3 bleiben bei mir. Sie meinen, in der Peresidencia in Quecholac hätte es Platz. Da kommt das Polizeiauto wieder. Dieser Polizist hat Moni zu seinem Haus gefahren, dort könnten wir in seinem Bett übernachten. Gleich neben seiner Frau und dem Kind. Er hätte sowieso Nachtdienst. Auch sehr nett. Wir bauen das Zelt ab, packen alles zusammen. Per Polizeiauto geht&#8217;s nach Quecholac. Dort dauert es eine Weile, bis der Schlüssel zu der Sala gefunden ist, dann dürfen wir in den reisigen Theatersaal. Wieder einmal sind wir woanders gelandet, als ursprünglich geplant. Aber so ist es wohl besser.</p>
<p><strong>22.10.2011.</strong> Die Nacht ist kalt. Der riesige Raum wärmt natürlich nicht auf, zudem zieht es extrem. Ich friere, meine Nase ist eiskalt. Ich wickle mir die Jacke um den Kopf. So ist es da wenigstens etwas wärmer. Da geht die Tür auf, ein Polizist fragt:&#8221;Todo bien?&#8221; &#8220;Si, todo bien.&#8221; Nur saukalt. Und dann macht der Typ einfach die Türe nicht mehr richtig zu. Nun, das Tor schliesst sowieso nicht richtig. So stehe ich halt auf, um es wieder zuzumachen. So ist die Ncht vielleicht sicher, aber sicher auch kälter. Um 7 Uhr ist es immer noch kalt, wir brauchen eine halbe Stunde, um nur aus den Schlafsäcken zu kommen. Wir sind uns die Kälte einfach nicht mehr gewohnt. Gegen 8.30 Uhr verabschieden wir uns von den Polizisten, ich pumpe noch kurz meinen Hinterreifen, der scheint etwas Luft zu verlieren. Nach 4 km erreichen wieder die Pemex. Dort lasse ich beide Reifen nochmlas pumpen. Und im Oxxo, dem Tankstellenshop, gibt&#8217;s noch eine grosse heisse Tasse Cappuchino. Gut aufgewärmt fahren wir gegen 10 Uhr endlich los. Wieder auf die MEx 150 D. Der lästige, drahtgespickte Seitenstreifen geht weiter. Das fordert viel Konzentration. Vor mir sehe ich nun den Popocatepetl und den Itzaccíhuatl, oder kurz den Popo un den Itza.</p>
<div id="attachment_2571" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8979_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2571" title="IMG_8979_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8979_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Popo und Itza im Smog voraus</p></div>
<p>Der Popo entlässt immer wieder mal ein Rauchwölkchen in die Luft. Er ja immer noch einer der aktivsten Vulkane dieser Erde. Auch heute ist es windig, Seitenwind. Wir kommen aber gut voran, dann wird sogar der Seitenstreifen besser, sprich kiesfrei. Die Drähte bleiben. Es geht hoch, dann im Plano falso weiter hoch. Aber auch da haben wir mehr als 20 km/h drauf. Nun folgt eine Baustelle. Bald wird die Fahrbahn einspurig. Es wird eng, teilweise können die Trucks nicht mehr an uns vorbei. Aber da soll mal einer sagen, mexikansiche Truckfahrer seien nicht geduldig. Ohne Hupen oder sonstige Anstalten wird gewartet. Bei einem Busfahrer sähe dies vielleicht anders aus&#8230; Gegen Mittag erreichen wir ein Restaurant. Wir haben kein Essen mehr, also stoppen wir. Eier, Bohnenpaste, Tortillas und ein Reisenkrug Melonenwasser. Dann geht&#8217;s weiter. Die letzten Kilometer waren nicht sehr ereignisvoll, die Landschaft flach und der Horizont eher braun als etwas anderes. So geht es nun weiter in Richtung der Millionenstadt Puebla. Der VErkehr nimmt nochmals zu und schon bald erreichen wir die Aussfahrt in die Stadt. Über eine Umleitung erreichen wir das Centro Historico. Wir finden gleich ein günstiges Hotel mit netten Betreibern. Nach einer heissen Dusche laufen wir in die Avenida 5 de Mayo, die Fussgängerzone. Es ist Samstag und wimmelt nur so von Menschen. In einem kleinen Restaurante Arabé essen wir zu Abend. Geschmolzener, fadenziehender und geschmackloser Käse mit Carne Pastor und Arabé. Mal was anderes. Dann wieder ins Fussgängergetümmel. Schond den ganzen ¨Tag überlegen wir, ob wir schon in Queretaro die Schlafsäcke wieder wechseln sollten. Nach der kalten Erfahrung der letzten Nacht. Oder aber ein warmes Pyji suchen. Im Woolworth finden wir einen günstigen Fleecezweiteiler. Mal sehen, ob der was taugt.</p>
<h3>Puebla de Zaragoza oder Puebla de los Ángeles, Stadt der Engel</h3>
<p><strong>23.10.2011.</strong> Wir schlafen aus. Mit dem Fleecepyji ist es schön warm im Bett. Ich döse vor mich hin, da höre ich von nebenan ein:&#8221;Häh?&#8221; Ich drehe mich um, nach einer Weile schaue ich auf die Uhr. 9.23 Uhr. &#8220;Häh?&#8221;, tönst&#8217;s jetzt auch von mir. Ui, da haben wir aber lange geschlafen. Die Nacht bei der Polizei war wohl doch ziemlich zehernd. Schnell stehn wir auf. Zum Frühstück gibt&#8217;s trockene Teilchen und einen Latte Vainilla vom Oxxo. Monika hat ja schon seit längerer Zeit so eine komisch verstopfte und schleimige Nase. Bei mir fängt das nun auch an. So schneuzen wir im Akkord. Ist sicher der Smog. Nach dem Frühstück schlendern wir auf der 5 de Mayo zum Zócalo. Die Fussgängerstrasse ist auch am heutigen Sonntag extrem belebt. Wie auch der Zócalo.</p>
<div id="attachment_2572" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9013_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2572" title="IMG_9013_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9013_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Belebter Zócalo</p></div>
<div id="attachment_2573" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9034_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2573" title="IMG_9034_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9034_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Catedral</p></div>
<p>Am besten gefallen mir ja immer noch die zig Leute, die rufend ihre Produkte anbieten. Ein Riesengewirr an Wortfetzen und Lauten. Cool. Wir schauen uns die Catedral an, schlendern weiter umher. Bald ruft der Hunger wieder. Auf der Strasse kaufen wir eine Empanada, dann gibt&#8217;s ein Softeis mit Streuseln.</p>
<div id="attachment_2574" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9006_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2574" title="IMG_9006_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9006_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Nein, nein, das zweite gehört Monika</p></div>
<p>Mittlerweile ist es warm genung, um ans Wascehn zu denken. Und da nur mit denken nichts sauber wird, folgt bald das Handeln.</p>
<p><strong>24.10.2011.</strong>  Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit dem Bus ins benachbarte Cholula. Ein hübsches Städtchen. Wir laufen zum Zócalo, es ist schon bald Mittag. In einem Restaurante probieren wir eine Cemita. Ein Brötchen gefüllt mit Fleisch, Fadenkäse, Salat, Tomaten, einem komischen Kraut, Zwiebeln und süsslichen Chillies. Ist echt gut das Teil. Dann machen wir uns auf den Weg zur Pyramide Tepanapa. Auf dem immer noch überwachsenen Gebäude trohnt die Iglesia de San Gabriel. Als Cortés damals ankam, war Cholula ein heiliges Zentrum mit 100&#8217;000 Einwohnern und 400 Schreinen, oder Teocallis, die um die grosse Pyramide gruppiert waren. Nachdem die Cholulaner versuchten, Cortés aus dem Hinterhalt anzugreifen (was misslang), schlachtete Cortés mit seinem Gefolge die Bevölkerung ab und zerstörte die Schreine. Zudem schwor er, für jeden zerstörten Schrein eine Kapelle zu bauen. Nun, tatsächlich stehen &#8220;nur&#8221; etwa 70 Kirchen in Cholula. Wir laufen hoch zur Iglesia San Gabriel. Von dort oben hat man einen guten Ausblick auf Popo, Itza, Cholula und Puebla.</p>
<div id="attachment_2575" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9056_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2575" title="IMG_9056_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9056_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Treppe zur Kirche</p></div>
<div id="attachment_2576" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9061_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2576" title="IMG_9061_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9061_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Aussicht auf den Popo und den Itza</p></div>
<p>In der Ferne mache ich auch wieder den Pico de Orizaba aus. Wir schauen uns die Kirche an, dann setzen wir uns etwas auf die Kirchenmauer. Da nähert sich ein Gringo mit Rollkoffer. Lang, extrem dünn, bleich. Eine komische Gestalt. Dann spricht sie uns auch noch an. Es ist ein Finne, der mit einem russichen Chor einen Auftritt in Mexiko City hatte. Mich erinnert er sehr an eine transylvanische Figur. Er kann es dann kaum fassen, dass wir vom Süden mit dem Fahrrad nach Alaska unterwegs sind. Seit 2 Jahren. So verewigt er sich stolz und mit blutender Lippe auf einem Foto mit uns. Es gibt definitiv noch Leute, die komischer sind als wir. Wir schauen uns noch die archäologische Stätte an.</p>
<div id="attachment_2577" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9122_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2577" title="IMG_9122_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9122_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Stätte von Cholula</p></div>
<p>Leider kann man die freigelegten Gänge der Pyramide im Moment nicht betreten. Dafür kostet das Besichtigen nichts. Die Pyramide ist mit 350 x 350 Metern Grundriss die grösste der Welt, mit 66 Metern Höhe jedoch nicht die höchste. Danach machen wir es uns mit einem Glace auf dem Zócalo gemütlich. So stellt man sich doch einen Ruhetag vor. Perfekt.</p>
<p><strong>25.10.2011.</strong> Eigentlich wollen wir uns heute noch das VW-Werk anschauen. Doch irgendwie klappt es nicht. So gibt&#8217;s nochmals einen gemütlichen Tag. Wir schauen uns das Innere der Catedral an, ein Guía erklärt uns einige Dinge. Die interessantese Info ist wohl, dass heute einige Museen freien Eintritt haben. Unter anderem auch die Biblioteca Palafoxiana in der Casa del la Cultura. Diese schauen wir uns danach noch an. Fotografieren ist dort leider nicht erlaubt. Die Sammlung fasst 46&#8217;000 Bücher, fast alle europäischen Ursprungs. Das älteste stammt aus dem Jahre 1473. In einem anderen Innenhof steh ein Brunnen geschmück mit Totenfigürchen.</p>
<div id="attachment_2578" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9143_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2578" title="IMG_9143_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9143_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Geschmückter Brunnen</p></div>
<div id="attachment_2579" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9145_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2579" title="IMG_9145_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9145_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Raucherleichen?</p></div>
<p>Dann decken wir uns auf dem Mercado mit Futter ein. Dort werden die Süssigkeiten für den Tag der Toten verkauft. Eine echt farbige Angelegenheit.</p>
<div id="attachment_2580" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9165_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2580" title="IMG_9165_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9165_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Vorne Süssigkeiten, hinter der Fleischer</p></div>
<p>Wieder zurück im Hostal prüfe ich nochmals die Reifen. Nun ist der Hinterreifen doch etwas platt. Ich werde den Schlauch doch noch wechseln. Und siehe da, ein Drähtchen steckt im Mantel. So was! Als ich das Rad wieder reinmontiere, schleift die Bremse plötzlich extrem. Ich setze das Rad zweimal neu ein, schraube an der Bremse rum. Aber die Bremse schleift immer noch. Vielleicht wird es mit dem Gewicht ja etwas besser. Mal sehen.</p>
<p><strong>26.10.2011.</strong> Das Aufstehen um 6 Uhr ist hart. Genau jetzt hätte ich schlafen können. Um 7.10 Uhr ist es dann auch immer noch dunkel. Aber der nahe Oxxo ist ja 24 Stunden geöffnet. Und Dunkelheit und Kälte sind eine gute Ausrede für einen Kaffee. So wird es 8 Uhr bis wir losfahren. In den Stadtverkehr. An einer Stelle müssen wir nach dem Weg fragen. Da meint der Señor doch tatsächlich:&#8221;Sprechen sie Deutsch?&#8221; Ja, so geht das Wegerklären viel besser. Obwohl ich auf Spanisch wahrscheinlich mehr verstehen würde. Aber in der letzten Zeit haben wir einige Leute getroffen, die etwas Deutsch sprechen oder es studieren. Nicht schlecht. An einer Pemex tanken wir noch Kocherbenzin. Dann geht&#8217;s weiter durch die Stadt. Der Verkehr wird dichter. Dann gelangen wir auf die Periferico. Die ist mal 8-, mal 12-spurig. Und es hat immer wieder Aus- und Einfahrten. So landen wir immer mal wieder in der Mitte der 6-spurigen Rechtsfahrbahn. Nach rechts über 3 Fahrbahnen abzubiegen ist etwas lebensmüde. Plötzlich höre ich hinter mir eine Sirene, dann tönt&#8217;s aus einem Lautsprecher:&#8221;¡A la derecha!&#8221; Ich schaue zurück. Die Bullen. Aha. Die Durchsage wird wiederholt, zudem halten sie mir den Weg nach rechts frei. So geht&#8217;s einfacher. Dann erreichen wir die Caseta. Dort müssen wir aussen rum und die Bikes über eine Treppe hochtragen. Es ist immer unterschiedlich bei den Casetas. Mal darf man druchfahren, mal muss man aufs Trottoir, mal muss man hinten rum. Wie es genau ist, findet man in jedem Fall immer neu wieder heraus. Nun geht&#8217;s auf die Mex 190 D. Etwas gerade aus, dann folgt die erste Steigung. Meine Bremse schleift immer noch, ich habe ein Permanent-Bremsen. Zudem quietscht es furchtbar. Und weiter öffnen kann ich die Pads nicht mehr. Der Junior von Pedro Martinez in Oaxaca ist also als Bike-Mech nicht zu empfehlen. Oder noch nicht. Das Hochfahren mit angezogener Bremse ist anstrengend. Zudem macht mir nun der Smog zu schaffen. Meine Lunge fühlt sich ziemlich angegriffen an, alle 2 Minuten habe ich einen Hustenanfall. Kein Wunder, von weiter oben ist die braune Smogglocke über Puebla zu sehen. Ziemlich beeindruckend. Eklig beeindruckend. Kein Wunder, will die Lunge solche Luft nicht.</p>
<div id="attachment_2581" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9173_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2581" title="IMG_9173_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9173_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die braune Smogglocke von Puebla</p></div>
<p>Es folgt eine Abfahrt, dann biegen wir auf die Mex 438 D nach Cuautla ab. Langsam wird die Atmung etwas besser, die Bremse nervt weiter und nun ist auch noch der Magen mies drauf. Krämfe und Durchfall. Jetzt ging&#8217;s doch so lange gut. Rechterhand pufft der Popo fröhlich Rauchwölkchen in den Himmel.</p>
<div id="attachment_2582" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9176_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2582" title="IMG_9176_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9176_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Darf&#039;s noch ein Wölkchen sein?</p></div>
<p>Seine Silhoute verschwindet immer mehr in der dicken Luft. Später ist er nur noch an den sich bildenden Wolken auszumachen. Etwas abseits der Strasse machen wir unter einem Baum Mittagspause. Im Schatten wird es langsam kühl. Immer wieder reiten Einheimische mit Ziegenherden vorbei. Ein gemütlicher Ort. Wäre auch ideal zum Campen. Aber dafür ist es noch zu früh. Es geht weiter, bald folgt eine weitere Steigung auf ca. 2&#8217;000 m.ü.M. Das gebremste Fahren zehrt an mir, wie auch das allgemeine Unfitsein. Es folgt ein flaches Stück, dann eine lange Abfahrt auf ca. 1&#8217;400 m.ü.M. Wir befinden uns nun in einm weiten Tal, überall rot leuchtende Hirsefelder. Manchmal sticht ein vielfarbiges Amaranthfeld hervor. Schon schöne Pflanzen.</p>
<div id="attachment_2583" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9188_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2583" title="IMG_9188_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9188_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Vielfarbige Amaranthpflanzen</p></div>
<p>Ich denke mir gerade, dass die Mex 438 D eigentlich einen wirklich guten Seitenstreifen hat, mit relativ wenigen Drähtchen. Genau in dem Moment folgt  der Staatenwechsel von Puebla nach Morelos. Und urplötzlich ändert sich der Strassenbelag inklusive Seitenstreifen. Zu Betonplatten und holprigem Kiesbett. Da weiss man also, wer mehr Kohle hat. Es fehlen noch ca. 28 km bis nach Cuautla. Es folgt eine weitere Abzweigung, dann ein Hotel. Oder Motel. Doch mit 300 Pesos viel zu teuer. Ich wäre eigentlich reif fürs Stoppen, fühle mich müde und kaputt. Es folgt ein Wegweiser zum Motel Acuario. Dort kostet dich Nacht 150 Peso ok. Wildes Campen wäre bei der starken Besiedlung hier unten im Tal auch wieder schwieriger geworden. Ich gönne mir erst mal eine Cola. Hier auf 1&#8217;400 m.ü.M. ist es wieder deutlich wärmer, dafür hat es auch wieder Moskitos. Und Kakerlaken. Die sind hier wenigstens schön gefärbt&#8230;</p>
<div id="attachment_2584" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9194_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2584" title="IMG_9194_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9194_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gefleckte Cucaracha</p></div>
<p>Dann schaue ich mir die Bremse nochmals an an. Schräuble und mache, ohne Erfolg. Der Junior-Mech war wirklich eine Lusche. Das Problem liegt an seiner letzten Rumschraubererei. Ich denke ans Aufgeben, werde mir in Curnavaca wieder einen Mech suchen. Schön blöde. Und unbefriedigend. Ich setze mich nochmals hin, schraube die ganze Bremse auseinander. So schwer kann das Ganze doch nicht sein. Und siehe da, nach einer weiteren halben Stunde beobachten und schräubeln dreht das Rad berührungs-und quietschfrei, die Pads kommen nirgenda mehr an und die Bremsleistung ist auch noch besser. Und den Mech spare ich mir.</p>
<p><strong>27.10.2011.</strong> Wir haben das Zimmer bis 10 Uhr und bis Cuernavaca sollten es gemäss Profil noch ca. 60 km sein. So müssen wir nicht allzu früh los. Gegen 8.30 Uhr starten. Es ist leicht frisch, wird aber bald warm. Es geht weiter druch das Tal, vorbei an Blumen und Hirsefeldern.</p>
<div id="attachment_2585" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9195_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2585" title="IMG_9195_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9195_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Blumen mit Popo im Hintergrund</p></div>
<p>Es folgt ein Oxxo nach dem anderen. Brauchen wir einen Kaffee? Brauchen nicht, aber so ein Kaffee ist immer gut. Wir halten. Ins Gespräch vertieft dauert die Pause ziemlich lange. Erst kurz vor 11 Uhr fahren wir weiter. Es folgt die Ausfahrt nach Cuautla. Von hier sollte es 2 Cuotas nach Cuernavaca geben. Wir sehen aber keine andere Auschschilderung nach Curnavaca als die, die in Richtung Mexiko geht. Eigentlich wollen wir auf die andere, die ist sicher kürzer. Wie wir später feststellen, hätte man in Richtung Cuautla fahren müssen, um auf diese zu gelangen. Wir umfahren Cuautla. Bald beginnt die Steigung. Ich bin immer noch nicht ganz fit. Seit Puebla schmerzt das Kreuz, ich habe Kopfschmerzen und immer mal wieder schwindelt es mir ein wenig. Aber immerhin funktionieren meine Bremsen wieder perfekt. An dieser Front ist alles tiptop. Wir fahren hoch und weiter hoch. Die Strasse ist hier nur zweispurig, der Seitenstreifen oft ein kümmerliches Nichts. Immer wieder müssen wir auf die Strasse, ansosnten ist er eng und holprig. Das Tal verengt sich, die Landschaf wird felsig.</p>
<div id="attachment_2586" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9201_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2586" title="IMG_9201_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9201_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das Tal wird schroffer, je höher wir kommen</p></div>
<p>Nach knappen 20 km hochfahren folgt die Caseta von Tepoztlán. Wir treffen auf den Rennradler Francisco. Er meint, es gehe noch ca. 8 &#8211; 9 km hoch, dann folge die Abfahrt nach Cuernavaca. Tja. Wir würden dort wohl gegen 17.30 Uhr ankommen. Dann noch in die Stadt rein und ein Hotel suchen? Hm? Wir könnten auch nach Tepoztlán rein. Oder bei der Caseta fragen, ob wir campen dürfen. Das Letztere ist kein Problem, ein Problem könnte rein lärmtechnisch die gegenüber dem Zaun stattfindende Geburtstagsparty sein. Doch die endet glücklicherweise um 19 uhr. Dafür gibt&#8217;s einen blutroten Smogsonnenuntergang.</p>
<div id="attachment_2587" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9225_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2587" title="IMG_9225_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9225_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über oder hinter dem Smog</p></div>
<p>Und das Fazit des Tages? In Zukunft nicht mehr Rumlölen, denn es kommt immer anders, als man denkt.</p>
<p><strong>28.10.2011.</strong> Die Seguridad der Caseta verspricht uns, während der Nacht immer mal wieder einen Rundgang zu uns zu machen. Ansonsten ist die Nacht, klar, ziemlich laut, der Verkehr rollt 24 Stunden pro Tag. Wir sind kurz nach 8 Uhr auch wieder auf der Strasse. Es geht weiter hoch, wie von Francisco vorausgesagt noch ca. 8 km. Nach 7 km teilt sich die Cuota, Cuernavvaca oder Mexiko City. Wir fahren links nach Cuernavaca. Noch 1 km weiter hoch, dann biegen wir auf die Mex 95 D ein. Mit komfortablem, breiten Seitenstreifen. 10 km sausen wir runter, am Strassenrand nun viele Pinien. Ab und zu erhasche ich etwas von ihrem Duft. Es folgt Curvavaca, dort fahren wir nochmals einige km runter ins Centro. Wir sind früh, es ist etwa 10 Uhr. Das hätten wir auch gestern noch geschafft. Nun folgt die Hotelsuche. Diese erweist sich als schwierig. War doch besser, erst heute Morgen runterzufahren. Cuernavaca ist wieder extrem teuer. Gute Zimmer sind viel zu teuer, in einer Casa de Huesdepes bekommen wir für 200 Pesos ein ziemlich schäbiges und schimmelndes Zimmer. Wie die Städte hier doch variieren. Dann funktioniert das Licht nicht, zudem haben wir Kakerlaken in Zimmer und Bad. Das muss für 200 Pesos nicht sein. Der Dueño, seine Frau ist Schweizerin, repariert das Lich sofort und besorrgt uns einen Insektenspray. Der beeindruckt die Kakerlaken jedoch herzlich wenig. Sie laufen fröhlich weiter. Wenigstens bekommen wir auf dem nahen Mercado ein wirklich günstiges und grosses Mittagessen für je 25 Pesos. Danach kaufen wir uns noch ganz viele Früchte. Ich habe ja seit ein paar Tagen diese komischen Kopfschmerzen. Beim Augenbewegen, Bücken, Bewegen und Husten schmerzt die rechte Hälfte, zudem zieht&#8217;s von der Schulter über den Nacken durch den ganzen Kiefer bis zum Kopf. Echt schmerzvoll. Ich frage mich, ob dies von der kalten Nacht am Boden in Quecholac kommt. Nun, ich beobachte mal die Entwicklungen. Zudem habe ich immer noch den lästigen Husten. Smoghusten. Da sind Früchte sicher gut. Am Nachmittag laufen wir zum Zócalo. Nichts besonderes. Bis jetzt ist mir Curnavaca nicht besonders sympatisch. Doch die Señorita in der Touriinfo ist sehr nett und hilfsbereit. Eine Lichtgestalt. Sie sagt uns auch, dass morgen eine Procesión de Muertos stattfindet. Das genau möchte ich ja sehen. Sehr gut.</p>
<h3>Cuernavaca, eher für die Füchse</h3>
<p><strong>29.10.2011.</strong> Am Morgenlaufen wir zum Mercado de Artesanias. Doch da ist noch nicht viel los. Weiter geht&#8217;s zum Jardin Borda. Dort werden einige Skelettfiguren ausgestellt. Und der Eintritt ist frei.</p>
<div id="attachment_2590" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9237_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2590" title="IMG_9237_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9237_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Skelettfigur aus Mais</p></div>
<p>Der Garten ist riesig, weiter unten richten sich Artesania- und Foodstände ein. An einem gibt&#8217;s lecker aussehende Sachen aus Schokolade. Die Señora gibt uns grosszüg alles zum Probieren. Wow, das schmeckt wie Schockolade. Wir kaufen je 5 Schockokugeln und Gebäck. Später finde ich an einem Honigstand noch ein Extracto de Propoleo. Das soll gut gegen Atembeschwerden, Bronchitis, Asthma, etc. sein. Vielleicht wirk das ja gegen meinen Husten und die gereizte Lunge. Das Zeug wird direkt in den Hals getröpfelt und schmeckt ziemlich eklig. Na ja. Nach dem Jardin essen wir wieder auf dem Mercado zu Mittag. Dann finden wir auch noch ein anständiges Internet. Da hat&#8217;s sogar die Adobe Master Collection CS5.5 auf jedem Rechner. Da muss ich gleich noch ein bisschen basteln. Eigentlich würde ich besser Blog schreiben. Aber etwas Übeng kann sicher nicht schaden&#8230; Gegen 18 Uhr begeben wir uns auf die Strasse und warten auf den Umzug. Vor dem Congreso del Estado wird gerade gegen einen korrupten Politiker demonstriert. Der Umzug beginnt vielversprechend mit einem Leichenwagen und Skelettfigurn auf Stelzen. Diese posieren auch liebend gerne für die Kameras. Mehr bitte.</p>
<div id="attachment_2591" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9256_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2591" title="IMG_9256_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9256_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Es kann beginnen</p></div>
<div id="attachment_2592" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9274_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2592" title="IMG_9274_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9274_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Pose ist nur für dich</p></div>
<div id="attachment_2593" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9290_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2593" title="IMG_9290_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_9290_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Geschmückte Wagen</p></div>
<p>Es folgt eine Indígenatruppe, dann eine Guggenmusik, nun einige Maskierte, dann kommen 2 geschmückte Wagen. Und dann? Schon fertig? Der Zug ist ja megakurz. Von wegen &#8220;Gran&#8221; Procesión. Ich bin etwas enttäuscht. Aber das passt zu Cuernavaca. Ich finde, die Stadt ist nicht wirklich einen Besuch wert. Der stellt sich als eher überflüssig heraus. Hätten wir das gewusst, hätten wir uns die Abfahrt sparen können, denn nach Toluca müssen wir da wieder auf.</p>
<p><strong>30.10.2011.</strong> Eigentlich wollte der Señor gegen 9.30 Uhr, 10 Uhr ins Hostal kommen und unsere Fragen zum Weg nach Toluca beantworten. Doch um 10.30 Uhr ist er immer noch nicht da. Also machen wir uns auf den Weg. Das Internet sollte ab 10 Uhr offen sein. Doch da ist noch alles zu. Wir setzen uns eine Weile auf die Plaza. Gegen 11 Uhr probieren wir es nochmals. Nun sind sie am Öffnen. Nett. Nach einer Weile schaue ich mal auf die PC-Uhr. 10.30 Uhr. Häh? Hat diese Nacht die Zeit gewechslt? Die Señora bestätigt dies. Ups! Dann haben wir den Señor einkalt abserviert. Fiese Gringas. Nun, dann haben wir jetzt Winterzeit. Auch in Mexiko. Wir können wieder früher aufstehen. Juhui! Oder so. Mal sehen&#8230;</p>
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		<title>Oaxaca, süsses Nichtstun</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 17:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Oaxaca]]></category>

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		<description><![CDATA[14.10. &#8211; 17.10.2011. Oaxaca ist keine sehr spezielle Stadt und die Aktivitäten halten sich bis auf zwei Stadt-Sightseeingtouren auch in Grenzen. Es gäbe hier zwar einiges zu sehen, aber irgendwie ist Nichtstun auch mal schön. Da es aber trotzdem ein bisschen zu schreiben und zeigen gibt, folgt ein Minieintrag zu dem Stadtaufenthalt. 14.10. &#8211; 17.10.2011. Wir verweilen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2512&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>14.10. &#8211; 17.10.2011. Oaxaca ist keine sehr spezielle Stadt und die Aktivitäten halten sich bis auf zwei Stadt-Sightseeingtouren auch in Grenzen. Es gäbe hier zwar einiges zu sehen, aber irgendwie ist Nichtstun auch mal schön. Da es aber trotzdem ein bisschen zu schreiben und zeigen gibt, folgt ein Minieintrag zu dem Stadtaufenthalt.<span id="more-2512"></span></p>
<p><strong>14.10. &#8211; 17.10.2011.</strong> Wir verweilen also einige Tage in Oaxaca. <a href="http://www.bicicletaspedromartinez.com/" target="_blank">Pedro Martinez</a> verhilft Monika zu einer neuen Felge und einem neuen, mittleren Kettenblatt, zudem bekommt er ihre Gänge wieder hin. Hier gibt es auch einen gutsortierten Bikelanden, den &#8220;Zona Bici&#8221;. Dort findet man wirklich fast alles. Für meine mittlerweile schon wieder zerrissenen Handschuhe finde ich dort auch Ersatz. Während Moni diesmal auf Testfahrtgeht, mache ich mich auf die Suche nach besserem Kartenmaterial. Pedro hat mir das INEGI empfohlen. Das geografische Institut. Das liegt einen guten Fussmarsch ausserhalb, aber dabei sehe ich gleich einiges von der Stadt. Oaxaca hat eine grosse Plaza, oder Zócalo, wie es hier heisst, mit der schönen barocken Catedral aus dem 17. Jahrhundert. Ich gehe weiter zum eindrücklichen, abenfalls im Barockstil gebauten Templo de Santo Domingo.</p>
<div id="attachment_2521" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8631_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2521" title="IMG_8631_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8631_b.jpg?w=300&#038;h=219" alt="" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Der Zócalo mit der Catedral</p></div>
<div id="attachment_2522" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8723_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2522" title="IMG_8723_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8723_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Der Templo de Santo Domingo</p></div>
<p>Vorbei an weiteren, schönen Kirchen, einem zu klassischer Musik tanzenden Wasserspiel und einer Hochzeitsgesellschaft entferne ich mich vom Zentrum.</p>
<div id="attachment_2523" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8614_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2523" title="IMG_8614_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8614_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Tanzendes Wasserspiel vor dem Templo de la Nuestra Señora de Guadalupe</p></div>
<div id="attachment_2524" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8611_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2524" title="IMG_8611_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8611_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Strassenfeger sind auch unterwegs. Und zwar sehr gemächlich.</p></div>
<p>Und Oaxaca wird mir immer sympathischer. Der erste Eindruck war nicht gerade berauschend, aber die Strassen im Zentrum sind nett, es hat viele Cafés, Kunstgalerien, Artesanialäden und farbige Marktsrände. Als ich beim INEGI ankomme, ist dieses wie schon fast vermutet geschlossen. Es ist Samstag. Nun denn, laufe ich halt wieder zurück. Auf anderen Wegen erweitere ich meine Sightseeingtour. Ich sehe mir noch weitere Kirchen an und beobachte die Leute. Heute ist es auch richtig warm hier, bei viel Sonnenschien. Ein friedlicher Tag. Abends kochen wir selbst was. Mit dem Benzinkocher ist der Brennstoffnachschub gesichert. Doch manchmal ist die Pfanne eher etwas klein für das geplante Menu.</p>
<div id="attachment_2517" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8666_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2517" title="IMG_8666_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8666_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mehr hat definitiv nicht in der Pfanne platz</p></div>
<p>Am Sonntag spazieren wir nochmals durch die Innenstadt. Wir degustieren einen Mezcal und einige Mezcal-Liköre. Die gibt&#8217;s da alle auch in kleinen Fläschen. So kaufe ich mir einen Mezcal und Moni bereichert sich mit einem Likör. Bald trennen wir uns, ich besuche all die Orte und Kirchen, die ich gestern noch nicht gesehen habe. So lande ich in der Casa de Cultura mit einer eher kuriosen Kunstausstellung. Aber ganz interessant. Auch vor dem Templo de Santo Domingo stehen Kunstwerke auf der Strasse. Dort könnte man sich auch noch an einem Kunstprojekt beteiligen. Soll ich? Ach, heute ist Ruhetag&#8230;</p>
<div id="attachment_2529" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8711_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2529" title="IMG_8711_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8711_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Strassenkunst</p></div>
<div id="attachment_2525" class="wp-caption alignnone" style="width: 235px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8670_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2525" title="IMG_8670_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8670_b.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dekorierter Hauseingang</p></div>
<p>Auch in Oaxaca ist die ganze Stadt mit Totenkopf- und Skelettfigern verziert. Der Tag der Toten naht. An diesem Tagen muss ich unbedingt in einer Stadt mit einem Anlass oder Umzug sein. Das möchte ich so gerne mal sehen. Ich laufe nochmals bei der Basílica de la Soledad vorbei. Von dort hat man auch einen guten Ausblick auf Teile der Stadt.</p>
<div id="attachment_2528" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8749_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2528" title="IMG_8749_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8749_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Basílica de la Soledad</p></div>
<p>Dann folge ich der Stadtkarte, ans andere Ende der Stadt. Dort hat es nochmals ein paar Kirchen. Heute ist der Himmel ziemlich bewölkt, dann und wann fallen auch ein paar Tropfen. So viel Laufen macht müde, vor allem die Füsse. Mit einem Fruchtsalat gestärkt mache ich micht auf den Weg zurück ins Hostal. Dieses ist ja wirklich gut und günstig, aber ich habe wieder einmal Bichos, wohl die altbekannten Flöhe, im Bett. Aber die Señora hat schon das ganze Bettzeug gewechselt und die Matratze eingesprüht. Die ist nun bereit für eine kleine Sonntagssiesta. Davor gibt&#8217;s aber noch ein Schlückchen Mezcal. Auch in der Mini-Flasche ist der obligate Gusano, der Wurm, drin. Dieser verleiht dem Mezcal Farbe und wohl auch Geschmack. Fein!</p>
<div id="attachment_2527" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8766_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2527" title="IMG_8766_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8766_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Mini-Mezcal mit obligatem Gusano</p></div>
<p>Ja, eigentlich könnte man hier noch einiges unternehmen, z.B., sich die archäologische Stätte der Zapoteken-Kultur von Monte Albán ansehen. Oder den ethnobotanischen Garten besuchen. Dort werden in Südmexiko heimische Pflanzen gezeigt, die früher und auch noch heute eine wichtige Rolle im Leben der Menschen hier gespielt haben und immer noch tun. Man kann etwas über die verschiedenen Agaven-Pflanzen und die Herstellung von Mezcal, Tequila und Pulque lernen. Mal sehen, hört sich ja sehr interessant an. Vielleicht finden wir den Weg dahin noch, vielleicht auch nicht. Morgen geht&#8217;s auf jeden Fall wieder auf die Strasse und ich hoffe, dass wir nun mit den neuen Karten diesen Weg, den nach Norden, ohne grössere Umwege finden werden.</p>
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		<title>San Cristóbal de las Casas &#8211; Oaxaca, ein Tope mit Folgen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 17:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>colorfish</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Istmo de Tehuantepec]]></category>

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		<description><![CDATA[07.10. &#8211; 13.10.2011. 459 km. Nach San Cristóbal geht es runter in Richtung Pazifik und auf Meereshöhe. Es folgt der windige Isthmus von Theuantepec, dann fahren wir wieder langsam in die Berge, in Richtung Oaxaca. Doch weit kommen wir nicht, Monikas hintere Felge bricht durch. So erreichen wir Oaxaca schneller als gedacht per Bus. Route: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=colorfish.wordpress.com&amp;blog=9580518&amp;post=2386&amp;subd=colorfish&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.10. &#8211; 13.10.2011. 459 km. Nach San Cristóbal geht es runter in Richtung Pazifik und auf Meereshöhe. Es folgt der windige Isthmus von Theuantepec, dann fahren wir wieder langsam in die Berge, in Richtung Oaxaca. Doch weit kommen wir nicht, Monikas hintere Felge bricht durch. So erreichen wir Oaxaca schneller als gedacht per Bus.<span id="more-2386"></span></p>
<p><strong>Route:</strong> San Cristóbal &#8211; Chiapa de Corzo &#8211; Tuxtla Gutiérrez* &#8211; Ocozocoautla de Espinosa &#8211; Arriaga &#8211; San Pedro Tapanatepec* &#8211; Santo Domingo Zanatepec - La Ventosa &#8211; Juchitán de Zaragoza* &#8211; Santo Domingo Tehuantepec* &#8211; Magdalena Tequisistlán &#8211; Oaxaca*</p>
<p><strong>07.10.2011.</strong> Nach etwas genauerer Routenplanung stellten wir fest, dass wir am ersten Tag am Besten nur bis Tuxtla Gutiérrez fahren. Ansonsten gehen die Etappen für uns nicht auf. Wir sind keine Kilometerabspuljungs. Gemäss<a href="http://www.panamerica.ch/" target="_blank"> panamerica.ch</a> Profil sind es ca. 60 km, davon 10 km rauf, dann 40 km runter, dann folgt noch ein kleinerer Hügel. Gut, so können wir bis um 8 Uhr schlafen, frühstücken und gemütlich runterfahren. Eine totale Ausnahme für uns, an einem Fahrtag ausschlafen. Aber eine schöne. So geschieht es auch und gegen 9.30 Uhr verabschieden wir uns von Joaquin. Ab San Cristóbal gibt es wieder eine Cuaota und eine Libre. Joaquin empfiehlt uns die Libre, die sei viel schöner, mit vielen kleinen Dörfern. Zudem hätte sie weniger Verkehr. Gemäss panamerica.ch ist sie auch 30 km länger. Aber es geht ja meist runter und wir haben Zeit. Also biegen wir am Stadtrand auf die Libre ein, es geht den Berg rauf.</p>
<div id="attachment_2397" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8466_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2397" title="IMG_8466_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8466_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Farbige Wegrandbegleiter</p></div>
<p>Der Himmel ist heute fast blau, es wird warm. Dann ist der höchstePunkt erreicht. Wir ziehen die Windjacke an, bereit für die Abfahrt. Es folgt das erte Dorf. Viele Frauen laufen auf der Strasse herum, mit wunderschönen, blumenbestickten Trachten. Die sind echt der Hammer. Aber fotografieren ist bei Indígenas immer so eine Sache. Viele glauben, dass dadurch ihre Seele gestohlen werde. Zumindest wenn dies dem Gesicht zugewandt geschieht. Dann ganz unverschämt von hinten? Ich würde wahnsinnig gerne&#8230; Aber nein. Nun, nach dem Dorf hört auch die Abfahrt auf, es folgt eine weitere Steigung. Und zwar eine ziemlich lange. Die hat Joaquin wohl vergessen zu erwähnen. Am felsigen Strassenrand sehe ich viele Orchideen. Aber alle sind zu hoch oben, um sie mir aus der Nähe anzuschauen. Dann erreichen wir langsam die Neblegranze, die Sicht wird getrübt. Dann ist auch dieser höchste Punkt erreicht, es geht runter. Definitv. Nun fallen die ersten Tropfen, es werden schnell ganz viele. Es regnet. Und wird kalt. Zeit für die Regenjacke. Es folgt das nächte Dorf, auch hier wieder die tollen Trachten. Nun werden sie durch pinke und violette Regenschirme ergänzt. Im Regen fahren wir weiter runter, durch weitere kleine Dörfer. Ich entdecke am Strassenrand rebenartige Gewächsse mit grossen, blauen Früchten. Solche habe ich noch nie gesehen. Was das wohl ist? Dann folgen hügelige Maisfelder bis zum grauen Horizont. Schade, dass es regnet und so trüb ist. Die Landschaft wäre toll hier oben. Je weiter nach unten wir kommen, desto wärrmer wird es wieder. Und der Regen lässt auch nach, hört dann ganz auf.</p>
<div id="attachment_2398" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8468_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2398" title="IMG_8468_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8468_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Dem Tal entgegen</p></div>
<p>Zeit für die Mittagspause. Tja, und die Libre braucht doch einges an Zeit, es ist schon 13.30 Uhr. So früh werden wir wohl nicht in Tuxtla ankommen. Nach dem Mittagessen folgt eine Minisubida, dann geht die Abfahrt weiter. Ich sehe eine Tafel am Strassenrand, Bauarbeiten sollen in 150 Metern folgen. Da ist nichts, aber plötzlich hebe ich ab. Huch. Ein Tope, und zwar ein ganz fieser, unsichtbarer. Ohne Vorwarnung. Mein Hinterrad schlägt voll auf, sonst passiert nichts. So ein Mistding. Diese Topes sind ganz schön gefährlich. Weiter unten berichtet Monika, dass sie den genau gleichen übersehen hat. Sie stellt später eine Delle in der hinteren Felge fest. In Richtung Tuxtla sehe ich eine dunkle Regenwand. Wir werden wohl nochmals nass werden. Im Tal unten erreichen wir bald Chiapa de Corzo, dann geht&#8217;s auf die Mex 190. Und bald wird es nass, wie vorausgesehen. So ist auch die Sicht auf den Cañon del Sumidero etwas getrübt.</p>
<div id="attachment_2399" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8474_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2399" title="IMG_8474_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8474_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Einblick in den Cañon del Sumidero</p></div>
<p>Es folgt nochmals eine Steigung, dann erreichen wir gegen 15.30 Uhr die Einfahrt nach Tuxtla. Tuxtla ist eine ziemlich grosse Stadt, wenn wir nicht ins Zentrum müssen, umso besser. Mit einigem Rumfragen finden wir den Weg zu den Bomberos. Dort dürfen wir bleiben, im Schulungsraum.</p>
<div id="attachment_2400" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8481_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2400" title="IMG_8481_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8481_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bei den Bomberos in Tuxtla</p></div>
<p>Nun nichts wie raus aus den nassen Klamotten, die Dusche ersparen wir uns, und dann sofort Antimoskito einschmieren. Die sind auch wieder da. Nach 3 schönen Tagen Abwesenheit in San Cristóbal. Nachtessen gibt&#8217;s im gegenüberliegenden Restaurante economico für 20 Pesos. Das ist wirklich economico. Dazu läuft ein &#8220;Pirates of the Caribbean&#8221; im Fernseher. Da verweilen wir gerne etwas länger.</p>
<p><strong>08.10.2011.</strong> Der Morgenhimmel sieht trostlos aus, Grau bis in die Niederungen. Es geht raus aus Tuxtla. Mit einem Verfahrer dauert dies fast 1,5 Stunden und 15 km. Dann beginnt eine sanfte Steigung. Das Grau lichtet sich etwas, es bleibt aber bewölkt. Mit einigen Zwischengeraden klettern wir auf 1&#8217;100 m.ü.M., dann folgt die Abfahrt nach Ocozocoautl. Wir fahren weiter runter. Dann eine Abzweigung. Arriaga, Cuota oder Libe. Auch nach Cintalapa geht&#8217;s auf der Cuota. Da wollen wir hin. Also rauf auf die Cuota. Hügelig und geradeaus geht&#8217;s weiter. Bald wird es Zeit für die Mittagspause. Jetzt war es den ganzen Morgen bewölkt, aber klar, genau jetzt drückt die Sonne durch. Es wird heiss. Nun, bald fahren wir weiter, es folgt nochmals eine coole Abfahrt. Nun sollten es gemäss Profil noch ca. 25 km bis Cintalapa sein. Die Landschaft ist cool, grüne Wälder, cañonartige Felsgebilde, dann spitze Berge. Die Strasse bleibt hügelig. Es folgt eine Zahlstation, wir dürfen nicht durchfahren, sondern müssen das Rad über den Gehweg schieben. Bei der nächsten wissen wir Bescheid. Hier gibt&#8217;s nun eine Abzweigung auf die Arriaga Libre. Wir bleiben auf  der Cuota. 25 km, 30 km, 35 km. Ich frage mich langsam, ob die Cuota überhaupt nach Cintalapa führt. Vielleicht hätten wir auf die Libre müssen. Und Arriaga liegt eigentlich nicht auf unserem Weg. Auf der Karte ist nur eine Strasse eingezeichnet, keine Cuota und Libre. Wir müssen uns wohl dringend eine bessere Karte zulegen, wenn wir in Mexiko nicht noch einige Verfahrkilometer hinzufügen wollen. Aber in Mexiko lässt auch die Strassenausschilderung oft zu wünschen übrig. Sprich, ist einfach nicht vorhanden, vor allem nicht an wichtigen Kreuzungen. Nun, bis Arriaga sind es noch 35 km, es ist 16 Uhr. Wir könnten es schaffen. Doch es würde knapp werden. Wir halten mal nach WasserAusschau. Die meisten Bäche sind braun. Aber ein kleines Rinnsal gleich im Strasengraben ist ok, kommt direkt aus dem Felsen. Wir tanken 1 Liter Kochwasser auf. Nun Augen auf nach einem Campplatz. Nach einer Weile finden wir einen flachen, sandigen Platz etwas oberhalb der Strassse. Wir sind nicht total aus der Sicht, aber die Autofahrer sollten sich ja auf die Strasse konzentrieren. Wir schieben die Bicis hoch, dann errichten wir unser Heim. Eine drohende Tornadowolke löst sich wieder auf und bei schöner Abendsonne geniessen wir noch etwas Wärme.</p>
<div id="attachment_2401" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8489_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2401" title="IMG_8489_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8489_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Droht nun ein Tornado?</p></div>
<div id="attachment_2403" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8521_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2403" title="IMG_8521_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8521_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Erstes Wildcamp seit Peru</p></div>
<p>Mit unserem letzten Gas zaubere ich noch ein Reisgericht. Vor dem Schlafengehen rede ich noch ein ernstes Wort mit Chaac. Man erinnere sich, dem Regengott der Maya. Regen ist ja schon gut und wichtig, aber diese Nacht soll sich Chaac etwas zusammenreissen.</p>
<p><strong>09.10.2011.</strong> Und siehe da, Chaac scheint mir freundlich gesinnt zu sein. Seit langem die erste Nacht ohne Regen. Als ich um 5.45 Uhr zur Tür des Zeltes rausschaue, sehe ich Sterne. Wie schön. Doch die Nacht war heiss, nach 2 Tagen ohne Dusche klebt alles etwas unangenehm, vor allem mit Unmengen von Antimoskito vermischt. Und wie totale Campinganfänger lassen wirt uns morgens zuerst einmal von diversen Stechviechern fast auffressen, bevor wir nochmals Repellente einschmieren. Während des Zusammenpackens senkt sich langsam Nebel, in diesem fahren wir auch los. Weiter geht&#8217;s auf der Mex 190 D, es folgt ein Militärposten und die Abzweigung auf die nächste Quota, die Mex 200. Der Nebel lichtet sich langsam wieder, wir klettern einen kleinen Hügel hoch. Dann folgt die Abfahrt. In der Ferne sehe ich den Pazifik.</p>
<div id="attachment_2405" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8522_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2405" title="IMG_8522_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8522_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die grüne Ferne</p></div>
<p>Das war nun die letzte Atlantik &#8211; Pazifik Überquerung. Von nun an werden wir auf Pazifikseite bleiben. Die Abfahrt geht weiter, 20 km geht&#8217;s nochmals runter von ca. 600 m.ü.M. auf Meereshöhe. Durch eine tolle Berglandschaft. Auch der Neigungswinkel ist perfekt. Man wird nicht zu schnell und muss fast nicht bremsen. Cool.</p>
<div id="attachment_2406" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8524_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2406" title="IMG_8524_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8524_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Eine perfekte Abfahrt</p></div>
<p>Unten erwartet mich die Hitze. Dann wechselt die Cuota zu einer normalen Strasse, wir biegen nach Arriaga ab. Wir müssen einkaufen und ich brauche dringend eine neue Sonnencreme. Doch das Nest wirkt noch sehr verschlafen, viele Läden sind zu. Hm? Ah, es ist Sonntag. Das vergisst der geneigte Radler gerne mal. Einen Supermercado offenen finden wir, das Mittagessen ist gesichert, aber Sonnencreme finde ich keine. Nun geht es auf der Mex 200 flach weiter. Bald überfahren wir die Grenze zum Staat Oaxaca. Es ist heiss, aber nicht so feucht wie auf Atlantikseite. Die Sonne brennt runter. Im Schatten einer Baumes einer Rancho erschleichen wir uns ein schattiges Mittagsörtchen. Das Zelt will auch noch getrocknet werden. Danach fehlen noch ca. 20 km bis Tapanatepec. Dieses erreichen wir gegen 14 Uhr. Nach einigem Herumfahren finden wir ein Hotel. Nach drei Tagen ohne Dusche ist eine solche mehr als willkommen. Ich rieche schon etwas streng. Gar nicht zu reden von den Klamotten. Ich weiche sie erst einmal ein. Das erste Spülwasser ist dunkelgrau und der Geruch eher furchtbar. Da müssen noch zwei Waschgänge her. Dann ist&#8217;s besser. In Tapanatepec ist auch Sonntags-tote-Hose. Es ist nicht mal möglich, ein Fresca zu kaufen. In einer Tienda finde ich als Ersatz ein Fanta. Aber das ist einfach nicht das Gleiche&#8230;</p>
<p><strong>10.10.2011.</strong> Bei unbewölktem Himmel verlassen wir Tapanatepec. Es wird ein heisser Tag werden. Am Dorfausgang auf der Hauptstrasse hat es noch zwei Hotels. Dann geht&#8217;s flach weiter, bis kleine, rollende Hügel folgen. So fahren wir km um km. In Zanatepec wird&#8217;s Zeit für ein Znüni. Wir können uns auf einem Kiesplatz in den Schatten hocken oder in ein Restaurant sitzen. Machen wir doch das Letztere.</p>
<div id="attachment_2409" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8538_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2409" title="IMG_8538_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8538_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Restaurante mit Papagei und Café de la Olla</p></div>
<p>So gibt es für mich noch einen Café de la Olla, die Nicht-Nescafé-Version. Der ist gut. Dazu essen wir unsere trockenen, süssen Teilchen von Tapanatepec. Also bis jetzt trumpft Mexiko nicht gerade mit den süssen Teilchen. Dann geht&#8217;s weiter, vorbei an tollen Feldern. Könnte Hirse sein, ich weisse es nicht genau. Die Ähren leuchten grün, gelb oder rot. Sieht echt klasse aus.</p>
<div id="attachment_2407" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8550_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2407" title="IMG_8550_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8550_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Farbige Felder</p></div>
<p>Es geht gut voran, ich fühle leichten Rückenwind. Vor mir erscheinen erste Windturbinen. Moni meinst ganz pessimistisch, dass wir jetzt bestimmt Gegenwind bekommen. Und wie es mit dem Wind so ist &#8211; man sollte nie negativ über ihn reden &#8211; setzt just in dem Moment ein heftiger Wind ein. Von vorne. Dann kommt er seitlich von vorn. So nimmt die Fahrgeschwindigkeit doch etwas ab. Aber der Isthmus von Tehuantepec soll ja sehr windig sein. Wir fahren durch den gigantischen Windpark, viele Turbinen laufen jedoch nicht. Da soll es anscheinend Probleme zwischen Bauern und den ausländischen Betreibern geben. Klar, diese bezahlen zu wenig für das Land, die Bauern blockieren die Zufahrt zu den Turbinen. Und nun rotten die Millionen dahin. Weiter der Strasse entlang hat es dann aber doch Turbinen, die laufen. Sie gehören der CFE, der mexikanischen Energiegesellschaft.</p>
<div id="attachment_2408" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8563_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2408" title="IMG_8563_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8563_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Durch den riesigen Windpark</p></div>
<p>Wir halten uns weiter gegen den Seitenwind, dann eine Abzweigung. Und typisch mexikanisch keine Ausschilderung. Der Verkehr donnert mit einem 100-er vorbei. Schön. Einige Fahrer winken auch ganz nett. Auch schön. Aber ich kann ein Fahrzeug zum Stillstand winken, eine Frau sitzt am Steuer. Wir müssen über die Brücke. Die Strasse macht eine Kurve, nun müsste der Wind eigentlich schräg von hinten kommen. Rein theoretisch. Aber er bläst immer noch von vorn. Wir erreichen La Ventosa, die Windige.</p>
<div id="attachment_2410" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8566_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2410" title="IMG_8566_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8566_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Hier haben die Strassenschilder Winddurchzugslöcher</p></div>
<p>Die Strassse macht noch einen Knick, nun aber haben wir wirklich Rückenwind. Es folgen schnelle 15 km nach Juchitán. Gegen 16 Uhr erreichen wir das Centro. Wir wollen eigentlich zwei Nächte hier bleiben. Da wir keine Gaskartusche gefunden haben, wechslen wir auf den Benzinkocher. Moni weiss aber nicht mehr genau, wie er korrekt zusammengesetzt wird. Und wir brauchen idealerweise Bencina Blanca. Und ein Hotel. Aber Juchitán ist teuer oder die Hotels sind voll. Die billigsten Unterkünfte sind ziemlich schäbig und trotzdem noch teurer. Ich warte auf der Plaza, bewache die Bikes, Monika sichtet die Unterkünfte. Da setzt sich ein ziemlich zerlumpter Señor neben mich. Will wissen woher ich bin, was in den Tachen ist, etc. Ich fühle mich etwas bedrängt, antworte nur sehr oberflächlich. Dann höre ich ihn sagen:&#8221; Te mata y te lleva a mi casa.&#8221; Bitte? Ich hoffe, ich habe da etwas falsch verstanden. Nun kommt Moni wieder, wir verlassen die Plaza. Versuchen es zumindest. Wir werden schon wieder angesprungen. Von einem tänzelnden Jüngling und einem langhaarigen mit Lippenstift. Nun, Juchitán ist Matriarchatsstadt, da ist vielleicht die Schwulen-und Transvestitenszene eher akzeptiert. Die zwei wollen uns auf jeden Fall interviewen, für ihre Englischklasse. Ok, jetzt kommt es auf 10 Minuten mehr oder weniger auch nicht mehr an. Danach fahren wir zum einen Hotel zurück. Doch nun hat es kein Zimmer mehr. So ein Mist. Wir fragen nach den Bomberos. Gibt&#8217;s nicht, aber wir sollen in der Comisaria mal nachfragen. Tun wir. Ich schildere dem Comandante unser Anliegen. Wir wollen einfach einen Platz zum Schlafen. Er schickt uns aus der Stadt raus, da könnten wir in der Seguridad Pública schlafen. Also wieder raus, zurück zur Seguridad Pública. Der dortige Polizist will eine Unterschrift des Comandante sehen. Bitte nicht! Doch da fährt dieser gleich persönlich vor und stellt sicher, dass wir einen geeigneten Platz finden. Das Gebäude befindet sich teilweise noch im Bau, aber wir dürfen schlafen, wo wir wollen. Vielen Dank. Und es gibt sogar eine funktionierende Dusche. So lange, 2 volle Stunden und ca. 10 km, haben wir wohl noch nie nach einer Unterkunft gesucht. Juchitán wäre ganz hübsch, mit farbigem Mercado, aber die Hotels sind teuer und das Personal nicht gerade &#8220;a la Orden&#8221;. So wird nun nichts aus einem Tag hierbleiben, wir müssen weiter nach Tehuantepec. Ausschlafen ade. Nun, fast. Bis nach Tehuantepec sind es gerade mal knappe 30 km. Und wir müssen in Mexiko wohl die Übernachtungsstrategie ändern. Es ist einfach sauteuer hier.</p>
<p><strong>11.10.2011.</strong> Die Nacht ist heiss und stickig, ich klebe am Seidenschlafsack und an der Matte. Zudem schwirren mir die ganze Zeit Moskitos um die Ohren. Und die Repellenteschicht macht das Kleben auch nicht besser. Summa summarum eine ziemlich schlechte und schalflose Nacht für mich. Wir haben heute keinen Stress, so stehen wir erst um 7 Uhr auf. Kurz nach 8 Uhr verabschieden wir uns von dem diensthabenden Polizisten, dann geht&#8217;s wieder auf die Strasse. Der Himmel ist diesig grau, irgendwie ein ganz bedrückendes Licht. Die Landschaft wird steppenartig, kleine Bäume, tiefe Büsche, Gräser, ab und zu schleicht sich ein Kaktus ins Blickfeld. Dann werden die Bäume etwas höher und dichter, die Berge kommen näher, es folgen Palmen und die Einfahrt nach Tehauntepec. Wir befinden uns hier am Isthmus von Tehuantepec. Nur gerade 210 km trennen Atlantik und Pazifik. Die Landenge bezeichnet auch den übergang von Mittel- nach Nordamerika. In der ganzen Region ist das Matriarchat vorherrschend. Aber davon spürt man in der Stadt wenig. Mir fällt nur auf, dass die Señoras hier irgendwie noch beleibter sind. Wir finden sofort ein Hotelzimmer, nicht günstig, aber ganz ok. Nun Duschen, Kleider waschen und dann im Internet schauen, wie der Kocher zusammengesetzt wird. Da stürzen sich schon wieder zwei Studenten auf uns. Sie brauchen ein Interview fürs Englisch. Ok, noch einmal. Ich finde es ja gut, wenn hier die Sprachen gefördert werden. Dann schlendern wir durch den Mercado. Mensch, wie lange waren wir nicht mehr in einem richtigen, chaotischen Mercado. Seit Antigua? Draussen gibt&#8217;s Empanadas zum Zmittag. Dann wasche ich das Zelt inklusive aller Reissverschlüsse. Zudem habe ich im letzten Camp ein kleines Loch entdeckt. Das muss auch noch geflickt werden. So vergeht der Tag im Nu. Abends gibt&#8217;s dann Pasta mit frischem Basilikum, der Benzinkocher ist tatsächlich einsatzbereit.</p>
<p><strong>12.10.2011.</strong> Am Morgen tröpfelt es leicht, als wir wieder auf die Panam fahren. Es folgt die Abzweigung nach Oaxaca (sprich: O-A-Haka, das h mit ganz leichtem ch-Laut). Es geht eine Weile flach weiter, dann folgt der erste Hügel.</p>
<div id="attachment_2411" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8569_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2411" title="IMG_8569_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8569_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wir nähern uns den Bergen</p></div>
<p>Am Strassenrand tiefe Bäume und immer mehr Kakteen dazwischen. Wir fahren über den zweiten Hügel und passieren Jalapa del Marques. Monis Gangschaltung und die vom Tope gedellte Felge machen schon länger Krach. Nun kommt ein neues Geräusch dazu. Tja, die Felge ist durchgebrochen. Das sind ganz schlechte Neuigkeiten. So fährt Monika nirgends mehr hin. Und wir stehen wieder einmal im Nirgendwo. Nun, ganz so schlimm ist es diesmal nicht, die Strasse ist gut befahren. So stellen wir uns an den Strassenrand, wir müssen eine Mitfahrgelegenheit auftreiben. Der erste Pickup hält, fährt jedoch nur bis zum nächsten Dorf. Bald hält wieder einer. Die vier Herren fahren auch nur bis zum nächsten Dorf, meinen aber, dass wir dort eher etwas finden würden. Zudem sei es dort sicherer. Die Bicis werden bepackt aufgeladen. Manchmal sind solch kräftige Herren schon von Vorteil. Wir fahren bis Marilu. Dort arbeiten die Señores in einer Cooperative, die Marmor und Onyx bearbeitet. Der eine meint, wir sollten uns alles anschauen und Fotos machen. Als Erinnerung. Gut, machen wir das doch. Aus Anstand. Alle Arbeiter empfangen uns zuvorkommend, erklären uns bereitwillig ihre Arbeit, die Maschinen und die Materialien.</p>
<div id="attachment_2412" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8574_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2412" title="IMG_8574_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8574_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Marmorflugzeuge</p></div>
<div id="attachment_2413" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8593_b.jpg"><img class="size-medium wp-image-2413" title="IMG_8593_b" src="http://colorfish.files.wordpress.com/2011/10/img_8593_b.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bodenplatten werden gleich geschliffen</p></div>
<p>Früher war die Anlage in amerikanischen Händen, dann ging sie über an die Italiener und nun haben die Mexikaner übernommen. So ist es recht. Ein anderer Señor ist dazugekommen, er zeigt uns den Verkaufsraum mit den Artesanias. Schöne Sachen hat&#8217;s da. Der Anstandsbesuch hat sich schlussendlich sehr gelohnt. Doch nun müssen wir wieder auf die Strasse, es ist 13.30 Uhr und bis Oaxaca fehlen noch gute 200 km. Und da wollen wir heute noch hin. An einem Tope stöppeln wir wieder. Nun kommt ein Bus. Auch gut. Er kann auch alles mitnehmen. Gepäck wir unten eingeladen, dann die Bicis draufgeschmissen. Das Wort &#8220;Vorsicht&#8221; kennen die zwei Señores nicht. Den Preis wollen sie uns auch nicht sagen, aber er sei braratissimo. So geht&#8217;s nun im Bus weiter. Für 500 Pesos. Nun, so barratissimo ist das nicht. Aber die Fahr dauert 4,5 Stunden und unser Gepäck und die Bicis füllen fast den ganzen Gepäckraum. Der Chauffeur fährt wie ein Irrer. Da fühlte ich mich mit dem Rad auf der Strasse noch sicherer als in diesem Bus. Na ja. Der Typ rast wie bekloppt. Nun geht&#8217;s den Berg hoch, immer mehr Kakteen durchwachsen die Bäume. Das Ganze zieht sich bis auf die Bergspitzen hoch. Eine coole Landschaft. Ist schon fies. Jetzt fahren wir etwa seit dem Norden Kolumbiens fast immer durch gleiches Grün, nun ändert sich die Landschaft endlich und wir sitzen im Bus. Asi es la Vida. Nun häufen sich die Agaven, viele stehen in Blüte. Wow. Demnach beginnt die Mezcal-Gegend. Dass dem so ist, sehe ich bald. Wir fahren an vielen Mezcal-Brennereien vorbei. Lange geht&#8217;s durch diese tollen Berge. Bei einem Restaurant gibt&#8217;s einen Klo-und Ess-Stopp. Mit einem Burrito mit Käse für uns. Dann geht die irre Bergfahrt weiter. Berg hoch und runter. Diese werden nun etwas felsiger und schroffer. Dann verschwinden die Kakteen langsam, machen Kuhweiden und Maisfeldern Platz. Wir fahren runter in das flache Tal von Oaxaca. Immer noch präsent bleiben die Agaven und der Mezcal. Dann Oaxaca. Mit viel Grossstadtverkehr. Gegen 18 Uhr erreichen wir das Zweitklassbusterminal. Zu spät für die Hotelsuche. Wir nehmen ein Hotel gleich beim Terminal, morgen suchen wir in Ruhe nach einer anderen Bleibe. Ja, irgendwie kam das ganze total unvorbereitet, plötzlich sind wir in Oaxaca. So ist es nun. Schade, die Strecke wäre wirklich toll gewesen, aber nun hoffe ich, dass Moni bald Ersatz für die geschlissenen Felge findet. Und ich werde mein Vorderrad nochmals prüfen, dieses hört sich seit der Busfahrt komisch an. Mal sehen.</p>
<p><strong>13.10.2011.</strong> Zu Fuss machen wir uns auf die Suche nach einem anderen Hostal. Wir sind eigentlich schon ganz zentral. Aber auch hier ist alles sauteuer. Die billigste Unterkunft ist das &#8220;El Palmar&#8221;. Der Dueño ist auch der Einzige, der mit dem Preis runtergeht. Von 195 auf 170 Pesos. Das Zimmer ist etwas heruntergekommen, aber was soll&#8217;s. Wir holen die Bicis, dabei laufen wir noch an einem grossen Bikeshop vorbei.  Dann wieder mit Sack und Pack zum &#8220;El Palmar&#8221;. Als ich im dort bezahlen will, gibt es sogar nochmals eine Reduktion des Preises. 150 Pesos. Der Señor ist sowieso sehr nett, gibt uns eine Stadtkarte und ist extrem &#8220;a la Orden&#8221;. Das &#8220;El Palmar&#8221; kann ich also gerne weiterempfehlen. Dann gehen wir in den Bikeshop. Die haben keine guten Felgen, weisen uns aber gleich weiter an den Bikeshop Pedro Martinez. Dort treffen wir auf eine quirlige Señora, bald kommt ein junger Mechaniker dazu. Dort wird Moni wohl alle Ersatzteile bekommen, zudem werde sie beide Bicis und deren Teile auf ihren Zustand prüfen. Hört sich gut an.</p>
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